






Perserteppich Gabbeh 148 x 96 cm Wolle handgeknüpft
657$
Handgeknüpfter Gabbeh Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 148 x 96 cm | Muster: Abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Sehr weich und ideal für Kinderzimmer
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 37F6A660
Beschreibung
Gabbeh Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Gabbeh ist ein handgeknüpfter Perserteppich mit Hochflor. Für den Flor werden handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle verwendet. Die handgesponnenen Fasern geben dem Flor seine weiche, ausgeprägte Oberfläche und unterstützen die typische textile Wirkung eines Gabbeh. Der Teppich besitzt eine Knotendichte von 50.000 bis 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Knotung ist Teil seiner handwerklichen Ausführung und steht in Verbindung mit der klaren, bewusst reduzierten Gestaltung des Gabbeh.
Der Hochflor prägt sowohl das Aussehen als auch die Haptik dieses Teppichs. Er wirkt weich und eignet sich dadurch besonders für ein Kinderzimmer. Die Florstruktur ist deutlich fühlbar und unterscheidet den Gabbeh von flacheren Teppichen mit glatter Oberfläche. Handgeknüpfte Teppiche entstehen Knoten für Knoten; dadurch wird das Muster unmittelbar in die textile Struktur eingearbeitet. Bei diesem Stück treffen diese traditionelle Technik, die handgesponnene Wolle und das abstrakte Design mit großen Farbflächen zusammen.
Wolle wird bei Gabbeh-Teppichen traditionell wegen ihrer widerstandsfähigen und zugleich angenehmen Faser verwendet. Die Schaf- und Ziegenwolle dieses Teppichs verbindet eine natürliche Materialbasis mit dem voluminösen Hochflor. Der Flor kann bis zu 2,5 cm hoch sein. Das erklärt die weiche Oberfläche und die komfortable Wirkung beim Betreten. Die Ausführung bleibt dabei klar und unmittelbar: Material, Knotung und Flor sind nicht nur technische Merkmale, sondern bestimmen den Charakter des Teppichs.
Herkunft und Tradition
Gabbeh-Teppiche stammen aus dem Umfeld nomadischer Bevölkerungsgruppen der Ghashghai in Fars im Süden Irans. Fars gehört zu den wichtigen Landschaften der iranischen Teppichkultur. Die Region ist durch unterschiedliche Lebensräume, Wanderbewegungen und handwerkliche Traditionen geprägt. Bei den Ghashghai war das Teppichknüpfen eng mit dem Alltag verbunden. Teppiche und Textilien wurden für den eigenen Gebrauch hergestellt und mussten zugleich zweckmäßig, tragbar und dauerhaft sein. Aus diesem Zusammenhang entwickelte sich eine Teppichform, deren Gestaltung weniger von höfischer Förmlichkeit als von unmittelbarer, handwerklicher Ausdrucksweise geprägt ist.
Der Begriff Gabbeh bezeichnet eine charakteristische Gruppe persischer Teppiche, die häufig einen kräftigen Flor, eine einfache Komposition und eine reduzierte Zeichensprache miteinander verbinden. Traditionelle Gabbeh wurden von nomadischen Knüpferinnen gefertigt. Die Ausführung konnte sich an den vorhandenen Wollen, Farbstoffen und den persönlichen Vorstellungen der Knüpferin orientieren. Deshalb wirken Gabbeh innerhalb ihrer gemeinsamen Tradition nicht vollkommen einheitlich. Unterschiede in der Wolle, in der Knotung, in der Farbwahl und in der Darstellung gehören zur Entwicklung dieser Teppichform.
Fars liegt im Süden Irans und ist historisch ein Zentrum verschiedener Nomaden- und Siedlungskulturen. Die Ghashghai sind für ihre mobile Lebensweise und für ihre eigenständige Textilkunst bekannt. In einer nomadischen Umgebung mussten Materialien sinnvoll genutzt werden. Wolle war verfügbar, konnte versponnen und zu belastbaren Textilien verarbeitet werden. Diese Nähe zum Material erklärt die natürliche, direkte Wirkung vieler Gabbeh. Die Muster sind nicht darauf ausgerichtet, eine architektonische Fläche mit zahllosen Einzelheiten zu füllen. Stattdessen können wenige Formen, freie Flächen und kräftige Farbbereiche die gesamte Komposition bestimmen.
Die iranische Teppichkunst besitzt eine lange Geschichte, in der sich regionale Techniken und unterschiedliche soziale Zusammenhänge entwickelt haben. Stadtteppiche wurden häufig nach strengeren Entwürfen gearbeitet, während nomadische Teppiche stärker von überlieferten Zeichen, improvisierten Proportionen und der praktischen Erfahrung der Knüpfer geprägt sein konnten. Gabbeh stehen innerhalb dieser Geschichte für eine schlichte, robuste und zugleich bildhafte Richtung. Ihre Wirkung beruht nicht auf einer einzigen verbindlichen Vorlage, sondern auf der Verbindung von Handarbeit, regionaler Überlieferung und persönlicher Gestaltung.
Auch die Nähe zu Shiraz und zur weiteren Region Fars ist für die Einordnung der Gabbeh-Tradition bedeutsam. Shiraz ist ein bekannter Bezugspunkt für die Teppichkultur im Süden Irans, während die Ghashghai ihre eigenen nomadischen Formen und Muster bewahrten. So lassen sich Gabbeh nicht auf ein starres Schema reduzieren. Sie zeigen, wie sich eine textile Tradition über Generationen weiterentwickelt, ohne den Bezug zu Wolle, Handknüpfung und den visuellen Erfahrungen ihrer Herkunftsregion zu verlieren.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Diese Merkmale entsprechen einer Gestaltungsweise, die bei Gabbeh häufig anzutreffen ist: Die Fläche wird nicht mit einem engmaschigen Rapport überzogen, sondern durch wenige gut erkennbare Elemente gegliedert. Große Farbbereiche können Ruhe schaffen, während Figuren und Zeichen der Komposition einen erzählerischen oder spielerischen Akzent geben. Die Gestaltung bleibt dabei offen und unmittelbar lesbar.
Gabbeh-Muster bewegen sich traditionell zwischen geometrischer Vereinfachung und frei wirkenden Figuren. Ein Motiv kann auf ein Tier, einen Menschen, eine Pflanze oder ein Alltagszeichen verweisen, ohne naturalistisch ausgearbeitet zu sein. Die Formen werden häufig auf ihre wesentlichen Linien reduziert. Dadurch erhalten sie eine symbolische Wirkung, die eher über Umriss, Position und Farbe als über feine Details entsteht. Bei einem abstrakten Gabbeh steht nicht die möglichst genaue Darstellung eines Gegenstands im Vordergrund, sondern die Beziehung zwischen Form, Fläche und Rhythmus.
Große Farbflächen sind ein wichtiges Mittel, um die Wirkung eines Gabbeh zu bestimmen. Sie können als ruhige Felder erscheinen oder von einzelnen Figuren unterbrochen werden. Zwischen dicht gesetzten und freien Bereichen entsteht ein wechselnder Rhythmus. Diese Art der Komposition unterscheidet sich von vielen persischen Teppichen mit dicht ausgefülltem Mittelmedaillon, umfangreicher Bordüre und zahlreichen kleinen Blütenmotiven. Beim Gabbeh kann die leere Fläche selbst zu einem wesentlichen Teil des Entwurfs werden.
Die spielerischen Figuren verbinden die schlichte Formensprache mit einer persönlichen Note. In der nomadischen Teppichkunst wurden Zeichen und Motive nicht ausschließlich nach einem zentral vorgegebenen Karton ausgeführt. Überlieferte Vorstellungen, Erinnerungen und die Beobachtung der natürlichen Umgebung konnten in die Gestaltung einfließen. Daraus entstehen Motive, die vertraut wirken, aber nicht immer eindeutig benannt werden müssen. Die Abstraktion lässt Raum für eine eigenständige Betrachtung, ohne den regionalen Charakter der Teppichform aufzugeben.
Gabbeh-Designs können von sehr einfachen geometrischen Formen bis zu stärker gegliederten Szenen reichen. Ihre Farbwirkung reicht traditionell von erdverbundenen Tönen bis zu lebhafteren Nuancen. Bei diesem Teppich stehen große Farbflächen und spielerische Figuren im Mittelpunkt. Die Gestaltung lässt sich deshalb sowohl über ihre klare Flächenaufteilung als auch über ihre figürlichen Elemente erfassen. Der Hochflor verstärkt die textile Tiefe der Farben, weil die Wolle das Licht nicht wie eine glatte Oberfläche reflektiert, sondern eine weichere, bewegte Wirkung erzeugt.
Die Verbindung von reduzierter Zeichnung und handgeknüpfter Struktur macht den Gabbeh zu einer eigenständigen Form innerhalb der persischen Teppichkunst. Er kann mit schlichten Einrichtungen ebenso in Beziehung treten wie mit Räumen, in denen traditionelle Textilien eine Rolle spielen. Diese Einordnung beschreibt die Gestaltungslogik des Typs; das konkrete Stück bleibt durch seine individuelle Knotung, seine Wolle und seine eigene Verteilung der Farbflächen ein Einzelstück.
Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieses Teppichs ist seine sehr weiche Haptik. Sie entsteht aus der Verbindung von handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle mit dem Hochflor. Die Florhöhe kann bis zu 2,5 cm betragen und verleiht der Oberfläche eine deutlich voluminöse Struktur. Zusammen mit dem abstrakten Muster und den spielerischen Figuren ergibt sich ein Teppich, der ausdrücklich als ideal für ein Kinderzimmer beschrieben wird.
Die Pflege eines Hochflor-Wollteppichs umfasst regelmäßiges Absaugen und gelegentliches Ausklopfen. Flecken sollten zeitnah mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Für stärkere oder tiefere Verschmutzungen kann eine professionelle Teppichreinigung eingesetzt werden. Diese Hinweise beziehen sich auf die im Ausgangstext genannte Pflege des Gabbeh und berücksichtigen seine wollene, hochflorige Oberfläche.
Die natürlichen Materialien und die traditionelle Handarbeit gehören ebenfalls zu den genannten Merkmalen des Gabbeh. Seine Herstellung verbindet handgesponnene Wolle mit einer überlieferten Knüpftechnik aus dem Umfeld der Ghashghai in Fars. Dadurch stehen Material, Herkunft und Gestaltung in einem erkennbaren Zusammenhang. Der Teppich ist sehr weich und wird als geeignet für Räume mit Kindern eingeordnet.
FAQ
Wie pflege ich diesen Gabbeh richtig?
Der Teppich sollte regelmäßig abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Partikel nicht dauerhaft im Hochflor sammeln. Gelegentliches Ausklopfen gehört ebenfalls zur empfohlenen Pflege. Bei einem Fleck sollte die Stelle möglichst sofort mit einem feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel behandelt werden. Starkes Reiben ist bei einer wollenen, hochflorigen Oberfläche nicht sinnvoll, weil dadurch die Fasern unnötig belastet werden können. Für tiefere Verschmutzungen ist eine professionelle Teppichreinigung möglich. Die Pflege bleibt damit auf regelmäßige Reinigung, vorsichtige Fleckbehandlung und bei Bedarf fachgerechte Unterstützung konzentriert.
Wo kann ich den Gabbeh einsetzen?
Der Gabbeh kann in verschiedenen Wohnbereichen eingesetzt werden. Im Ausgangstext werden Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur als geeignete Bereiche genannt. Seine sehr weiche Oberfläche und der Hochflor machen ihn außerdem für ein Kinderzimmer passend. Das abstrakte Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren kann in moderne wie auch in traditionell eingerichtete Räume eingeordnet werden. Bei der Auswahl des Platzes sollte die weiche Hochflorstruktur berücksichtigt werden, da sie ein wesentliches Merkmal dieses Teppichs ist.
Was unterscheidet einen Gabbeh von anderen Perserteppichen?
Gabbeh unterscheiden sich häufig durch ihre gröbere, deutlich fühlbare Struktur, den voluminösen Flor und eine reduzierte Formensprache. Während viele andere persische Teppiche mit fein ausgearbeiteten, dicht angeordneten Mustern arbeiten, setzen Gabbeh oft auf einfache geometrische Formen, freie Flächen und folkloristische oder spielerische Figuren. Auch die Verbindung zur nomadischen Teppichkunst der Ghashghai in Fars ist prägend. Bei diesem Teppich kommen handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle, Hochflor, Handknüpfung sowie ein abstraktes Design mit großen Farbflächen zusammen. Die Gestaltung ist dadurch klarer und unmittelbarer als bei stark ornamentierten Teppichtypen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |















