Perserteppich Hamadan 167 x 115 cm Wolle handgeknüpft

586$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 200.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 167 x 115 cm | Muster: fein gemustert | Zustand: Sehr gut erhalten

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Inventarnummer: 6A7DE3D5

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Wolle. Die Herstellung von Hand gibt jedem Teppich eine eigene Struktur, weil die Knoten nicht in einem industriellen Verfahren, sondern einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet werden. Dadurch entsteht die für handgeknüpfte Teppiche typische textile Oberfläche. Bei einem Wollflor verbinden sich Strapazierfähigkeit und eine angenehm griffige Haptik. Wolle wird im traditionellen Teppichhandwerk seit langer Zeit verwendet, weil sie sich für den Flor eignet und bei sorgfältiger Verarbeitung eine belastbare Oberfläche bildet.

Die Knotendichte beträgt 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie beschreibt, wie eng die einzelnen Knoten innerhalb der Fläche gesetzt sind, und ist ein wichtiger technischer Hinweis auf den Aufbau eines Teppichs. Eine dichte Knüpfung erlaubt es, Muster klar auszuarbeiten und feine Konturen voneinander abzugrenzen. Sie ist dabei nicht mit einer bestimmten Herkunft oder einem bestimmten Muster gleichzusetzen. Bei diesem Stück treffen die handgeknüpfte Fertigung, der reine Wollflor und die angegebene Knotendichte aufeinander.

Die sichtbare Oberfläche wird durch den Flor geprägt. Beim Handknüpfen entsteht Reihe für Reihe ein Gewebe, dessen Erscheinungsbild von Garn, Knoten und anschließendem Scheren des Flors bestimmt wird. Die Wolle nimmt Farbe gut auf und unterstützt eine deutliche Zeichnung. Ein Wollteppich kann außerdem eine gewisse Regulierung von Feuchtigkeit und Wärme im Raum unterstützen, ohne seine eigentliche Aufgabe als textiler Bodenbelag zu verlieren. Entscheidend für die Pflege bleibt, die Oberfläche regelmäßig von losem Staub zu befreien und Verschmutzungen nicht unnötig lange einwirken zu lassen.

Der Teppich ist sehr gut erhalten. Diese Zustandsangabe beschreibt den vorliegenden Erhaltungszustand und ergänzt die technischen Angaben zu Material und Herstellung. Sie macht keine Aussage über ein Herstellungsjahr oder eine bestimmte Nutzungsdauer. Wie bei jedem handgeknüpften Wollteppich können eine sachgerechte Platzierung, ein geeigneter Untergrund und eine schonende Reinigung dazu beitragen, die vorhandene Oberfläche zu bewahren.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im westlichen Iran und steht sowohl für eine Stadt als auch für ein weit gefasstes Teppichgebiet. Unter dem Namen Hamadan werden deshalb Teppiche aus unterschiedlichen Werkstätten und Orten der Region zusammengefasst. Die Region besitzt eine lange Tradition der häuslichen und gewerblichen Teppichherstellung. Neben städtischen Arbeiten entstanden zahlreiche Teppiche in Dörfern und kleineren Siedlungen, in denen das Knüpfen über Generationen weitergegeben wurde. Diese breite Herkunft erklärt, warum Hamadan-Teppiche nicht einem einzigen, unveränderlichen Muster folgen.

Die Landschaft und die Siedlungsstruktur des westlichen Iran haben die Entwicklung dieser Teppichtradition begünstigt. Teppiche wurden als Gebrauchsgegenstände für den Alltag gefertigt, zugleich aber mit einer sorgfältig ausgearbeiteten Zeichnung versehen. In vielen Werkstätten standen robuste Materialien und eine funktionale Konstruktion im Vordergrund. Daraus entwickelte sich eine Gruppe von Teppichen, deren Gestaltung von klaren Linien, wiederkehrenden Ornamenten und einer gut lesbaren Flächenaufteilung geprägt sein kann. Die konkrete Ausführung bleibt von Ort zu Ort und von Knüpfer zu Knüpfer verschieden.

Das iranische Teppichhandwerk verbindet praktische Erfahrung mit einem über lange Zeit entwickelten Formenschatz. Muster werden nicht nur als Dekoration verstanden, sondern auch als überlieferte Gestaltungssprache. Ein Motiv kann in verschiedenen Regionen erscheinen und dabei jeweils eine eigene Linienführung, Proportion und Farbwirkung erhalten. Bei Hamadan-Arbeiten ist deshalb die regionale Einordnung wichtig, ohne jedes einzelne Stück auf ein einheitliches Schema zu reduzieren. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf diese westiranische Tradition; sie ersetzt nicht die Betrachtung des individuellen Designs.

Handgeknüpfte Teppiche aus Iran entstehen in einem Arbeitsprozess, bei dem Materialwahl, Knotensetzung, Farbgebung und Schur miteinander verbunden sind. Der Entwurf kann als Vorlage dienen, doch die Ausführung wird durch die Hände der Knüpfer geprägt. Kleine Unterschiede in der Spannung des Garns oder in der Wiederholung eines Ornaments gehören zum Charakter dieser Herstellung. Anders als ein maschinell hergestellter Teppich ist ein handgeknüpftes Stück das Ergebnis vieler einzelner Arbeitsschritte, die sich in seiner Oberfläche und seiner Zeichnung zeigen.

Hamadan-Teppiche werden häufig dem Gebrauchsteppich und zugleich dem dekorativen iranischen Teppichhandwerk zugeordnet. Ihre Tradition steht damit zwischen Alltagstauglichkeit und ornamentaler Gestaltung. Die Wolle ist für diese Verbindung besonders geeignet, weil sie eine widerstandsfähige Oberfläche ermöglicht und zugleich eine klare Aufnahme von Farben unterstützt. Die regionale Geschichte, die handwerkliche Weitergabe und die Vielfalt lokaler Muster bilden zusammen den kulturellen Hintergrund, in dem ein Hamadan Perserteppich betrachtet wird.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist fein gemustert. Diese Beschreibung weist auf eine kleinteilige, detaillierte Gesamtwirkung hin, ohne ein bestimmtes Medaillon, eine einzelne Bordüre oder ein konkretes Ornament zu benennen. Deshalb sollte die Gestaltung nicht mit einem einzelnen festgelegten Hamadan-Schema gleichgesetzt werden. Die feine Musterung kann durch viele kleine Formen, eng gesetzte Linien oder eine differenzierte Wiederholung von Ornamenten entstehen. Welche einzelnen Motive verwendet wurden, wird für dieses Stück nicht näher bezeichnet.

In der Hamadan-Tradition finden sich unterschiedliche Aufbauformen. Manche Teppiche arbeiten mit einem zentralen Medaillon, andere mit einer durchgehenden Ornamentik oder mit geometrisch gegliederten Feldern. Auch florale Formen können in einer vereinfachten oder stärker stilisierten Weise auftreten. Geometrische Zeichnungen werden häufig aus geraden Linien, Winkeln und rhythmisch wiederholten Elementen entwickelt. Diese Vielfalt gehört zur regionalen Teppichkultur und darf nicht als vollständige Beschreibung der konkreten Musterung dieses Teppichs verstanden werden.

Eine Bordüre übernimmt bei vielen Orientteppichen die Aufgabe, das Innenfeld zu rahmen und den Übergang zum Rand zu ordnen. Wiederholte Blüten, Ranken, Rosetten, Hakenformen oder geometrische Zeichen können in solchen Randzonen unterschiedlich miteinander verbunden werden. Im Innenfeld entsteht durch die Anordnung der Motive ein Rhythmus, der den Blick über die Fläche führt. Bei einer feinen Musterung ist besonders das Verhältnis zwischen kleinen Ornamenten, Zwischenräumen und Linienführung entscheidend. Die Ausarbeitung kann dadurch detailliert wirken, auch wenn kein einzelnes Leitmotiv im Vordergrund steht.

Die persische Teppichgestaltung arbeitet traditionell mit einem reichen Vokabular aus Pflanzenformen, geometrischen Zeichen und symmetrischen Ordnungen. Viele dieser Formen wurden über lange Zeit weiterentwickelt, regional verändert und an die jeweilige Web- oder Knüpftradition angepasst. Ein Entwurf kann eine strenge Achse besitzen oder bewusst eine fortlaufende Wiederholung verwenden. Auch die Farbwahl spielt im iranischen Teppich eine wichtige Rolle, weil sie Vordergrund, Grund und Bordüre voneinander trennt. Allgemeine Farbtraditionen lassen jedoch keinen Rückschluss auf konkrete Farben dieses Stücks zu.

Das Muster lässt sich daher am besten als fein ausgearbeitete Hamadan-Gestaltung beschreiben. Die regionale Bezeichnung liefert den handwerklichen und kulturellen Rahmen, während die Angabe fein gemustert die sichtbare Art der Zeichnung zusammenfasst. Die Wirkung eines solchen Designs entsteht aus dem Zusammenspiel von Knotendichte, Wollflor, Ornamentabständen und der handwerklichen Ausführung. Kleine Abweichungen in der Wiederholung können dabei Teil der handgeknüpften Entstehung sein und unterscheiden ein Einzelstück von einer industriell identischen Produktion.

Besonderheiten

Zu den klar benannten Eigenschaften gehören die iranische Herkunft, die Zuordnung zu Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung und der Flor aus 100% Wolle. Hinzu kommt die Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster ist fein gemustert, und der Teppich ist sehr gut erhalten. Diese Angaben beschreiben das Stück sachlich, ohne ihm ein nicht belegtes Alter, eine Signatur oder eine bestimmte Werkstatt zuzuschreiben.

Die Verbindung aus feiner Zeichnung und dichter Knüpfung macht die Betrachtung der Oberfläche besonders relevant. Bei einem handgeknüpften Teppich lässt sich die Gestaltung nicht von der Herstellung trennen: Die Muster entstehen aus der Folge einzelner Knoten und der anschließenden Bearbeitung des Flors. Der reine Wollflor verleiht dem Teppich dabei seine textile Haptik. Für die langfristige Erhaltung sind ein sauberer, rutschhemmender Untergrund, regelmäßiges schonendes Saugen und eine fachgerechte Fleckbehandlung sinnvoll.

FAQ

Wie reinige ich einen Perserteppich aus Wolle?

Lose Verschmutzungen sollten regelmäßig und ohne aggressive Einstellung abgesaugt werden. Dabei ist es sinnvoll, die Oberfläche nicht mit unnötig starkem Druck zu bearbeiten. Flüssigkeiten werden möglichst sofort mit einem sauberen, saugfähigen Tuch aufgenommen und nicht kräftig verrieben. Hausmittel, starkes Durchfeuchten und bleichende Reinigungsmittel können Wolle und Farben beeinträchtigen. Bei größeren Flecken oder einer umfassenden Reinigung ist ein auf handgeknüpfte Wollteppiche spezialisierter Fachbetrieb die geeignete Anlaufstelle. Eine professionelle Reinigung kann die Materialeigenschaften berücksichtigen und verhindern, dass Feuchtigkeit zu lange im Teppich bleibt. Auch die Trocknung gehört zu einer sachgerechten Behandlung. Regelmäßige, schonende Pflege ist meist besser als seltene, intensive Eingriffe.

Woran erkennt man einen handgeknüpften Perserteppich?

Ein handgeknüpfter Teppich wird Knoten für Knoten aufgebaut. Auf der Rückseite zeigt sich deshalb meist eine individuelle, nicht vollkommen maschinell gleichförmige Struktur. Die Musterzeichnung kann kleine Abweichungen aufweisen, weil sie von der Handarbeit und der Spannung des Garns beeinflusst wird. Für die Beurteilung sind außerdem die verwendeten Materialien, die Verarbeitung des Flors, die Rückseite und die Ausführung der Bordüren wichtig. Eine hohe Knotendichte allein beweist weder eine bestimmte Herkunft noch einen bestimmten Wert. Bei diesem Teppich sind Hamadan als Herkunftsbezeichnung, die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor und die angegebene Knotendichte die maßgeblichen beschriebenen Merkmale. Eine sichere fachliche Beurteilung sollte das Stück selbst und nicht nur ein einzelnes Detail berücksichtigen.

Passt ein Hamadan Perserteppich in eine moderne Einrichtung?

Ja. Ein handgeknüpfter Perserteppich kann in einem modernen Raum als strukturierendes Textilelement eingesetzt werden. Eine fein gemusterte Fläche lässt sich mit schlichten Möbeln kombinieren, weil sie dem Raum Zeichnung gibt, ohne dass weitere klassische Einrichtungsstücke erforderlich sind. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Teppich, Boden, Möbeln und vorhandenen Farben. Ein ruhiger Raum kann durch ein ornamentales Muster gegliedert werden; umgekehrt kann eine bereits stark dekorierte Umgebung eine zurückhaltende Anordnung verlangen. Die regionale Herkunft des Teppichs steht dabei nicht im Widerspruch zu zeitgenössischer Einrichtung. Wichtig sind außerdem ein geeigneter Untergrund, ausreichend Abstand zu dauerhaft feuchten Bereichen und eine Platzierung, bei der die Wolloberfläche nicht durch ungeeignete Möbel oder häufiges Verschieben unnötig belastet wird.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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