



Perserteppich Fars 60 x 59 cm Wolle handgeknüpft
604$
Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 60 x 59 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Hochwertige Verarbeitung
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Beschreibung
Fars Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Perserteppich ist handgeknüpft und besteht aus natürlicher Wolle. Beim Knüpfen wird jedes einzelne Knotenpaar von Hand in die vorbereitete Struktur eingesetzt. Anschließend wird der Flor verdichtet und sorgfältig ausgerichtet. Die handwerkliche Herstellung erklärt den individuellen Charakter eines solchen Teppichs: Kleine Abweichungen in der Ausführung gehören zur manuellen Arbeit und unterscheiden ein handgeknüpftes Einzelstück von einem maschinell gefertigten Bodenbelag.
Die natürliche Wolle bildet den Flor des Teppichs. Sie besitzt eine griffige, zugleich angenehm textile Oberfläche und wird traditionell für Teppiche verwendet, die im Wohnbereich eingesetzt werden. Wolle kann Farben klar aufnehmen und verleiht den Ornamenten eine matte, stoffliche Wirkung. Durch ihre natürliche Struktur wirkt die Oberfläche nicht vollkommen glatt, sondern zeigt die für handgearbeitete Wollteppiche typische lebendige Textur.
Die Knotendichte liegt bei 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Dichte erlaubt eine differenzierte Ausarbeitung der geometrischen Ornamente und unterstützt die geschlossene Wirkung des Flors. Die Verarbeitung wird als hochwertig beschrieben. Material und Knüpftechnik verbinden damit eine traditionelle Herstellung mit einer Oberfläche, die für den täglichen Wohngebrauch ausgelegt ist.
Herkunft und Tradition
Der Teppich stammt aus Südpersien, aus der Provinz Fars. Mit dieser Region ist die Tradition der Ghashghai verbunden, eines nomadischen Volkes, das für seine eigenständige Teppichkultur bekannt ist. Ghashghai-Teppiche entstehen aus einer überlieferten textilen Praxis, in der das Knüpfen, die Farbwahl und die Gestaltung von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Teppiche stehen dabei nicht nur für eine bestimmte handwerkliche Methode, sondern auch für die Verbindung von nomadischer Lebensweise, regionalen Materialien und bildhaften Zeichen.
Fars liegt im Süden Persiens und zählt zu den historisch wichtigen Landschaften der persischen Teppichherstellung. Die dortigen Web- und Knüpftraditionen entwickelten sich in unterschiedlichen Lebensformen: Neben festen Siedlungen prägten nomadische Gruppen die Gestaltung und Herstellung. Bei den Ghashghai gehört der Teppich zur textilen Kultur des Alltags. Muster konnten in tragbare und praktisch nutzbare Textilien integriert werden, ohne dass dadurch ihre gestalterische Eigenständigkeit verloren ging.
Die Ghashghai-Tradition ist für klare, geometrische Formen und eine lebendige Farbauffassung bekannt. Im Unterschied zu streng symmetrischen Manufakturmustern wirken nomadische Entwürfe häufig unmittelbarer. Figuren werden vereinfacht, Flächen werden rhythmisch gegliedert und einzelne Motive können in ihrer Form variieren. Diese Eigenschaften sind Teil einer Gestaltungssprache, in der handwerkliche Ausführung und überlieferte Erinnerung eng miteinander verbunden sind.
Persische Teppiche aus Fars werden häufig im Zusammenhang mit Shiraz genannt, das als wichtiger Bezugspunkt der südpersischen Teppichwelt gilt. Shiraz-Teppiche können ähnliche Farbstimmungen und geometrische Kompositionen zeigen. Ghashghai-Teppiche werden jedoch als eigenständige Gruppe verstanden, deren Charakter durch die nomadische Herkunft und die besondere Zeichensprache geprägt ist. Auch andere persische Zentren wie Tabriz, Isfahan oder Kerman besitzen ausgeprägte Traditionen, unterscheiden sich aber in ihren bevorzugten Entwürfen. Tabriz und Isfahan sind etwa für fein ausgearbeitete, häufig florale Kompositionen bekannt, während Kerman oft komplexe Blumenmotive verwendet.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs besteht aus geometrischen Ornamenten. Gerade Linien, abgewinkelte Formen, Rauten, Haken und wiederkehrende Bordüren sind typische Mittel, mit denen eine geordnete Fläche aufgebaut werden kann. Die Geometrie verleiht dem Entwurf eine klare Struktur, ohne dass die handgeknüpfte Ausführung ihre textile Lebendigkeit verliert. Einzelne Ornamente können wie eigenständige Zeichen erscheinen oder zu einer fortlaufenden Komposition verbunden sein.
In der Ghashghai-Tradition besitzen geometrische Motive häufig eine kulturelle und symbolische Ebene. Ein Ornament kann auf Naturformen, Tiere, Pflanzen, Schutzzeichen oder Vorstellungen von Familie und Herkunft zurückgehen. Die Bedeutung einzelner Formen ist nicht immer eindeutig festgelegt und kann innerhalb verschiedener Überlieferungen unterschiedlich verstanden werden. Sicher ist jedoch, dass die Muster nicht ausschließlich der Flächendekoration dienen. Sie gehören zu einer visuellen Sprache, in der Erfahrung, Identität und Erinnerung Ausdruck finden.
Die Farbwirkung reicht bei diesem Teppichtyp von tiefen Rottönen bis zu warmen Brauntönen. Solche Farbbereiche können eine kompakte, erdverbundene Gesamtwirkung erzeugen und den geometrischen Aufbau deutlich hervorheben. Rot kann als tragende Grundfarbe eingesetzt werden, während Braun zur Gliederung, Einfassung oder als Kontrast erscheint. Die natürliche Wolle nimmt diese Farbtöne mit einer nicht glänzenden Oberfläche auf, sodass das Muster eher aus der Struktur des Flors als aus einem spiegelnden Effekt heraus wirkt.
Eine geometrische Komposition lässt sich anders lesen als ein rein floraler Entwurf. Bei floralen Teppichen stehen häufig Ranken, Blüten und fein ineinandergreifende Arabesken im Vordergrund. Geometrische Ghashghai-Muster arbeiten dagegen mit Wiederholung, Achse, Spiegelung und bewusster Vereinfachung. Dabei muss die Anordnung nicht überall vollkommen identisch sein. Gerade die kleine Veränderung eines Motivs kann auf die Handarbeit und auf die individuelle Übertragung eines überlieferten Musters hinweisen.
Die Gestaltung lässt sich deshalb sowohl in einer traditionellen als auch in einer reduzierten Einrichtung einsetzen. In einem klassisch eingerichteten Raum kann sie den Bezug zu persischer Textilkunst sichtbar machen. In einer modernen Umgebung tritt die klare Linienführung als eigenständiges grafisches Element hervor. Diese Einordnung beschreibt die Wirkung des Mustertyps; sie verändert weder die Herkunft aus Fars noch die handgeknüpfte Ausführung dieses Einzelstücks.
Besonderheiten
Zu den genannten Merkmalen gehören die Herkunft aus Südpersien und der Provinz Fars, die Verbindung zur Ghashghai-Tradition, der Flor aus natürlicher Wolle, die handgeknüpfte Verarbeitung und die Knotendichte von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen die geometrischen Ornamente und die Farbpalette aus tiefen Rot- und warmen Brauntönen. Die Verarbeitung wird als hochwertig bezeichnet.
Wie jeder handgeknüpfte Teppich ist auch dieses Stück ein Unikat. Das bezieht sich auf das einzelne Zusammenspiel von Knüpfarbeit, Ornamenten, Farben und handwerklicher Ausführung. Es handelt sich nicht um ein beliebig reproduziertes Serienmotiv, sondern um einen einzelnen Teppich aus der beschriebenen Tradition. Seine Gestaltung kann in unterschiedlichen Wohnbereichen verwendet werden, etwa im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder im Flur.
Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen empfohlen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, damit die Farbwirkung möglichst gleichmäßig bleibt. Bei Bedarf ist eine professionelle Reinigung sinnvoll. Eine fachgerechte Behandlung berücksichtigt die natürliche Wolle und die handgeknüpfte Struktur besser als eine ungeeignete Standardreinigung.
FAQ
Was macht einen Ghashghai-Teppich besonders?
Die Besonderheit liegt in der Verbindung mehrerer Merkmale: Ghashghai-Teppiche stammen aus der nomadisch geprägten Teppichtradition der Provinz Fars in Südpersien, werden handgeknüpft und verwenden natürliche Wolle. Charakteristisch sind außerdem geometrische Ornamente, die nicht nur eine Fläche gliedern, sondern auch mit kulturellen und symbolischen Vorstellungen verbunden sein können. Bei diesem Teppich kommt eine Knotendichte von 180.000 bis 250.000 Knoten pro Quadratmeter hinzu. Die Verarbeitung wird als hochwertig beschrieben.
Wie pflege ich meinen Perserteppich richtig?
Der Teppich sollte regelmäßig vorsichtig abgesaugt werden, damit sich Staub und lose Partikel nicht dauerhaft im Flor festsetzen. Direkte Sonneneinstrahlung ist möglichst zu vermeiden, weil sie die Farbstimmung eines Teppichs mit der Zeit ungleichmäßig beeinflussen kann. Wenn eine gründliche Reinigung erforderlich ist, sollte sie von einem professionellen Teppichreiniger durchgeführt werden. Das ist besonders bei natürlicher Wolle und einer handgeknüpften Struktur sinnvoll, da Material und Aufbau eine passende Behandlung benötigen.
Kann ich einen Ghashghai-Teppich in jedem Raum verwenden?
Der Teppich kann in unterschiedlichen Wohnbereichen eingesetzt werden. Genannt werden Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur. Seine geometrischen Ornamente und die warmen Rot- und Brauntöne lassen sich sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Einrichtungsstilen verbinden. Im Wohnzimmer kann die Zeichnung als textile Struktur wirken, im Schlafzimmer eine ruhige Farbfläche ergänzen und im Flur einen klaren grafischen Akzent setzen. Entscheidend sind dabei eine geeignete Platzierung und die regelmäßige Pflege des Wollflors.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |












