Perserteppich Hamadan 144 x 88 cm Wolle handgeknüpft

550$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 100.000 – 350.000 Knoten/m² | Material: Flor widerstandsfähige Wolle | Größe: 144 x 88 cm | Muster: Vielfältige Designs | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: D9602A23

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus widerstandsfähiger Wolle. Die Wolle bildet den Flor und verbindet eine angenehme Haptik mit einer robusten Beschaffenheit. Der Teppich ist dadurch für eine regelmäßige Nutzung im Wohnbereich geeignet. Seine Verarbeitung steht für die handwerkliche Tradition der Region Hamadan, in der Teppiche nicht industriell als einheitliche Serienware, sondern in sorgfältiger Handarbeit gefertigt werden.

Der weiche Flor vermittelt ein angenehmes Laufgefühl und unterstützt eine behagliche Atmosphäre im Raum. Zugleich wird Wolle für ihre Widerstandsfähigkeit geschätzt. Sie ist von Natur aus schmutzabweisend, wodurch die alltägliche Pflege erleichtert wird. Eine regelmäßige, schonende Reinigung trägt dazu bei, den Flor und die Farbwirkung langfristig zu erhalten.

Handgeknüpfte Teppiche entstehen Knoten für Knoten. Die Knüpferin oder der Knüpfer führt das Garn von Hand in das Grundgewebe ein und verdichtet auf diese Weise Flor und Muster. Die Knotendichte dieses Teppichs liegt im angegebenen Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Angabe beschreibt die Feinheit der handwerklichen Ausführung, ohne allein über die Wirkung des Designs zu entscheiden.

Bei der Beurteilung eines handgeknüpften Teppichs gehören Material, Flor, Knüpfdichte und Verarbeitung zusammen. Bei diesem Stück treffen die widerstandsfähige Wolle, der weiche Flor und die traditionelle Handarbeit aufeinander. Der dokumentierte Zustand ist sehr gut.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im Nordwesten Persiens und ist als bedeutende Teppichregion bekannt. Die Bezeichnung Hamadan verweist dabei auf eine weit gefächerte regionale Knüpftradition. Zum Umfeld der Region gehören zahlreiche Teppichknüpfdörfer, unter ihnen Assadabad, Khamseh und Tuyserkan. Jedes dieser Zentren hat eigene handwerkliche Gewohnheiten entwickelt, während die gemeinsame Herkunft in der nordwestpersischen Teppichkultur erkennbar bleibt.

Die Vielfalt der Dörfer ist ein wichtiger Bestandteil der Hamadan-Tradition. Nicht jeder Teppich aus der Region wirkt gleich, denn die Muster werden von den jeweiligen Werkstätten, Familien und lokalen Überlieferungen geprägt. Deshalb steht Hamadan weniger für ein einziges, streng festgelegtes Erscheinungsbild als für eine Gruppe verwandter regionaler Arbeiten. Die handwerkliche Herstellung, die robuste Wolle und die große Bandbreite der Muster verbinden diese unterschiedlichen Ausprägungen.

Persische Teppichtraditionen beruhen auf der Weitergabe von Kenntnissen über Generationen. Dazu gehören der Umgang mit dem Webstuhl, die Vorbereitung des Garns, das Setzen der Knoten und die Gestaltung einer ausgewogenen Fläche. In Hamadan tritt diese Tradition in vielen ländlichen und regionalen Formen auf. Die Teppiche aus den umliegenden Knüpforten sind deshalb zugleich Gebrauchsgegenstände und Zeugnisse einer lebendigen textilen Kultur.

Die Herkunft aus Nordwestpersien erklärt auch die Verbindung von zweckmäßiger Verarbeitung und ausdrucksstarker Gestaltung. Teppiche wurden in der Region für den täglichen Gebrauch gefertigt, mussten also belastbar sein und sich in unterschiedliche Räume einfügen. Die Verwendung widerstandsfähiger Wolle entspricht diesem handwerklichen Anspruch. Gleichzeitig bot die Mustertradition genügend Raum für geometrische Ordnungen, florale Elemente und individuelle Varianten.

Hamadan wird häufig gemeinsam mit anderen bekannten persischen Teppichregionen betrachtet. Tabriz ist für filigrane Muster und hochwertige Verarbeitung bekannt, während Nain mit zarten Farben und eleganten Designs verbunden wird. Auch Bijar und Kashan besitzen eigenständige Knüpftraditionen. Diese Namen bezeichnen jeweils eigene regionale Prägungen; sie verändern nicht die Herkunft dieses Stücks aus Hamadan.

Die regionale Einordnung ist bei persischen Teppichen ein Hinweis auf die gewachsene Verbindung von Ort, Handwerk und Gestaltung. Bei einem Hamadan-Teppich steht daher nicht nur die Stadtbezeichnung im Vordergrund, sondern das Netzwerk der umliegenden Dörfer und Werkstätten. Assadabad, Khamseh und Tuyserkan machen sichtbar, wie breit die Produktionslandschaft der Region ist. Aus dieser Vielfalt erklärt sich, weshalb Hamadan-Teppiche in unterschiedlichen Mustervarianten angeboten werden.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als vielfältig beschrieben. Hamadan-Teppiche können traditionelle Zeichnungen ebenso aufnehmen wie modernere Interpretationen. Diese Bandbreite ist typisch für eine Region, in der zahlreiche Knüpforte mit eigenen Vorlagen und überlieferten Gestaltungsformen arbeiten. Das Design ist daher nicht auf ein einzelnes Medaillon, eine bestimmte Bordüre oder eine einzige Komposition festgelegt.

Zu den beschriebenen Gestaltungselementen der Hamadan-Tradition gehören komplexe geometrische Muster und florale Motive. Geometrische Formen geben der Fläche eine klare Ordnung. Sie können als wiederkehrende Felder, Linien oder miteinander verbundene Ornamente erscheinen. Florale Motive ergänzen diese Struktur durch Blüten, Blätter und pflanzlich anmutende Formen. Je nach Werkstatt können beide Gestaltungsarten unterschiedlich gewichtet sein.

Auch die Farbwelt gehört zur regionalen Mustertradition. Für Hamadan-Teppiche werden warme Rottöne, sanfte Blautöne und erdige Töne beschrieben. Diese Farbfamilien können miteinander harmonieren und dem Muster eine ausgewogene Wirkung geben. Die Farbangaben beschreiben die typische Palette der im Ausgangstext genannten Hamadan-Teppiche; sie ersetzen keine genaue Farbbeschreibung jedes einzelnen Details dieses Exemplars.

Traditionelle Muster sind in der persischen Teppichkunst nicht bloß dekorative Wiederholungen. Sie ordnen die Fläche, führen den Blick und verbinden zentrale Felder mit Bordüren und Randzonen. Ein florales Motiv kann dabei frei und ornamental wirken, während eine geometrische Struktur für Rhythmus und Klarheit sorgt. Bei regionalen Teppichen entsteht die Wirkung aus dem Zusammenspiel von Zeichnung, Farbe und der handwerklichen Ausführung.

Die Vielfalt der Designs hängt auch mit der Geschichte der Musterweitergabe zusammen. Vorlagen werden innerhalb von Werkstätten und Familien verändert, vereinfacht oder neu kombiniert. Dadurch können verwandte Motive in unterschiedlichen Orten der Hamadan-Region verschieden erscheinen. Eine solche Variation ist kein Widerspruch zur regionalen Zuordnung, sondern ein Merkmal der lebendigen Knüpfkultur.

Hamadan-Teppiche werden außerdem mit Motiven verbunden, die einen Bezug zur kulturellen Identität ihrer Herkunftsregion herstellen. Dabei muss ein einzelnes Muster nicht als wörtliche Darstellung einer Geschichte gelesen werden. Vielmehr erzählen Farbwahl, Ornamentik und Komposition von den gestalterischen Gewohnheiten der Menschen, die in der Region Teppiche knüpfen. Das Muster dieses Stücks steht innerhalb dieser ausdrücklich vielfältigen Designtradition.

Die Bezeichnung Hamadan ist somit kein Versprechen einer bestimmten Einzelzeichnung. Sie ordnet den Teppich einer regionalen Schule mit zahlreichen Ausprägungen zu. Das macht die Musterwelt nachvollziehbar: Traditionelle Formen können neben zeitgemäßen Varianten stehen, geometrische und florale Elemente können sich verbinden, und warme Rot-, sanfte Blau- sowie erdige Töne können gemeinsam eingesetzt werden.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Herstellung, die widerstandsfähige Wolle und der weiche Flor. Hinzu kommt die große Designvielfalt, die für Hamadan-Teppiche beschrieben wird. Der Zustand ist sehr gut. Die Kombination aus praktischer Materialeigenschaft und regional geprägter Gestaltung macht den Teppich als persisches Handwerksstück einordbar.

Wolle ist von Natur aus schmutzabweisend und für ihre Widerstandsfähigkeit bekannt. Das erleichtert die Pflege im Alltag, ersetzt aber keine regelmäßige Reinigung. Der Teppich sollte schonend abgesaugt und bei Bedarf professionell gereinigt werden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst nicht ausbleichen.

Die Knüpfdichte gehört ebenfalls zu den angegebenen Eigenschaften. Sie liegt in einem Bereich von 100.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter und verweist auf eine differenzierte handwerkliche Ausführung. Gemeinsam mit dem weichen Flor und der robusten Wolle prägt sie den Charakter dieses Hamadan-Teppichs.

FAQ

Wie pflege ich meinen Hamadan-Teppich richtig?

Regelmäßiges, vorsichtiges Absaugen entfernt losen Staub und hält den Flor sauber. Bei stärkerem Reinigungsbedarf sollte der Teppich professionell gereinigt werden, da eine fachgerechte Behandlung die Wolle und die Knüpfung schont. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, damit die Farben nicht ausbleichen. Die natürliche Schmutzabweisung der Wolle erleichtert die Pflege, macht eine achtsame Behandlung aber nicht überflüssig. Verschüttete Flüssigkeiten sollten zeitnah und ohne starkes Reiben aufgenommen werden.

Welches Material wird für die Herstellung von Hamadan-Teppichen verwendet?

Dieses Stück besteht aus widerstandsfähiger Wolle und besitzt einen weichen Wollflor. Wolle wird bei Hamadan-Teppichen wegen ihrer Robustheit und ihres angenehmen Laufgefühls geschätzt. Einige Hamadan-Teppiche können auch Seidenanteile enthalten, die für zusätzlichen Glanz sorgen. Für dieses Exemplar ist jedoch Wolle als Material angegeben; ein Seidenanteil ist nicht ausgewiesen.

Was macht Hamadan-Teppiche einzigartig?

Ihre Besonderheit liegt in der Verbindung von regionaler Handarbeit, widerstandsfähiger Wolle, hoher Knotendichte und vielfältigen Designs. Hamadan steht für eine große Zahl von Knüpforten, darunter Assadabad, Khamseh und Tuyserkan. Dadurch entstehen unterschiedliche traditionelle Muster und modernere Interpretationen. Geometrische und florale Motive sowie warme Rot-, sanfte Blau- und erdige Töne gehören zur beschriebenen Gestaltungstradition. Jedes Stück verweist auf die Region und die Handwerker, die es gefertigt haben.

Zusätzliche Informationen
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