Perserteppich Fars 51 x 57 cm Wolle handgeknüpft

639$

Handgeknüpfter Fars Orientteppich | Knotendichte: 180.000 – 250.000 Knoten/m² | Material: Flor natürliche Wolle | Größe: 51×57 cm | Muster: Geometrische Ornamente | Zustand: Hochwertige Verarbeitung

1 verfügbar

  • ✓Kostenloser Versand in der EU
  • ✓2-5 Werktage Lieferzeit
  • ✓14 Tage Rückgaberecht
  • ✓Weltweiter Versand auf Anfrage
Secure Payment SICHERE ZAHLUNG
Shipping Partners VERSANDPARTNER
Artikelnummer: B430105C Kategorien: , ,

Inventarnummer: B430105C

Beschreibung

Fars Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ghashghai Orientteppich besteht aus natürlicher Schurwolle. Schurwolle wird wegen ihrer Strapazierfähigkeit und ihrer angenehmen Weichheit verwendet. Im Flor sorgt sie für ein behagliches Laufgefühl und verleiht der Oberfläche eine warme Ausstrahlung. Die natürliche Wolle verbindet dabei eine griffige, textile Struktur mit einer weichen Haptik.

Der Teppich ist handgeknüpft. Jedes einzelne Knüpfen erfolgt von Hand und gehört zu einem traditionellen Arbeitsprozess, der bei den Ghashghai über Generationen weitergegeben wurde. Die dichte Ausführung ermöglicht eine klar ausgearbeitete Oberfläche und unterstützt die sichtbare Präzision der geometrischen Ornamente. Die Verarbeitung wird als hochwertig beschrieben.

Die Knotendichte des Teppichs liegt im Bereich einer feinen, sorgfältig gearbeiteten Knüpfung. Eine solche Konstruktion erlaubt es, Linien, Winkel und wiederkehrende Formen deutlich voneinander abzugrenzen. Zugleich bleibt die natürliche Beschaffenheit der Wolle erkennbar. Der Teppich verbindet damit handwerkliche Arbeit, natürliche Materialität und eine strukturierte Zeichnung.

Bei handgeknüpften Teppichen entsteht die Gestaltung nicht durch einen industriellen Druck, sondern durch die Anordnung einzelner Knoten. Das macht die Herstellung arbeitsintensiv und gibt der Oberfläche ihre textile Tiefe. Der hier eingesetzte traditionelle Knüpfprozess hat sich über lange Zeit bewährt und steht für eine Herstellung, bei der Material und Muster unmittelbar miteinander verbunden sind.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wird den Ghashghai zugeordnet und stammt aus Südpersien, aus der Provinz Fars. Die Ghashghai sind ein im Süden Irans lebendes nomadisches Volk. Ihre Teppiche stehen in Verbindung mit einer mobilen Lebensweise und einer eigenständigen textilen Kultur. Das Knüpfen ist bei den Ghashghai nicht nur eine handwerkliche Tätigkeit, sondern ein wesentlicher Teil der kulturellen Identität.

In der Provinz Fars entwickelte sich eine vielfältige Teppichtradition, in der unterschiedliche Formen des Webens und Knüpfens nebeneinander bestehen. Ghashghai-Teppiche werden besonders mit klaren, eigenständigen Zeichnungen und einer lebendigen Farbauffassung verbunden. Die Muster entstehen aus überlieferten Formen, werden jedoch von den Knüpferinnen und Knüpfern mit individueller Freiheit umgesetzt. Dadurch können Teppiche derselben Tradition deutlich unterschiedliche Kompositionen zeigen.

Die nomadische Herkunft prägt den Charakter dieser Teppichkunst. Textile Arbeiten mussten in den Alltag der wandernden Gemeinschaften passen und zugleich Ausdruck eigener Zugehörigkeit sein. Motive, Farben und wiederkehrende Ornamente konnten Wissen über die Gemeinschaft, die Umgebung und die Lebenswelt der Ghashghai bewahren. Teppiche wurden so zu Gebrauchsgegenständen und zugleich zu Trägern kultureller Gestaltung.

Die Weitergabe des Knüpfens erfolgte über Generationen. Erfahrung spielte dabei eine wichtige Rolle: Die Auswahl des Materials, die Spannung der Struktur, die Anordnung der Ornamente und die Abstimmung der Farben verlangten praktisches Können. Gerade bei geometrischen Mustern ist eine sichere Wiederholung von Formen entscheidend, damit die Komposition geschlossen wirkt. Die Ghashghai-Tradition verbindet deshalb überliefertes Musterwissen mit der persönlichen Handschrift der Ausführenden.

Für Ghashghai-Teppiche werden häufig natürliche Farbstoffe genannt. Sie können zu lebendigen und zugleich harmonisch wirkenden Farbtönen beitragen. Die Farbwirkung wird nicht unabhängig vom Muster betrachtet, sondern unterstützt dessen Gliederung. In der traditionellen Teppichkultur Südpersiens stehen kräftige und erdverbundene Töne oft in einem ausgewogenen Verhältnis. Die konkrete Farbwirkung dieses Teppichs wird durch die handwerkliche Ausführung und die geometrische Gestaltung bestimmt.

Die Herkunft aus Fars erklärt den kulturellen Rahmen, in dem dieser Teppich steht, ohne seine handgeknüpfte Ausführung auf ein bloßes Dekor zu reduzieren. Ghashghai-Teppiche gehören zu einer lebendigen regionalen Tradition, deren Formen aus der Geschichte, dem Alltag und der Umgebung der Gemeinschaft hervorgegangen sind. Ihre Bedeutung liegt daher sowohl in der Nutzung als auch in der Überlieferung von Gestaltung und Fertigkeit.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als geometrische Ornamente beschrieben. Geometrische Gestaltung arbeitet mit Linien, Winkeln, Feldern, Wiederholungen und klar voneinander abgegrenzten Formen. Solche Elemente geben der Fläche eine erkennbare Ordnung. Bei einem handgeknüpften Teppich werden sie Knoten für Knoten aufgebaut, wodurch die Zeichnung eine textile Struktur und eine eigene Tiefe erhält.

Ghashghai-Teppiche sind häufig für eine Verbindung aus geometrischen Formen und stilisierten floralen Elementen bekannt. Auch wenn bei diesem Stück die geometrischen Ornamente im Vordergrund stehen, gehört diese Formensprache in einen größeren regionalen Zusammenhang. Pflanzen, Tiere, Landschaften und Gegenstände aus dem Alltag können in der Teppichkunst vereinfacht und in wiederholbare Zeichen übertragen werden. Aus einer naturalistischen Vorlage wird dadurch ein Ornament.

Geometrische Motive besitzen den Vorteil, dass sie in unterschiedlichen Größen und Anordnungen weiterentwickelt werden können. Ein einzelnes Zeichen kann als Mittelpunkt eines Feldes erscheinen, sich als Bordüre wiederholen oder mit weiteren Formen zu einer rhythmischen Gesamtzeichnung verbunden werden. Die Wiederholung schafft Zusammenhalt, während kleine Abweichungen die handgeknüpfte Entstehung sichtbar lassen. So entsteht keine vollkommen mechanische Fläche.

Die Muster der Ghashghai werden häufig als Ausdruck von Geschichten aus dem Alltag und von der Verbundenheit mit der Natur verstanden. Diese Aussage bezieht sich auf die Tradition als Ganzes: Ornamente können Erinnerungen, Beobachtungen und kulturell vertraute Zeichen aufnehmen. Ihre Bedeutung muss dabei nicht in einer einzigen festen Übersetzung liegen. Ein Motiv kann zugleich dekorativ, überliefert und persönlich interpretiert sein.

In der überlieferten Farbwelt werden kräftiges Rot, tiefes Blau und sanfte Erdtöne genannt. Solche Farben können geometrische Konturen hervorheben und den Wechsel zwischen zentralen Feldern und umgebenden Bereichen unterstützen. Rot und Blau setzen deutliche Akzente, während erdige Töne eine verbindende Grundlage schaffen können. Die Farbwahl steht dabei in engem Zusammenhang mit den verwendeten natürlichen Farbstoffen und der regionalen Tradition.

Die Vielfalt der Ghashghai-Muster gilt als Zeichen für die Kreativität und die künstlerische Freiheit der Knüpfer. Tradition bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass jedes Stück identisch aussehen muss. Überlieferte Formen bilden vielmehr ein Repertoire, aus dem neue Zusammensetzungen entstehen. Die geometrischen Ornamente dieses Teppichs verweisen damit auf eine Gestaltungskultur, in der Regelmäßigkeit und individuelle Ausführung zusammengehören.

Ein solches Design lässt sich sowohl als geordnete Fläche als auch als Sammlung einzelner Zeichen lesen. Die klare Geometrie erleichtert die visuelle Orientierung, während die handgeknüpfte Oberfläche den Ornamenten eine fühlbare Qualität gibt. Dadurch bleibt der Teppich nicht auf eine zweidimensionale Zeichnung beschränkt. Muster, Material und Knüpftechnik wirken gemeinsam und machen die regionale Formensprache als textile Arbeit erkennbar.

Besonderheiten

Eine Besonderheit dieses Teppichs ist seine hohe Knotendichte. Sie unterstützt die Detailtreue der geometrischen Ornamente und trägt zu einer dicht gearbeiteten Oberfläche bei. Zugleich wird die handgeknüpfte Ausführung als langlebig und widerstandsfähig beschrieben. Die Kombination aus dichter Knüpfung und natürlicher Wolle verbindet eine klare Zeichnung mit einer robusten textilen Struktur.

Die Pflege ist unkompliziert angelegt. Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus der Oberfläche zu entfernen. Dabei sollte keine hohe Saugkraft verwendet werden, damit die Fasern geschont werden. Gelegentliches Ausklopfen kann ergänzend eingesetzt werden; bei tiefer sitzenden Verschmutzungen ist eine professionelle Teppichreinigung ratsam.

Die natürliche Wolle, die handwerkliche Herstellung und die geometrische Gestaltung prägen den Charakter des Stücks. Der Teppich wird außerdem als hypoallergen beschrieben und daher als für Allergiker geeignet eingeordnet. Seine hochwertige Verarbeitung macht die Ausführung zu einem eigenständigen handgefertigten Einzelstück.

FAQ

Wie reinige ich einen Ghashghai Orientteppich richtig?

Für die regelmäßige Reinigung genügt vorsichtiges Staubsaugen. Verwenden Sie keine hohe Saugkraft, damit die Wollfasern und die handgeknüpfte Oberfläche nicht unnötig belastet werden. Gelegentliches Ausklopfen kann zusätzliche lose Verschmutzungen lösen. Wenn Schmutz tiefer in die Struktur eingedrungen ist, empfiehlt sich eine professionelle Teppichreinigung. Auf diese Weise werden die Fasern geschont und die Farben sowie die textile Struktur bleiben möglichst lange erhalten.

Was macht Ghashghai-Teppiche einzigartig?

Ihre Eigenständigkeit beruht auf der Verbindung aus handgeknüpfter Herstellung, natürlicher Wolle, hoher Knotendichte und kulturell geprägten Mustern. Die geometrischen Ornamente greifen eine traditionelle Formensprache auf, ohne dass jedes Stück gleich gestaltet sein muss. Jedes handgefertigte Exemplar entsteht als Unikat und spiegelt die Fertigkeit der Ghashghai-Knüpfer wider. Die regionale Herkunft aus Fars ergänzt diese Verbindung von Material, Technik und überlieferter Gestaltung.

Wo kann ich einen Ghashghai Orientteppich kaufen?

Ghashghai Orientteppiche sind in spezialisierten Teppichgeschäften, in Antiquitätenläden und auf Online-Plattformen erhältlich, die sich mit orientalischen Teppichen befassen. Beim Kauf sollte auf einen vertrauenswürdigen Anbieter geachtet werden. Sinnvoll sind außerdem nachvollziehbare Informationen zur Herkunft, zur Herstellung und zu den Eigenschaften des angebotenen Stücks. Bei einem handgeknüpften Einzelstück gehören solche Angaben zur sachgerechten Einordnung des Teppichs.

Zusätzliche Informationen
}) }) }) }) } }) } })
Gratis-PDF: unser Perserteppich-Lexikon – jetzt holen