Perserteppich Hamadan 153 x 84 cm Wolle handgeknüpft

454$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 153 x 84 cm | Zustand: Gut | Herkunft: Nordwestpersien

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Inventarnummer: 6F454877

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wollfaser ist ein traditionelles Material der persischen Teppichherstellung. Sie wird wegen ihrer Belastbarkeit, ihres natürlichen Griffs und ihrer Eignung für einen dichten Flor verwendet. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht jedes einzelne Knotenpaar von Hand. Dadurch wird das Muster Reihe für Reihe aufgebaut, während die Wolle zugleich die für einen Gebrauchsgegenstand notwendige Widerstandsfähigkeit erhält.

Die angegebene Knotendichte liegt bei 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht bei Hamadan-Teppichen eine differenzierte Ausarbeitung der Muster und gibt der Oberfläche eine geschlossene Struktur. Die Knotendichte ist bei handgeknüpften Teppichen ein technisches Merkmal: Sie beschreibt nicht allein die Feinheit, sondern steht auch mit der Arbeitsweise, der Stabilität und der sichtbaren Klarheit eines Designs in Verbindung.

Wolle lässt sich für die traditionelle Knüpftechnik vielseitig einsetzen. Sie kann gesponnen, eingefärbt und in einzelnen Farbbereichen des Musters verarbeitet werden. Ihr natürlicher Flor wirkt griffig und trägt zur praktischen Nutzung eines Teppichs bei. Bei diesem Stück ist der Zustand als gut angegeben. Damit verbindet sich die dokumentierte Materialwahl mit einer erhaltenen, für den Wohnbereich geeigneten Beschaffenheit, ohne dass darüber hinausgehende Restaurierungs- oder Altersangaben gemacht werden.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Irans und ist als Name einer bedeutenden Teppichregion bekannt. Die Bezeichnung Hamadan steht dabei nicht nur für die gleichnamige Stadt, sondern häufig auch für ein weitläufiges Gebiet mit zahlreichen Knüpfzentren. Teppiche aus dieser Region werden deshalb oft unter dem Sammelbegriff Hamadan gehandelt. Die Herkunft dieses Teppichs ist als Nordwestpersien angegeben; zugleich wird er der persischen Tradition von Hamadan zugeordnet.

Die Region umfasst verschiedene Dörfer und lokale Knüpforte, deren Erzeugnisse jeweils eigene Ausprägungen entwickeln konnten. Zu den im Zusammenhang mit Hamadan genannten Orten gehören Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Ihre Muster und Proportionen können voneinander abweichen, obwohl die Teppiche gemeinsam unter Hamadan geführt werden. Diese regionale Vielfalt erklärt, weshalb der Name Hamadan eine Gruppe verwandter Teppiche bezeichnet und nicht zwingend ein einziges, unveränderliches Muster.

Die Teppichherstellung in Hamadan ist über viele Generationen hinweg von handwerklichen Verfahren geprägt. Das Knüpfen verbindet die Vorbereitung des Grundgewebes mit dem Einsetzen farbiger Wollfäden und dem anschließenden Verdichten der Reihen. Nach und nach entsteht eine belastbare Fläche, deren Muster aus der Anordnung der einzelnen Knoten hervorgeht. Die Arbeit verlangt gleichmäßige Spannung, ein gutes Verständnis der Vorlage und eine sichere Wiederholung der Farbrhythmen. Gerade diese Verbindung von regionaler Überlieferung und praktischer Herstellung prägt den Charakter von Hamadan-Teppichen.

Die Tradition der Region ist außerdem durch ihre breite Produktion gekennzeichnet. Hamadan-Teppiche wurden und werden in unterschiedlichen Formaten und mit verschiedenen Musterideen gefertigt. Dadurch können sie sowohl kleinere Bereiche als auch größere Wohnsituationen ergänzen. Die Verwendung widerstandsfähiger Wolle passt zu dieser Geschichte des alltagstauglichen Teppichs. Langlebigkeit und handwerkliche Qualität werden mit Hamadan-Teppichen traditionell in Verbindung gebracht, ohne dass jeder Teppich aus der Region dieselben Farben oder dieselbe Zeichnung aufweisen muss.

Als Perserteppich gehört dieses Stück zur iranischen Teppichkultur. Diese Kultur umfasst zahlreiche regionale Zentren, die sich durch Knotentechnik, Materialauswahl, Farbrezepte und Mustertraditionen unterscheiden. Hamadan nimmt darin eine eigene Stellung ein: Die Region ist für eine große Bandbreite an Dorf- und Werkstattteppichen bekannt. Der regionale Name liefert daher einen wichtigen Hinweis auf die handwerkliche Herkunft, während die konkrete Gestaltung eines einzelnen Stücks immer gesondert betrachtet werden muss.

Design und Muster

Hamadan-Teppiche sind nicht auf eine einzige Musterform festgelegt. In der regionalen Tradition kommen geometrische Kompositionen ebenso vor wie florale Motive. Geometrische Muster arbeiten häufig mit klaren Linien, Rauten, Medaillons, wiederkehrenden Feldern oder stilisierten Formen. Florale Zeichnungen können Blätter, Blüten und rankende Elemente in vereinfachter oder stärker gegliederter Form aufnehmen. Diese Vielfalt gehört zum Typus Hamadan und beschreibt nicht eine konkrete Zeichnung dieses einzelnen Teppichs.

Bei der Betrachtung eines handgeknüpften Musters entsteht der Gesamteindruck aus vielen kleinen Entscheidungen. Konturen werden Knoten für Knoten aufgebaut, Flächen durch Farbreihen voneinander getrennt und Wiederholungen über die gesamte Komposition geführt. Die Knotendichte unterstützt dabei eine genauere Darstellung kleinteiliger Elemente. Zugleich kann ein regionales Muster bewusst klar und rhythmisch bleiben. Das Verhältnis von Ordnung und Wiederholung ist ein grundlegendes Merkmal vieler traditioneller Orientteppiche.

Für Hamadan werden häufig kräftige und lebendige Farben beschrieben. Tiefe Rottöne, warme Erdtöne und kräftige Blautöne gehören zu den Farbbereichen, die in regionalen Teppichen oft vorkommen. Traditionelle Färbungen können dabei mit natürlichen Farbstoffen verbunden sein. Diese Angaben erläutern die Farbwelt des Hamadan-Typs und sind keine Festlegung auf die hier vorhandene Farbzusammenstellung. Die konkrete Farbwirkung eines Einzelstücks ergibt sich stets aus seiner eigenen Muster- und Farbverteilung.

Ein Muster kann bei Hamadan-Teppichen den Charakter eines zentralen Blickfangs oder einer ruhigeren Flächengestaltung annehmen. Medaillonaufbauten lenken den Blick in die Mitte, während allover angelegte Ornamente eine gleichmäßigere Bewegung über den Teppich erzeugen können. Bordüren rahmen die Innenfläche und geben der Komposition eine klare Begrenzung. Dorftraditionen nutzen dabei oft eine verständliche, markante Zeichensprache, die auch bei unterschiedlichen lokalen Varianten wiedererkennbar bleibt.

Die Mustertradition von Hamadan lässt sich im weiteren Umfeld persischer Teppiche einordnen. Qom wird häufig mit filigranen Entwürfen und feineren Knotungen verbunden, Isfahan mit kunstvollen floralen Kompositionen und Tabriz mit einer großen Bandbreite traditioneller bis zeitgenössischer Gestaltung. Diese regionalen Beispiele zeigen die Vielfalt persischer Teppichkunst. Sie verändern jedoch nicht die Herkunftsbezeichnung dieses Stücks, das als Hamadan-Perserteppich aus Nordwestpersien beschrieben wird.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Nordwestpersien, die Zuordnung zu Hamadan, die Handknüpfung, die widerstandsfähige Wolle und die angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Der Zustand ist als gut bezeichnet. Diese Eigenschaften fassen die wesentlichen technischen und sachlichen Angaben zu dem Einzelstück zusammen.

Die Kombination aus Wollmaterial und handgeknüpfter Verarbeitung steht für eine traditionelle Herstellungsweise. Die hohe Spannweite der angegebenen Knotendichte verweist auf eine differenzierte technische Ausführung, ohne eine bestimmte Zeichnung, Farbfolge oder ein bestimmtes Alter festzulegen. Weitere Angaben zu Signatur, Entstehungsjahr, Restaurierungen oder einer individuellen Musterbezeichnung liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt.

FAQ

Was zeichnet einen Hamadan Perserteppich aus?

Hamadan Perserteppiche stammen aus der nordwestpersischen Teppichtradition rund um Hamadan. Der Name kann verschiedene Knüpforte und Dörfer der Region zusammenfassen, darunter Assadabad, Khamseh, Maslaghan, Enjelas, Nahawand, Tuyserkan und Mousel. Typisch für die regionale Gruppe sind die handwerkliche Herstellung, die Verwendung von Wolle und eine große Vielfalt an geometrischen oder floralen Musterideen. Dieses Exemplar ist handgeknüpft, aus widerstandsfähiger Wolle gefertigt und weist eine Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter auf. Sein Zustand ist als gut angegeben.

Wie pflege ich einen Hamadan Perserteppich?

Für einen Wollteppich empfiehlt sich eine regelmäßige, schonende Reinigung mit einem geeigneten Staubsauger. Dabei sollte die Oberfläche nicht unnötig stark beansprucht werden. Direkte und dauerhafte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst gleichmäßig erhalten bleiben. Flüssigkeiten und Flecken sollten vorsichtig mit einem feuchten Tuch abgetupft und nicht kräftig gerieben werden. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll. Die Pflegehinweise beziehen sich auf den Wollflor und die handgeknüpfte Konstruktion dieses Hamadan-Teppichs.

Kann ein Hamadan Perserteppich als Investition gelten?

Hamadan Perserteppiche können wegen ihrer handwerklichen Herstellung, ihrer regionalen Tradition und ihrer Langlebigkeit als wertbeständige Teppiche betrachtet werden. Für eine konkrete Einschätzung sind jedoch mehrere Merkmale wichtig, darunter Material, Knotendichte, Erhaltungszustand, Gestaltung und Nachfrage. Dieses Stück besteht aus widerstandsfähiger Wolle, ist handgeknüpft, hat die angegebene Knotendichte von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und wird als gut erhalten beschrieben. Eine verbindliche Wert- oder Anlageprognose lässt sich daraus allein nicht ableiten.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Grösse

Form

Herkunft

Knotendichte

Material

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