Perserteppich Gabbeh Loribaft 196×152 cm Schurwolle handgeknüpft

2466$

Handgeknüpfter Gabbeh Loribaft Perserteppich | Knotendichte: 300.000 Knoten/m² | Material: Flor 100% Schurwolle, handgesponnen und handgefärbt | Größe: 196 x 152 cm | Muster: Lebensbaum | Zustand: Neu, perfekt

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Inventarnummer: 606CFBB6

Beschreibung

Gabbeh Loribaft Perserteppich

Material und Verarbeitung

Der Gabbeh Loribaft ist aus 100% Schurwolle gefertigt. Die Wolle ist handgesponnen und handgefärbt. Dadurch bleibt die natürliche Herkunft des Materials in der Verarbeitung erkennbar: Vom Spinnen des Garns bis zur Färbung erfolgt die Vorbereitung in Handarbeit. Schurwolle wird bei Gabbeh-Teppichen traditionell wegen ihrer angenehmen Haptik und ihrer Eignung für einen dicht gearbeiteten Flor verwendet. Sie bringt eine griffige, zugleich weiche Oberfläche hervor und unterstützt den wohnlichen Charakter dieses Teppichtyps.

Der Teppich ist handgeknüpft. Bei dieser Technik wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingearbeitet. Reihe für Reihe entsteht so eine zusammenhängende Fläche, während das Muster unmittelbar während des Knüpfens aufgebaut wird. Die handgeknüpfte Herstellung unterscheidet sich vom maschinellen Weben durch die individuelle Arbeit am einzelnen Knoten. Kleine Abweichungen in Linien, Flächen und Farbverläufen gehören bei handgefertigten Teppichen zum Erscheinungsbild und zeigen die textile Entstehung des Stücks.

Die angegebene Knotendichte beträgt 300.000 Knoten pro Quadratmeter. Sie steht für eine eng gesetzte Knüpfung, in der die Gestaltung klar ausgearbeitet werden kann. Bei einem Gabbeh Loribaft verbindet sich diese dichte Ausführung mit der charakteristischen Wirkung handgesponnener und handgefärbter Schurwolle. Das Ergebnis ist ein Teppich, bei dem Material, Handarbeit und Muster als zusammengehörige Bestandteile sichtbar werden.

Herkunft und Tradition

Der Perserteppich stammt aus Persien. Persien gehört zu den historischen Zentren der Teppichkunst, in denen das Knüpfen über viele Generationen hinweg als textile Handarbeit weitergegeben wurde. Ein Teppich entsteht dort nicht allein aus einem dekorativen Entwurf. Er verbindet die Auswahl und Vorbereitung der Wolle, die Herstellung des Garns, die Färbung und das systematische Knüpfen zu einem handwerklichen Ablauf. Diese Verbindung von Materialwissen und Gestaltung prägt die persische Teppichtradition bis heute.

Gabbeh-Teppiche werden besonders mit den ländlichen und nomadisch geprägten Webtraditionen des südwestlichen Iran in Verbindung gebracht. Häufig wird dabei die Region Fars genannt. Gabbeh steht in diesem Zusammenhang für eine bodenständige Form der Teppichgestaltung, bei der klare Flächen, einfache Figuren und eine unmittelbar verständliche Bildsprache eine wichtige Rolle spielen. Die Teppiche wurden als Gebrauchsgegenstände gefertigt und konnten zugleich persönliche Vorstellungen, Beobachtungen aus dem Alltag und Motive aus der Natur aufnehmen.

Die Bezeichnung Loribaft verweist auf eine Gabbeh-Tradition, die den handwerklichen Charakter des Teppichs besonders deutlich macht. Bei solchen Arbeiten stehen die sorgfältige Knüpfung, das haptische Wollmaterial und die eigenständige Zeichnung im Vordergrund. Ein Loribaft wird nicht durch eine vollkommen gleichförmige industrielle Oberfläche definiert, sondern durch die Verbindung von strukturierter Handarbeit und einer reduzierten, oft symbolisch lesbaren Gestaltung. Die Benennung beschreibt damit einen Teppichtyp und keine zusätzliche Aussage über die konkrete Herkunft dieses einzelnen Stücks.

In der persischen Knüpfkunst werden textile Muster häufig aus dem Lebensumfeld der Knüpfer entwickelt. Pflanzen, Tiere, Menschen, Wege, Zelte und geometrische Ordnungen können in vereinfachter Form erscheinen. Diese Vereinfachung ist kein Mangel an Detail, sondern eine eigene gestalterische Sprache. Sie macht ein Motiv auch auf einer klar gegliederten Fläche lesbar und lässt Raum für unterschiedliche Ausführungen. Bei Gabbeh-Arbeiten wird die Gestaltung traditionell nicht von einer streng standardisierten Wiederholung bestimmt; vielmehr kann die Handarbeit jedem Teppich eine eigene Ausprägung geben.

Die Weitergabe dieser Tradition erfolgt über praktische Erfahrung. Kenntnisse über Wolle, Garnspannung, Färbung, Knüpfrhythmus und Musteraufbau werden im Arbeitsprozess miteinander verbunden. Handgesponnenes Garn kann dabei eine lebendige Oberfläche erzeugen, weil seine Struktur nicht vollkommen uniform ist. Handgefärbte Wolle trägt zusätzlich dazu bei, dass Farbtöne innerhalb einer Fläche textile Tiefe entwickeln können. Diese allgemeinen Merkmale der Gabbeh- und Loribaft-Tradition erklären die Verbindung aus einfacher Form, natürlichem Material und sichtbarer Handarbeit.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist als Lebensbaum angegeben. Der Lebensbaum gehört zu den weit verbreiteten Bildmotiven der orientalischen und persischen Textilkunst. Seine Grundidee verbindet Wurzeln, Stamm, Äste und Blätter zu einem Zeichen für Wachstum, Verbindung und die Beziehung zwischen Erde und Himmel. In Teppichen wird dieses Motiv nicht immer botanisch genau dargestellt. Es kann stark vereinfacht, geometrisch geordnet oder als symmetrische zentrale Form aufgebaut sein.

Bei Gabbeh-Mustern wird ein Motiv häufig auf wenige wesentliche Linien und Flächen konzentriert. Der Lebensbaum kann dadurch eine deutliche Kontur erhalten, ohne dass seine Wirkung von einer Vielzahl kleiner Ornamente abhängt. Die reduzierte Zeichnung lässt die Grundform hervortreten und stellt sie in einen direkten Bezug zur umgebenden Teppichfläche. Je nach handwerklicher Ausführung können Äste, Blätter oder Verzweigungen unterschiedlich rhythmisch angeordnet sein. Diese Art der Vereinfachung gehört zur allgemeinen Bildsprache des Gabbeh.

Der Lebensbaum ist zugleich ein Beispiel dafür, wie Naturmotive in der persischen Teppichkunst in textile Zeichen übersetzt werden. Nicht die naturgetreue Wiedergabe eines bestimmten Baumes steht im Mittelpunkt, sondern die erkennbare Ordnung des Motivs. Ein Stamm kann als vertikale Achse erscheinen, während seitliche Verzweigungen die Fläche ausbalancieren. Blätter können als Rauten, kleine Flächen oder stilisierte Formen gestaltet sein. So entsteht aus einem Naturbild ein ornamentales Muster, das sich in die Struktur des geknüpften Teppichs einfügt.

Gabbeh-Teppiche sind außerdem für eine Gestaltung bekannt, die mit klaren Formen und einer gut erfassbaren Komposition arbeitet. Bei einem Lebensbaum-Motiv kann diese Klarheit die zentrale Figur betonen. Das Muster bleibt auch dann verständlich, wenn einzelne Konturen durch die handgeknüpfte Ausführung leicht variieren. Handarbeit und Motiv stehen dadurch nicht im Widerspruch: Die Zeichnung besitzt eine erkennbare Ordnung, während die Ausführung die textile Entstehung sichtbar lässt.

Die Benennung des Musters beschreibt das Motiv dieses Teppichs. Sie macht keine Aussage über eine zusätzliche Provinz oder einen anderen Herstellungsort. Der Teppich bleibt ein Gabbeh Loribaft aus Persien, dessen Gestaltung einen Lebensbaum darstellt. Diese Unterscheidung ist bei orientalischen Teppichen wichtig, weil Musterbezeichnungen, regionale Namen und Herkunftsangaben unterschiedliche Informationen tragen können. Das Muster erklärt die Bildsprache; die Bezeichnung Gabbeh Loribaft ordnet den Teppich dem entsprechenden Typ zu.

In der Einrichtung lässt sich ein Lebensbaum als eigenständiges, klar lesbares Ornament wahrnehmen. Die organische Grundidee des Motivs steht dabei neben der geradlinigen Ordnung des geknüpften Gewebes. Dadurch kann der Teppich sowohl in einer schlichten Umgebung als auch zusammen mit weiteren natürlichen Materialien eingesetzt werden. Diese Aussage bezieht sich auf die allgemeine Wirkung des Motivs und nicht auf eine zusätzliche, nicht angegebene Farb- oder Raumgestaltung dieses einzelnen Stücks.

Besonderheiten

Der Teppich ist neu und in perfektem Zustand. Er hat eine Knotendichte von 300.000 Knoten pro Quadratmeter und eine Dicke von etwa 12 mm. Das Gewicht beträgt etwa 4 kg pro Quadratmeter. Als handgeknüpfter Gabbeh Loribaft aus 100% handgesponnener und handgefärbter Schurwolle verbindet er eine traditionelle Herstellung mit einem klar benannten Lebensbaum-Muster.

Der Teppich ist für Fußbodenheizung geeignet. Für seine Pflege empfiehlt sich regelmäßiges, schonendes Staubsaugen, damit Staub und lose Schmutzpartikel entfernt werden. Flecken sollten vorsichtig mit einem feuchten Tuch und milder Seife behandelt werden. Bei stärkerer Verschmutzung ist eine professionelle Teppichreinigung sinnvoll. Direkte, intensive Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farben möglichst erhalten bleiben.

Wie erkennt man einen authentischen Gabbeh-Teppich?

Ein authentischer Gabbeh-Teppich ist handgeknüpft und zeigt eine klar erkennbare textile Handarbeit. Eine hohe Knotendichte kann ein Hinweis auf eine sorgfältige Ausführung sein. Ebenso wichtig sind natürliche Materialien wie Schafwolle. Unregelmäßigkeiten in Muster und Oberfläche sind bei handgefertigten Arbeiten möglich und können den Herstellungsprozess sichtbar machen. Auch das Gewicht kann als allgemeiner Hinweis dienen, da Gabbeh-Teppiche häufig vergleichsweise schwer gearbeitet sind. Kein einzelnes Merkmal sollte jedoch unabhängig vom Material, der Knüpftechnik und dem gesamten Erscheinungsbild betrachtet werden.

Kann man den Gabbeh Loribaft in allen Räumen nutzen?

Der Gabbeh Loribaft kann in unterschiedlichen Wohnbereichen eingesetzt werden. Seine handgeknüpfte Ausführung und die Schurwolle machen ihn zu einem Teppich für Räume, in denen eine textile und warme Oberfläche gewünscht ist. Dazu können Wohnzimmer, Flure, Schlafzimmer oder Arbeitszimmer gehören. Die konkrete Nutzung sollte sich nach der jeweiligen Belastung, dem Standort und der regelmäßigen Pflege richten. Dieser Teppich ist außerdem für Fußbodenheizung geeignet, sodass auch ein entsprechend ausgestatteter Raum in Betracht kommt.

Wie reinigt man einen Gabbeh-Teppich am besten?

Für die laufende Pflege sollte der Gabbeh-Teppich regelmäßig und schonend abgesaugt werden. Dadurch lassen sich Staub und Schmutzpartikel entfernen, ohne die Oberfläche unnötig zu belasten. Bei einem Fleck kann ein feuchtes Tuch mit milder Seife vorsichtig eingesetzt werden. Starkes Reiben und eine übermäßige Durchfeuchtung sind zu vermeiden. Für eine gründliche Reinigung empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte ebenfalls vermieden werden, da sie das Ausbleichen der Farben begünstigen kann.

Zusätzliche Informationen
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