Perserteppich Ghom 155 x 105 cm Schurwolle handgeknüpft

944$

Handgeknüpfter Ghom Perserteppich | Knotendichte: sehr fein | Material: Flor reine Schurwolle und Seide | Größe: 155 x 105 cm | Muster: orientalisch, mehrfarbig | Zustand: neu ohne Etikett

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Inventarnummer: A242E80A

Beschreibung

Ghom Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghom Perserteppich ist handgeknüpft. Als Material werden reine Schurwolle und Seide angegeben; im Titel ist reine Schurwolle ausdrücklich hervorgehoben. Damit verbindet die Materialangabe zwei in der persischen Teppichherstellung etablierte textile Werkstoffe. Die Ausführung ist als sehr fein geknüpft beschrieben. Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Dadurch entsteht die für diese Technik typische direkte Verbindung zwischen Knotenarbeit, Muster und Flor.

Die Florhöhe ist mit 10 bis 12 mm angegeben. Der Flor bezeichnet die sichtbare, aus den Knoten gebildete Oberfläche des Teppichs. Seine Höhe beeinflusst die Haptik und die Wirkung der Farben, ohne allein über die Feinheit eines Teppichs zu entscheiden. Bei diesem Stück treffen der beschriebene Flor, die sehr feine Knotendichte und die handgeknüpfte Ausführung zusammen. Die Fertigung ist somit nicht maschinell, sondern beruht auf einer traditionellen Knotenarbeit.

Reine Schurwolle wird aus neuer Wolle gewonnen und wird bei Teppichen wegen ihrer natürlichen Faserstruktur eingesetzt. Sie kann einen weichen Flor bilden und wird traditionell mit Strapazierfähigkeit verbunden. Seide wird in der Materialangabe ebenfalls genannt. In der Teppichherstellung kann sie für feine, klar abgegrenzte Partien und eine glatte Oberfläche verwendet werden. Für diesen Teppich werden jedoch keine einzelnen Materialanteile, keine Angaben zur Kette und keine gesonderten Faserprozente genannt.

Der Zustand ist als neu ohne Etikett beschrieben. Der Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet. Diese Angabe bezieht sich auf die vorgesehene Nutzung als Bodenbelag und ergänzt die handgeknüpfte Ausführung. Zur Reinigung und Pflege sollte die textile Oberfläche schonend behandelt werden, damit Flor, Farben und Knotenarbeit erhalten bleiben.

Herkunft und Tradition

Ghom, auch unter der Schreibweise Qom bekannt, liegt im Iran und gehört zu den wichtigen Zentren der persischen Teppichherstellung. Die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden Ort der Knüpfkunst, obwohl sie nicht zu den ältesten nomadischen Teppichregionen gezählt wird. Die dort entstandene Tradition ist besonders mit fein ausgearbeiteten Teppichen verbunden. Ghom-Perserteppiche werden häufig wegen ihrer präzisen Zeichnung, ihrer differenzierten Farbgestaltung und ihrer sorgfältigen Ausführung eingeordnet.

Die Herstellung in Ghom steht in der Tradition persischer Werkstattteppiche. Anders als bei vielen nomadischen Knüpfungen arbeiten Werkstätten mit bewusst geplanten Entwürfen, wiederkehrenden Rapporten und einer klar gegliederten Gesamtkomposition. Ein Entwurf kann zunächst auf Papier oder in einem Raster festgelegt werden. Die Knüpfer übertragen die einzelnen Farbfelder und Linien anschließend Knoten für Knoten in den Teppich. So lassen sich auch kleine florale Details, geschwungene Linien und geometrische Abgrenzungen kontrolliert ausführen.

Die persische Teppichkultur entwickelte sich über Jahrhunderte aus verschiedenen regionalen, höfischen und handwerklichen Einflüssen. Ghom nahm innerhalb dieser Entwicklung eine eigene Stellung ein. Die dortigen Teppiche sind für eine feine, oft sehr detaillierte Bildsprache bekannt. In vielen Entwürfen werden florale Motive mit Medaillons, Ranken, Borten oder geometrischen Ordnungen verbunden. Je nach Werkstatt und Entwurf kann das Verhältnis zwischen zentraler Fläche, Randbordüre und kleinen Füllmotiven stark variieren.

Die Bezeichnung Ghom beschreibt bei diesem Stück die persische Herkunft. Sie ist nicht mit einem einzelnen Muster gleichzusetzen. Ein Ghom-Teppich kann unterschiedliche Kompositionen aufnehmen, während die regionale Zuordnung auf die iranische Tradition der Herstellung verweist. Der Begriff Perserteppich bezeichnet hier daher sowohl die Herkunft aus dem Iran als auch die Einordnung in die persische Knüpftradition.

Handgeknüpfte Teppiche werden in persischen Werkstätten mit einem Knüpfstuhl, Kettfäden und einem Schussaufbau gefertigt. Nach jeder Knotenreihe wird das Gewebe verdichtet und die Oberfläche später durch Scheren ausgearbeitet. Die sehr feine Knotendichte ermöglicht eine kontrollierte Wiedergabe komplexer Zeichnungen. Sie ist ein technisches Merkmal und nicht automatisch eine Aussage über das Alter oder den Wert eines einzelnen Teppichs. Bei diesem Exemplar ist zusätzlich festgehalten, dass es neu ohne Etikett ist.

Design und Muster

Das Muster ist als orientalisch beschrieben, der Stil als traditionell persisch und orientalisch. Die Farbgebung ist mehrfarbig. Diese Angaben bestimmen die gestalterische Einordnung dieses Teppichs, ohne eine einzelne Farbfamilie oder ein bestimmtes Leitmotiv festzulegen. Ein mehrfarbiger persischer Entwurf kann verschiedene Farbtöne in einer zentralen Fläche, in Bordüren und in kleinen Ornamenten zusammenführen.

Ghom-Entwürfe sind in der persischen Tradition häufig auf eine ausgewogene Ordnung ausgerichtet. Ein Medaillon kann den Mittelpunkt bilden, während Ranken, Blüten und Blätter die Fläche verbinden. Andere Kompositionen setzen auf ein durchgehendes Muster, eine Gebetsnische oder eine streng geometrische Gliederung. Florale Zeichnungen können dabei mit geraden Achsen, wiederholten Formen und fein gesetzten Konturen kombiniert werden. Diese Verbindung von organischen und geometrischen Elementen gehört zum allgemeinen Formenvokabular persischer Teppiche.

Bei einem orientalischen Muster entsteht die Wirkung nicht nur durch einzelne Motive, sondern auch durch deren Verhältnis zueinander. Die Bordüre rahmt die Hauptfläche und kann den Übergang zwischen Rand und Zentrum strukturieren. Nebenbordüren schaffen zusätzliche Linien und wiederholen oft Teile der Hauptzeichnung in vereinfachter Form. Kleine Füllmotive verhindern in vielen Entwürfen große ungestaltete Flächen und geben dem Muster eine gleichmäßige Dichte.

Die Tradition persischer Muster arbeitet mit Spiegelungen, Wiederholungen und rhythmischen Abfolgen. Eine symmetrische Anlage kann dem Teppich eine klare Mitte geben. Ein Rapport dagegen wiederholt ein Motiv über die Fläche, sodass kein einzelner Mittelpunkt erforderlich ist. Bei Ghom werden solche Ordnungen häufig mit feinen Linien und detaillierten floralen Formen verbunden. Die sehr feine Knüpfung eignet sich grundsätzlich dazu, Konturen und kleine Musterbestandteile deutlich auszuarbeiten; bei diesem Teppich ist die Knüpfdichte ausdrücklich als sehr fein bezeichnet.

Die mehrfarbige Gestaltung lässt die einzelnen Bereiche eines Musters voneinander unterscheiden. Farbe kann eine Bordüre absetzen, eine Blüte hervorheben oder die Tiefenwirkung einer Ranke verändern. In der persischen Ornamentik werden Farbtöne außerdem genutzt, um Vordergrund und Hintergrund zu ordnen. Welche konkreten Farben an welcher Stelle verwendet sind, wird für dieses Stück nicht einzeln aufgeschlüsselt. Festgehalten ist lediglich die mehrfarbige Ausführung und die orientalische Musterung.

Der dekorative Charakter ergibt sich aus der Verbindung von traditionell persisch-orientalischem Stil, mehrfarbiger Gestaltung und der auf feine Zeichnung ausgerichteten Ghom-Tradition. Das Design lässt sich deshalb in klassische wie auch in zeitgenössisch eingerichtete Räume einordnen, ohne dass daraus eine bestimmte Raumwirkung oder eine konkrete Einrichtungssituation abgeleitet werden muss.

Besonderheiten

Zu den ausdrücklich genannten Besonderheiten gehören die sehr feine Knotendichte, die handgeknüpfte Herstellung, die Florhöhe von 10 bis 12 mm und die Eignung für Fußbodenheizung. Der Teppich wird als hochwertiger Ghom Perserteppich bezeichnet und ist neu ohne Etikett. Die Materialangabe nennt reine Schurwolle und Seide, während der Titel reine Schurwolle hervorhebt.

Die Bezeichnung „ohne Etikett“ beschreibt den überlieferten Zustand und ist nicht mit einer Aussage über die Herkunft gleichzusetzen. Die Herkunft ist mit Ghom beziehungsweise Persien angegeben. Eine Signatur, ein Herstellungsjahr, ein Alter, eine Restaurierung oder eine spezielle Provenienz werden nicht genannt. Ebenso liegen keine Angaben zu exakten Knoten pro Quadratmeter, zur Kette oder zu einem bestimmten Meister vor.

Für die Nutzung ist festgehalten, dass der Teppich für Fußbodenheizung geeignet ist. Wie bei jedem handgeknüpften Woll- oder Seidenteppich sollte die Pflege regelmäßig und schonend erfolgen. Staub kann vorsichtig entfernt werden. Flüssigkeiten sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft und nicht kräftig gerieben werden. Bei einer stärkeren Verschmutzung ist eine fachgerechte Teppichreinigung sinnvoll.

FAQ

Wie pflege ich meinen Ghom Perserteppich richtig?

Regelmäßiges, vorsichtiges Staubsaugen hilft, losen Staub und Schmutz aus dem Flor zu entfernen. Die Oberfläche sollte dabei nicht unnötig stark belastet werden. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, weil sie Farben mit der Zeit verändern kann. Bei einem Fleck wird die Flüssigkeit am besten sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft. Reiben kann den Flor und die Farbwirkung beeinträchtigen. Für eine gründliche oder schwierige Reinigung empfiehlt sich ein Fachbetrieb, der Erfahrung mit handgeknüpften Teppichen aus Schurwolle und Seide hat.

Für welche Räume eignet sich ein Ghom Perserteppich?

Der Teppich kann in Wohnzimmern, Schlafzimmern, Esszimmern und Eingangsbereichen eingesetzt werden. Seine Einordnung als traditionell persisch und orientalisch sowie die mehrfarbige Gestaltung lässt verschiedene klassische und moderne Einrichtungskonzepte zu. Da er für Fußbodenheizung geeignet ist, kann er auch auf entsprechend beheizten Böden verwendet werden. Die konkrete Eignung eines Raumes hängt zusätzlich von der dortigen Nutzung, der Platzierung und der regelmäßigen Pflege ab.

Kann der Teppich Allergien auslösen?

Der Teppich besteht laut Materialangabe aus reiner Schurwolle und Seide. Schurwolle gilt im Allgemeinen als hypoallergen, dennoch können besonders empfindliche Personen auf Staub oder textile Fasern reagieren. Regelmäßiges, schonendes Reinigen hilft, Staub und mögliche Allergene zu reduzieren. Bei einer bekannten oder starken Allergie sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob die verwendeten Materialien vertragen werden. Eine medizinische Beurteilung kann durch die Teppichbeschreibung nicht ersetzt werden.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

Material

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