Perserteppich Fars 215 x 146 cm handgewebt

959$

Handgewebter Fars Perserteppich | Material: Handgewebt | Größe: 215 x 146 cm | Muster: Beidseitig identisch | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: 8B7D09A8

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich aus Fars ist als Kelim handgewebt. Bei einem Kelim entsteht die Fläche nicht durch geknüpfte Florreihen, sondern durch das Weben von Kette und Schuss. Die Schussfäden werden in dicht gesetzten Reihen eingetragen und bilden zugleich die sichtbare Oberfläche. Dadurch unterscheidet sich ein Kelim deutlich von einem klassischen Hochflorteppich. Die Gestaltung liegt unmittelbar in der Webstruktur, während die Kette das Gerüst für die gesamte Arbeit bildet.

Handgewebte Teppiche verbinden eine flache, klare Oberfläche mit einer traditionellen textilen Technik. Jeder Arbeitsgang wird von Hand ausgeführt: Die Webfäden werden geführt, verdichtet und an den Stellen gewechselt, an denen das Muster es verlangt. Bei regionalen Kelims aus Iran gehört dieses Vorgehen zu einem über lange Zeit weitergegebenen Handwerk. Die Webart macht die Konstruktion sichtbar und gibt dem Teppich seinen eigenständigen Charakter, ohne dass eine geknüpfte Florhöhe behauptet werden muss.

Die Materialangabe für dieses Stück lautet Handgewebt. Weitere Angaben zu einzelnen Fasern oder zu einer separaten Kette liegen nicht vor und werden daher nicht ergänzt. Entscheidend ist hier die ausgewiesene Herstellungstechnik: Es handelt sich um einen handgewebten Kelim und nicht um einen handgeknüpften Teppich. Der Zustand ist als sehr gut angegeben. Diese Beschreibung ordnet das Stück sachlich ein, ohne zusätzliche Aussagen über Alter, Restaurierungen oder die bisherige Nutzung zu machen.

Herkunft und Tradition

Fars liegt im Süden Irans und gehört zu den wichtigen historischen Landschaften der persischen Textilkultur. Die Region ist mit unterschiedlichen Formen des Webens, Knüpfens und Stickens verbunden. Besonders bei flach gewebten Teppichen zeigt sich, wie eng textile Arbeit, regionale Lebensformen und die Weitergabe von Mustern miteinander verbunden sind. Ein Kelim aus Fars steht deshalb in einer Tradition, in der Nutztextilien zugleich Träger von Ordnung, Farbe und überliefertem Gestaltungswissen sind.

Die Bezeichnung Fars beschreibt die Herkunftsregion dieses Teppichs. Iranische Teppiche werden nicht nur nach einer einzigen Technik hergestellt. Neben geknüpften Teppichen gibt es flach gewebte Kelims, deren Aufbau sich aus dem Zusammenspiel von Kette und Schuss ergibt. Diese Vielfalt ist ein wesentlicher Teil der persischen Teppichkultur. Je nach Landschaft, örtlicher Werkstatt und überliefertem Formenschatz können sich Webweise, Farbwirkung und Muster deutlich voneinander unterscheiden.

In Fars treffen sesshafte und nomadisch geprägte textile Traditionen aufeinander. Das regionale Wissen wurde vielfach innerhalb von Familien und Gemeinschaften weitergegeben. Dabei ging es nicht allein um die Herstellung eines Gebrauchsgegenstands, sondern auch um das Bewahren von Zeichen, Rhythmen und Kompositionen. Flachgewebe konnten als Teppiche, Decken, Taschen oder andere textile Gegenstände dienen. Ihre Herstellung erforderte Erfahrung im Spannen der Kette, im gleichmäßigen Eintragen des Schusses und im Aufbau einer stabilen Fläche.

Die iranische Kelimtradition ist außerdem ein Beispiel dafür, wie regionale Webkunst auf unterschiedliche Lebensbedingungen reagiert. Ein flach gewebtes Stück lässt sich anders verwenden und handhaben als ein hoher Flor. Die Technik benötigt keine aufrecht stehenden Florfäden; stattdessen entsteht das Muster direkt im Gewebe. So werden klare Flächen, Streifen, Felder und geometrische Zeichen zu einem Bestandteil der Konstruktion. Herkunft und Technik lassen sich bei einem Fars-Kelim daher nicht voneinander trennen.

Fars wird in der Teppichgeschichte häufig als eine Region mit eigenständigen textilen Ausdrucksformen genannt. Das bedeutet nicht, dass jeder Teppich aus Fars gleich aussieht. Vielmehr umfasst die regionale Tradition verschiedene Musterfamilien und Arbeitsweisen. Gemeinsames Wissen kann sich in mehreren Dörfern oder Gruppen unterschiedlich ausprägen. Der Wert der Herkunftsangabe liegt deshalb in der Einordnung in diese iranische Kulturgeschichte, nicht in der Behauptung eines einheitlichen, unveränderlichen Stils.

Design und Muster

Das Muster dieses Kelims ist auf beiden Seiten identisch. Diese Eigenschaft gehört zu den besonderen Merkmalen von Flachgeweben: Anders als bei einem Teppich mit Flor wird die Gestaltung durch die Anordnung der Schussfäden im Gewebe gebildet. Je nach Webtechnik kann dadurch eine Vorder- und Rückseite entstehen, die einander sehr ähnlich oder identisch sind. Bei diesem Stück ist die beidseitig identische Musterwirkung ausdrücklich angegeben.

Die Gestaltung iranischer Kelims arbeitet häufig mit klar abgegrenzten Feldern, rhythmischen Wiederholungen und geometrischen Formen. Rauten, Streifen, Haken, Zickzacklinien und stilisierte Pflanzenzeichen gehören zu den verbreiteten Gestaltungsmitteln der Flachweberei. Solche Formen können Flächen gliedern, einen Mittelbereich betonen oder einen Randaufbau ordnen. Die konkrete Benennung eines solchen Motivs ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie für das jeweilige Stück ausdrücklich feststeht. Für diesen Kelim wird daher keine zusätzliche Musterbezeichnung ergänzt.

Bei gewebten Teppichen entsteht die Wirkung des Designs aus dem Verhältnis von Farbe, Linie und Fläche. Die Schussreihen können ein Motiv scharf konturieren oder durch kleine Abstufungen eine lebendige Oberfläche erzeugen. Wiederholungen schaffen einen Rhythmus, während bewusst gesetzte Unterbrechungen Spannung in die Komposition bringen. Diese Prinzipien sind in vielen iranischen Webtraditionen zu finden, ohne dass daraus ein bestimmtes Muster dieses einzelnen Teppichs abgeleitet werden darf.

Ein Kelim wirkt meist flächiger als ein geknüpfter Teppich, weil seine Oberfläche durch das Weben und nicht durch aufgerichtete Florfäden geprägt wird. Dadurch treten Umrisse und Farbfelder häufig unmittelbar hervor. Die beidseitig identische Gestaltung verstärkt den textilen Charakter: Das Muster ist nicht nur auf eine dekorative Oberseite aufgebracht, sondern in den Aufbau der Fläche eingebunden. Diese Verbindung von Konstruktion und Ornament ist ein grundlegendes Merkmal der Kelimkunst.

Die Musterwelt iranischer Teppiche reicht von streng geometrischen Kompositionen bis zu stilisierten floralen und figürlichen Darstellungen. Regionale Überlieferungen können Motive vereinfachen, variieren oder neu kombinieren. Auch die Farbwahl beeinflusst, ob ein Entwurf eher ruhig, kontrastreich oder bewegt erscheint. Ohne eine konkrete Farbangabe und ohne eine genauere Musterbeschreibung bleibt für dieses Stück die sachliche Aussage maßgeblich: Das Muster ist auf beiden Seiten identisch. Damit ist eine besondere Nutzungsperspektive verbunden, während die individuelle Motivbenennung offenbleibt.

Besonderheiten

Die wichtigste ausdrücklich genannte Besonderheit ist die beidseitig identische Musterwirkung. Sie macht sichtbar, dass die Gestaltung eng mit der Webkonstruktion verbunden ist. Bei einem Kelim kann die Fläche von beiden Seiten betrachtet werden, weil kein einseitig aufgerichteter Flor die Orientierung vorgibt. Das ist ein charakteristischer Unterschied zu vielen geknüpften Teppichen und gehört zur besonderen Erscheinung flach gewebter Textilien.

Als weiterer konkreter Produktaspekt ist der sehr gute Zustand angegeben. Diese Zustandsbeschreibung steht neben der Herkunft aus Fars und der handgewebten Kelimtechnik. Angaben zu Alter, Signatur, Restaurierungen, Farben, Faserarten oder Knotendichte sind nicht Bestandteil der Beschreibung und werden deshalb nicht hinzugefügt. So bleibt die Einordnung auf die tatsächlich belegten Eigenschaften dieses Einzelstücks beschränkt.

FAQ

Was ist ein Kelim?

Ein Kelim ist ein flach gewebter Teppich. Seine Oberfläche entsteht durch das Eintragen und Verdichten von Schussfäden in der Kette, nicht durch das Verknoten einzelner Florfäden. Das Muster wird dadurch direkt im Gewebe aufgebaut. Viele Kelims zeigen geometrische Felder, Streifen oder stilisierte Zeichen. Bei diesem Stück ist die Herstellung als handgewebter Kelim angegeben, außerdem ist das Muster auf beiden Seiten identisch.

Wofür ist Fars in der persischen Teppichkultur bekannt?

Fars liegt im Süden Irans und besitzt eine vielfältige textile Tradition. Die Region wird mit unterschiedlichen Formen der Weberei und Teppichherstellung verbunden, darunter auch flach gewebte Kelims. Regionale Muster und Techniken wurden über Generationen in Familien, Dörfern und Gemeinschaften weitergegeben. Fars bezeichnet dabei die Herkunftsregion und nicht automatisch ein einziges, immer gleiches Muster. Dieser Teppich ist als Perserteppich aus Fars eingeordnet.

Kann ein Kelim von beiden Seiten verwendet werden?

Das hängt von der jeweiligen Webkonstruktion und Gestaltung ab. Flachgewebe besitzen keinen aufgerichteten Flor, der eine einzige Oberseite zwingend vorgibt. Bei diesem Kelim ist das Muster auf beiden Seiten identisch angegeben. Dadurch bleibt die Gestaltung beim Wenden erhalten. Trotzdem sollte ein gewebtes Textil sachgerecht behandelt und vor dauerhaft schädigenden Einflüssen geschützt werden. Zur Reinigung oder zu speziellen Pflegeverfahren enthält die Beschreibung dieses Stücks keine weiteren Angaben.

Zusätzliche Informationen
Design-Stil

Farbe

Grösse

Form

Herkunft

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