Perserteppich Hamadan 144 x 110 cm Wolle handgeknüpft

746$

Handgeknüpfter Hamadan Perserteppich | Knotendichte: 200.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Wolle | Größe: 144 x 110 cm | Muster: Traditionelles geometrisches Design | Zustand: Gut erhalten

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Inventarnummer: 34526908

Beschreibung

Hamadan Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Hamadan Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus 100% Wolle. Die Handknüpftechnik gehört zu den aufwendigsten traditionellen Verfahren der Teppichherstellung. Dabei wird das Muster Knoten für Knoten aufgebaut. Jede Reihe entsteht durch eine Folge einzelner Arbeitsgänge, bis sich aus den farbigen Knoten eine geschlossene textile Fläche bildet. Anders als bei einem maschinell gefertigten Teppich entsteht so ein Einzelstück mit der für handgeknüpfte Teppiche typischen individuellen Ausführung.

Die angegebene Knotendichte beträgt 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und gibt einen Hinweis auf die Ausarbeitung des Musters. Sie ist nicht mit der bloßen Stärke oder dem Gewicht eines Teppichs gleichzusetzen. Bei einem geometrischen Design unterstützt eine klar erkennbare Knotenanordnung die präzise Ausführung von Linien, Winkeln und wiederkehrenden Formen.

Wolle ist seit Jahrhunderten ein wichtiges Material der orientalischen Teppichherstellung. Als natürliche Faser wird sie traditionell wegen ihrer textilen Belastbarkeit und ihrer angenehmen Haptik eingesetzt. Im Flor sorgt sie für eine griffige Oberfläche und eine sichtbare Tiefe der geknüpften Struktur. Die Eigenschaften der Wolle verbinden die dekorative Wirkung des Musters mit der praktischen Funktion eines textilen Bodenbelags. Bei diesem Teppich ist ausschließlich 100% Wolle als Flor angegeben; weitere Materialangaben werden nicht gemacht.

Die handwerkliche Herstellung macht jedes Exemplar unverwechselbar. Kleine Unterschiede in der Spannung, in der Anordnung einzelner Knoten oder in der Wirkung der Farben sind bei handgeknüpften Teppichen Teil des Herstellungsprozesses. Sie unterscheiden ein handgefertigtes Einzelstück von einem industriell vollkommen gleichförmigen Produkt. Bei diesem Teppich kommen die handgeknüpfte Ausführung, der Wollflor und die ausgewiesene Knotendichte zusammen.

Herkunft und Tradition

Hamadan liegt im westlichen Iran und gehört zu den bekannten Teppichregionen Persiens. Der Name steht sowohl für die Stadt als auch für ein weit gefasstes Gebiet mit zahlreichen Orten, in denen über lange Zeit Teppiche geknüpft wurden. In dieser Region entwickelte sich eine vielseitige Tradition, die von städtischen Werkstätten ebenso geprägt wurde wie von dörflichen und ländlichen Arbeitsweisen. Deshalb kann die Bezeichnung Hamadan unterschiedliche Ausprägungen innerhalb einer gemeinsamen regionalen Formensprache umfassen.

Die Teppichkultur von Hamadan ist eng mit der Geschichte des westlichen Iran verbunden. Die Region liegt an wichtigen historischen Verkehrswegen und war über Jahrhunderte ein Ort des Austauschs zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Handwerkstraditionen. Solche Verbindungen spiegeln sich in den regionalen Teppichen oft in einer Mischung aus klaren geometrischen Formen, stilisierten Pflanzenmotiven und wiederkehrenden Bordüren. Die Muster werden nicht ausschließlich nach einem einzigen festen Schema gestaltet, sondern können je nach Ort und Werkstatt unterschiedlich interpretiert werden.

Hamadan-Teppiche werden häufig mit einer robusten, gut lesbaren Gestaltung verbunden. In vielen regionalen Arbeiten stehen einzelne Medaillons, Rauten, Hakenformen oder gereihte geometrische Elemente im Mittelpunkt. Ebenso typisch ist die Bedeutung der Bordüre: Mehrere Rahmen können das Mittelfeld ordnen und den Blick auf die zentrale Komposition lenken. Diese Struktur ist nicht nur dekorativ. Sie erleichtert auch die Überlieferung von Mustern, die von Knüpferinnen und Knüpfern aufgenommen, angepasst und weitergegeben werden.

Die persische Knüpfkunst entstand nicht an einem einzigen Ort und blieb nie auf eine einzige Stilrichtung beschränkt. Jede Region entwickelte eigene Vorlieben für Proportionen, Ornamentik, Farbstellung und Materialeinsatz. Hamadan nimmt innerhalb dieser Vielfalt eine eigenständige Rolle ein. Regionale Teppiche aus dem westlichen Iran zeigen, wie traditionelle Muster in unterschiedlichen Größen, mit variierenden Rapporten und in einer jeweils eigenen handwerklichen Ausführung umgesetzt werden können.

Bei der Herstellung eines handgeknüpften Teppichs dient eine gespannte Kette als Grundlage für die späteren Knoten. Schussfäden sichern die Arbeitsreihen, während der Flor aus den farbigen Knoten aufgebaut wird. Nach und nach wächst das Muster über die gesamte Fläche. Die Arbeit verlangt Konzentration, ein gutes Gedächtnis für die Ornamentfolge und Erfahrung im Umgang mit Spannung und Material. Gerade bei geometrischen Mustern müssen Linien und Wiederholungen über viele Reihen hinweg in einem zusammenhängenden Verhältnis bleiben.

Die Tradition aus Hamadan steht damit für eine regionale Form persischer Teppichkunst, in der Gebrauchstauglichkeit und ornamentale Ordnung miteinander verbunden werden. Ein solcher Teppich ist nicht bloß ein beliebig bedrucktes Textil. Seine Gestaltung entsteht aus der Verbindung von überliefertem Musterwissen, manueller Arbeit und der Eigenart des verwendeten Materials. Die Bezeichnung Hamadan verweist auf diese Herkunft aus dem Iran und auf den kulturellen Zusammenhang, in dem das Stück gefertigt wurde.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als traditionelles geometrisches Design beschrieben. Geometrische persische Muster arbeiten mit klaren Konturen, gegliederten Flächen und wiederkehrenden Formen. Rauten, Vielecke, gezackte Linien, Hakenmotive und stilisierte Pflanzenformen können in solchen Kompositionen miteinander verbunden werden. Welche Motive tatsächlich verwendet werden und wie sie angeordnet sind, hängt von der jeweiligen regionalen Vorlage und ihrer handwerklichen Umsetzung ab. Für diesen Teppich ist die geometrische Gesamtwirkung als bestimmendes Gestaltungselement angegeben.

Ein geometrisches Design beruht auf Wiederholung und Rhythmus. Einzelne Formen können sich in Reihen fortsetzen, ein Mittelfeld strukturieren oder in den Bordüren wiederkehren. Durch die Aneinanderreihung entstehen Orientierungslinien, die dem Muster Ordnung geben. Die Knoten bilden dabei keine aufgedruckten Linien, sondern setzen die Zeichnung aus vielen kleinen Farbpunkten zusammen. Die Handarbeit lässt die Formen als zusammenhängende Komposition erscheinen, während aus der Nähe die textile Konstruktion erkennbar bleibt.

Traditionelle persische Teppichmuster sind häufig aus mehreren Ebenen aufgebaut. Ein zentrales Feld kann von einer oder mehreren Bordüren eingefasst werden. Zwischen den größeren Ornamenten finden sich je nach Entwurf kleinere Füllmotive, die freie Flächen ausgleichen und den Übergang zwischen verschiedenen Musterzonen herstellen. Bei einer geometrischen Gestaltung ist die Balance zwischen Wiederholung, Kontrast und Zwischenraum besonders wichtig. Sie sorgt dafür, dass die Motive auch über die gesamte Teppichfläche hinweg klar erkennbar bleiben.

Die Bezeichnung geometrisch bedeutet nicht, dass ein Muster leblos oder streng technisch wirken muss. In der persischen Ornamenttradition werden Naturformen oft vereinfacht, gebrochen oder in regelmäßige Grundformen übertragen. Blätter, Blüten, Ranken oder Tiere können dadurch als stilisierte Zeichen erscheinen. Auch die geometrischen Formen eines Hamadan-Teppichs können auf lange überlieferten Bildmotiven beruhen, ohne eine naturalistische Darstellung anzustreben. Die Wirkung entsteht aus der Reduktion, der Wiederholung und dem Zusammenspiel der einzelnen Zeichen.

Die im Ausgangstext genannten Farbwelten reichen von tiefen Rottönen über sanfte Blautöne bis zu natürlichen Erdtönen. Solche Farbbereiche gehören zu den vertrauten Ausdrucksmitteln persischer Teppiche. Rot kann ein Mittelfeld oder eine Bordüre optisch zusammenhalten, Blau setzt häufig einen ruhigeren Gegenpol, während erdige Nuancen die Verbindung zwischen den verschiedenen Musterflächen unterstützen. Entscheidend ist nicht die einzelne Farbe, sondern ihr Verhältnis zu den benachbarten Tönen und zur Dichte der Ornamentik.

Bei handgeknüpften Teppichen verändert sich die Farbwahrnehmung je nach Blickrichtung, Lichteinfall und Florlage. Die Oberfläche kann dadurch innerhalb eines Farbtons unterschiedlich erscheinen. Dieser textile Wechsel ist eine Folge der aufgerichteten und geknüpften Wollfasern und nicht mit einem gedruckten Farbverlauf gleichzusetzen. Zusammen mit der geometrischen Zeichnung entsteht eine Gestaltung, die aus der Nähe viele kleine Arbeitsschritte erkennen lässt und aus größerer Entfernung als geordnetes Gesamtbild wirkt.

Das traditionelle Design verbindet somit eine überlieferte persische Formensprache mit einer klaren regionalen Anmutung. Der Teppich muss dabei nicht auf eine einzige historische Vorlage reduziert werden. Regionale Muster werden seit Generationen weitergegeben und zugleich in Details verändert. Genau diese Verbindung von Wiedererkennung und individueller Ausführung ist ein wesentlicher Bestandteil der persischen Teppichkultur.

Besonderheiten

Zu den festgehaltenen Merkmalen dieses Teppichs gehören die Herkunft aus Iran, die Zuordnung zu Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus 100% Wolle und die Knotendichte von 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommt das traditionelle geometrische Design. Diese Angaben beschreiben Material, Herstellung und Gestaltung des einzelnen Stücks, ohne darüber hinausgehende Eigenschaften vorauszusetzen.

Der Teppich ist als gut erhalten angegeben. Damit wird sein Erhaltungszustand zusammenfassend beschrieben. Eine detaillierte Aufstellung einzelner Gebrauchsspuren, Reparaturen oder Restaurierungen liegt nicht vor. Die Bezeichnung sollte deshalb als allgemeine Zustandsangabe verstanden werden und nicht als Behauptung über bestimmte, nicht genannte Details.

Als handgeknüpftes Einzelstück verbindet der Teppich eine klar benannte regionale Herkunft mit traditioneller Ornamentik. Die Wolle bildet den Flor, während die geometrische Gestaltung die visuelle Ordnung bestimmt. Gemeinsam mit der ausgewiesenen Knotendichte ergibt sich ein nachvollziehbares Profil dieses Hamadan Perserteppichs.

FAQ

Wie pflege ich einen handgeknüpften Wollteppich?

Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Absaugen. Dabei sollte eine Einstellung gewählt werden, die den Flor nicht unnötig belastet. Gelegentliches Ausklopfen kann Staub lösen, sofern dies materialgerecht und vorsichtig geschieht. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil Farben dadurch mit der Zeit ausbleichen können. Bei Flecken ist es sinnvoll, nicht stark zu reiben und keine ungeeigneten Haushaltsmittel einzusetzen. Je nach Art des Flecks kommen ein spezieller Teppichreiniger oder eine professionelle Reinigung infrage. Bei handgeknüpften Wollteppichen sollte die Behandlung immer an der Faser und an der Färbung orientiert werden.

Was zeichnet einen Hamadan Perserteppich aus?

Ein Hamadan Perserteppich gehört zur persischen Teppichtradition des westlichen Iran. Charakteristisch für die regionale Formensprache sind häufig klar gegliederte, geometrische Kompositionen, wiederkehrende Bordüren und stilisierte Ornamente. Die konkrete Ausführung kann zwischen verschiedenen Orten und Werkstätten variieren. Bei diesem Stück kommen die Zuordnung zu Hamadan, die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor und das traditionelle geometrische Design zusammen. Die angegebene Knotendichte macht außerdem sichtbar, dass die Musterung aus einer großen Zahl einzelner Knoten aufgebaut ist. Wie bei jedem handgeknüpften Teppich ist jedes Exemplar ein eigenes textiles Einzelstück.

Woran erkennt man die Herkunft eines Perserteppichs?

Die Herkunft wird bei einem Teppich durch die verfügbare Produktinformation und durch die Einordnung in eine regionale Knüpftradition bestimmt. Hier ist Hamadan als Herkunftsbezeichnung genannt und Iran als Ursprungsland angegeben. Für eine fachliche Beurteilung können zusätzlich Musteraufbau, Bordüren, Farbgestaltung, Knüpftechnik und verwendete Materialien betrachtet werden. Kein einzelnes Ornament beweist jedoch für sich allein eine bestimmte Herkunft, da Motive zwischen Regionen weitergegeben und adaptiert werden. Bei einem Kauf sollten deshalb die Angaben zur Provenienz mit der sichtbaren Ausführung und, falls vorhanden, mit Fachunterlagen oder einem Zertifikat verglichen werden. Die Bezeichnung Hamadan verweist bei diesem Teppich auf die persische Region und nicht nur auf ein beliebiges Muster.

Zusätzliche Informationen
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