Perserteppich Hamadan 210 x 110 cm Wolle handgeknüpft

615$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: normal | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: 210 x 110 cm | Muster: Medaillon, Blätter, schmale beige Bordüre | Zustand: Generalüberholt

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Inventarnummer: 31A6DA0D

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besitzt einen Flor aus Wolle. Die Kettfäden bestehen aus Baumwolle. Damit verbindet die Ausführung einen traditionell geknüpften Wollflor mit einer Baumwollkette. Die Knotendichte ist als normal angegeben. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht das Muster nicht durch einen industriellen Druck oder eine aufgebrachte Oberfläche, sondern durch einzelne Knoten, die Reihe für Reihe in die Grundstruktur eingebunden werden. Der Flor wird anschließend auf die für das Muster erforderliche Höhe ausgearbeitet.

Wolle ist ein klassisches Material für den Flor orientalischer Teppiche. Sie lässt sich gut verspinnen, färben und in einem festen Knüpfvorgang verarbeiten. Zugleich besitzt sie eine natürliche, griffige Oberfläche. Die Baumwollkette bildet die längs verlaufende Grundlage, an der die Knoten befestigt werden. Ihre klare, regelmäßige Struktur unterstützt die Form des Teppichs und ermöglicht eine geordnete Ausarbeitung von Medaillon, Blattmotiven und Bordüre.

Der Teppich wurde generalüberholt. Diese Zustandsangabe bezeichnet eine Aufarbeitung, durch die ein älteres Stück für die weitere Nutzung vorbereitet wurde. Sie ist von der ursprünglichen Herstellung zu unterscheiden: Die handwerkliche Knüpfarbeit gehört zur Entstehung des Teppichs, die Generalüberholung zur späteren Bearbeitung. Der Teppich wird als antik beschrieben und der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zugeordnet. Beide Angaben gehören zur Einordnung dieses einzelnen Stücks.

Herkunft und Tradition

Der Perserteppich stammt aus Hamadan im Iran. Hamadan liegt im westlichen Teil des Landes und ist als bedeutendes Zentrum der Teppichherstellung bekannt. Unter dem Namen Hamadan werden sowohl Teppiche aus der Stadt als auch Arbeiten aus dem weiteren regionalen Umfeld geführt. Die Region ist von einer langen Knüpftradition geprägt, in der handgeknüpfte Teppiche für den täglichen Gebrauch ebenso wie sorgfältig ausgearbeitete Stücke entstanden.

Die Teppichkultur von Hamadan steht in Verbindung mit einem weit verzweigten Netz kleiner Werkstätten und ländlicher Weborte. In diesem Umfeld konnten sich unterschiedliche Zeichensysteme, Bordüren und Innenfelder entwickeln. Deshalb wirkt die Gruppe der Hamadan-Teppiche nicht wie eine einzige, unveränderliche Vorlage. Gemeinsame Merkmale liegen vielmehr in der handwerklichen Herstellung, der klaren Gliederung der Fläche und der großen Bedeutung von geometrischen sowie stilisierten floralen Formen.

Historisch wurden Teppiche in der Region als Gebrauchsgegenstände, Einrichtungsstücke und Handelswaren hergestellt. Das erklärt die Bandbreite der regionalen Muster. Ein zentrales Medaillon konnte die Fläche übersichtlich ordnen, während Blattmotive und Randzonen dem Entwurf zusätzliche Bewegung gaben. Bei nomadisch beeinflussten Zeichnungen erscheinen Formen häufig stärker vereinfacht und rhythmisch wiederholt. Die Bezeichnung traditionelles Nomaden-Design beschreibt in diesem Fall die gestalterische Richtung des Teppichs, nicht eine zusätzliche Herkunftsangabe.

Hamadan-Muster werden häufig mit einer deutlichen Mitte und einer gut lesbaren Umrahmung verbunden. Die Bordüre begrenzt das Innenfeld und sorgt dafür, dass das zentrale Motiv auch aus größerer Entfernung klar erkennbar bleibt. In der regionalen Teppichkunst können neben Medaillons auch Rauten, Hakenformen, Blätter und andere abstrahierte Pflanzenzeichen auftreten. Solche Motive werden nicht naturgetreu wiedergegeben, sondern in eine für das Knüpfen geeignete Zeichensprache übertragen.

Die lange Tradition Hamadans beruht auf der Weitergabe von Fertigkeiten: dem Spannen der Kette, dem Setzen der Knoten, dem Einbringen der Schussfäden, dem Ausarbeiten des Flors und dem abschließenden Ordnen der Oberfläche. Jeder dieser Arbeitsschritte beeinflusst die Lesbarkeit des Musters. Der vorliegende Teppich gehört durch seine Herkunftsbezeichnung, seine handgeknüpfte Ausführung und seine traditionelle Ornamentik in diesen regionalen Zusammenhang.

Design und Muster

Das Design wird von einem Medaillon in der Mitte bestimmt. Ein Medaillon schafft eine visuelle Achse und gibt dem Innenfeld eine klare Ordnung. Bei orientalischen Teppichen kann seine Form rund, oval, rautenförmig oder aus mehreren ineinandergreifenden Konturen aufgebaut sein. Beim vorliegenden Teppich steht das zentrale Medaillon im Mittelpunkt des Entwurfs; seine genaue Form wird nicht weiter bezeichnet und wird daher nicht näher festgelegt.

Als Muster sind Blätter angegeben. Blattmotive gehören zu den häufig verwendeten stilisierten Formen der persischen Teppichkunst. Sie können einzeln, paarweise, gereiht oder als Teil einer größeren Ornamentstruktur erscheinen. Durch Wiederholung entsteht ein Rhythmus, der die Fläche verbindet. Die Blattform muss dabei nicht botanisch genau sein. Beim Knüpfen wird sie so vereinfacht, dass sie als klar erkennbares Zeichen in der begrenzten Geometrie eines Teppichmusters funktioniert.

Das zentrale Motiv wird von einer schmalen beigefarbenen Bordüre umrahmt. Eine schmale Bordüre setzt einen zurückhaltenden Rand und trennt das Innenfeld von der äußeren Begrenzung. Beige wirkt in einem solchen Aufbau als ruhiger Übergang und lässt die Musterstruktur geordnet erscheinen. Über weitere Farben oder eine vollständige Farbpalette macht die Beschreibung keine Angaben. Deshalb stehen hier die belegten Elemente im Vordergrund: das Medaillon, die Blätter und die schmale beige Einfassung.

Der Entwurf wird außerdem als traditionell persisch beziehungsweise orientalisch und als traditionelles Nomaden-Design beschrieben. Diese Begriffe verweisen auf die Gestaltungssprache und nicht auf eine zusätzliche Provinz. Nomadisch geprägte Muster arbeiten oft mit vereinfachten Konturen, wiederkehrenden Motiven und einer deutlichen Trennung von Innenfeld und Rand. Ihre Wirkung entsteht durch die Verbindung von Wiederholung, Symmetrie und kleinen Abweichungen, die bei handgeknüpften Arbeiten zur individuellen Ausführung gehören können.

Ein Medaillon mit Blattornamenten lässt sich sowohl in eine klassisch gegliederte Einrichtung als auch in eine Umgebung mit rustikalen Materialien einordnen. Das ist eine Aussage über die gestalterische Kombinierbarkeit des beschriebenen Mustertyps, nicht über eine bestimmte Raumgestaltung dieses einzelnen Teppichs. Ähnliche traditionelle Motive sind auch aus anderen persischen Regionen bekannt, etwa aus Bakhtiari oder Kerman. Die Nennung solcher Vergleichsgruppen ändert jedoch nichts daran, dass dieser Teppich als Hamadan bezeichnet wird.

Besonderheiten

Zu den besonderen Angaben dieses Stücks gehören seine antike Einordnung, die Herkunft aus Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung und der generalüberholte Zustand. Die zeitliche Einordnung liegt in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Damit verbindet der Teppich eine ältere Herstellungsepoche mit einer späteren Aufarbeitung. Die Aufarbeitung ist als Zustandsmerkmal zu verstehen und nicht als Hinweis darauf, dass der Teppich neu gefertigt wurde.

Die Kombination aus Wollflor und Baumwollkette gehört zur beschriebenen Materialausführung. Die normale Knotendichte, das Medaillon, die Blättermotive und die schmale beige Bordüre bilden zusammen die wesentlichen kennzeichnenden Daten. Der Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet. Diese Eignung ist eine konkrete Produkteigenschaft und ergänzt die Angaben zu Herkunft, Material, Muster und Zustand.

Die Gestaltung kann in modernen, minimalistischen oder rustikal eingerichteten Räumen eingesetzt werden, weil ein klar gegliedertes Medaillonmuster sowohl einen traditionellen als auch einen geordneten dekorativen Bezug herstellt. Geeignete Einsatzbereiche sind Wohnräume, Schlafzimmer oder Flure. Diese Verwendungsempfehlungen ergeben sich aus dem im Ausgangstext beschriebenen Stil und stellen keine zusätzliche Aussage über die bisherige Nutzung des Teppichs dar.

FAQ

Was macht den Hamadan Perserteppich besonders?

Besonders sind die Verbindung aus handgeknüpfter Herstellung, Wollflor und Baumwollkette sowie die regionale Zuordnung zu Hamadan im Iran. Das zentrale Medaillon gibt dem Teppich eine klare Mitte. Blättermotive ergänzen die Ornamentik, während die schmale beige Bordüre das Innenfeld zurückhaltend einfasst. Hinzu kommen die antike Einordnung in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und der generalüberholte Zustand. Die Gestaltung verbindet damit traditionelle persische beziehungsweise orientalische Muster mit einer als nomadisch beschriebenen Zeichensprache. Der Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet.

Wie pflege ich den Hamadan Perserteppich?

Für die laufende Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen empfohlen, damit lose Verschmutzungen nicht dauerhaft im Wollflor liegen bleiben. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei sollte nicht stark gerieben werden, weil Reiben die Oberfläche und die Farbwirkung eines handgeknüpften Teppichs beeinträchtigen kann. Eine professionelle Reinigung wird in mehrjährigen Abständen empfohlen. Sie berücksichtigt die Konstruktion aus Wollflor und Baumwollkette und unterstützt den Erhalt des generalüberholten Teppichs. Bei Unsicherheit über ein Reinigungsmittel ist eine fachkundige Beratung sinnvoll.

Woher stammt der Hamadan Perserteppich?

Der Teppich stammt aus der Region Hamadan im Iran. Hamadan ist für handgeknüpfte Teppiche und eine lange Tradition der Teppichherstellung bekannt. In der regionalen Musterwelt finden sich klar gegliederte Innenfelder, Medaillons, stilisierte Blätter und markante Bordüren. Die Bezeichnung Hamadan nennt die Herkunftsregion dieses Teppichs. Bakhtiari und Kerman können als verwandte persische Vergleichsgruppen mit eigenen Mustertraditionen erwähnt werden, sind aber nicht die Herkunft dieses Stücks. Seine Einordnung bleibt Hamadan.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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