Perserteppich Fars 149 x 108 cm Wolle handgeknüpft

799$

Handgeknüpfter Fars Perserteppich | Knotendichte: 50.000 – 150.000 Knoten/m² | Material: Flor handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle | Größe: 149 x 108 cm | Muster: Abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren | Zustand: Hochwertig und weich

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Inventarnummer: F048B508

Beschreibung

Fars Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Gabbeh ist handgeknüpft und besteht aus handgesponnener Schafs- und Ziegenwolle. Die Verwendung dieser beiden Wollarten gehört zur überlieferten Herstellung von Gabbeh-Teppichen. Handgesponnene Wolle besitzt eine unregelmäßige, natürliche Struktur. Dadurch wirkt die Oberfläche nicht vollkommen gleichförmig, sondern lebendig und griffig. Beim Knüpfen wird jeder Knoten einzeln in das Grundgewebe eingebracht. Die Florfäden werden anschließend verdichtet und bearbeitet, bis eine zusammenhängende Teppichfläche entsteht.

Der Teppich hat einen hohen Flor. Bei einem Gabbeh unterstützt ein höherer Flor die charakteristische weiche und voluminöse Haptik. Die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle verbindet dabei unterschiedliche Fasereigenschaften. Schafwolle ist für ihre elastische und wärmende Struktur bekannt, während Ziegenwolle dem Garn eine markantere Griffigkeit geben kann. Für diesen Teppich ist ausdrücklich ein Material aus beiden Wollarten angegeben. Die Oberfläche wird als hochwertig und weich beschrieben.

Handgeknüpfte Teppiche entstehen in einem langsamen Arbeitsprozess. Die Knüpfenden führen die Wollfäden Reihe für Reihe in die Kette ein und sichern sie mit dem jeweiligen Knoten. Die Knotendichte dieses Stücks liegt bei 50.000 – 150.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Dichte ist eine technische Angabe zur Feinheit der Ausführung; sie steht neben dem hohen Flor und der verwendeten Wolle für die handwerkliche Beschaffenheit des Teppichs. Die Gestaltung bleibt dabei bewusst eigenständig und folgt nicht der strengen Wiederholung eines fein ausgearbeiteten Zentralmedaillons.

Herkunft und Tradition

Der Teppich wurde von Nomaden der Ghashghai in Fars im Iran hergestellt. Fars ist eine bedeutende Teppichregion im Süden Irans und eng mit nomadischen Web- und Knüpftraditionen verbunden. Die Landschaft der Region umfasst unterschiedliche Natur- und Lebensräume. Nomadische Gruppen entwickelten ihre textile Arbeit in engem Bezug zu ihrem mobilen Alltag. Teppiche und textile Erzeugnisse mussten dabei nicht nur hergestellt, sondern auch transportiert und im täglichen Leben verwendet werden können.

Gabbeh-Teppiche werden besonders mit den nomadischen Gemeinschaften von Fars verbunden. Ihre Gestaltung unterscheidet sich häufig von höfischen oder städtischen Teppichtraditionen. Während urbane Werkstätten oft nach festgelegten Kartons, fein gegliederten Ornamenten und wiederkehrenden Kompositionsschemata arbeiten, entstehen Gabbeh-Muster aus einer reduzierten Formensprache. Das bedeutet nicht, dass die Herstellung ohne Planung erfolgt. Vielmehr beruht die Gestaltung auf einem begrenzten, klar eingesetzten Repertoire aus Flächen, einfachen Formen und stilisierten Figuren.

Die Ghashghai gehören zu den bekannten nomadischen Teppichproduzenten Fars. In ihrer textilen Tradition werden handgesponnene Wolle und handwerkliche Knüpftechniken mit einer unmittelbar lesbaren Bildsprache verbunden. Die Arbeit wird traditionell von Erfahrung, überlieferten Motiven und dem praktischen Umgang mit Garn und Knüpfstuhl geprägt. Die Eigenart eines Gabbeh liegt daher nicht nur in seiner Herkunftsbezeichnung, sondern auch in der Verbindung von Material, Herstellung und vereinfachtem Musteraufbau.

Fars nimmt in der Geschichte iranischer Teppiche eine besondere Stellung ein, weil dort sowohl nomadische als auch sesshafte textile Traditionen nebeneinander bestehen. Bei nomadischen Teppichen kann die Gestaltung stärker von persönlicher Erinnerung, alltäglichen Beobachtungen und überlieferten Zeichen geprägt sein. Abstraktion entsteht dabei aus der Vereinfachung von Tieren, Menschen, Pflanzen oder geometrischen Formen. Gabbeh-Teppiche sind in diesem Zusammenhang Beispiele für eine klare, weniger überladene Gestaltung innerhalb der persischen Teppichkunst.

Die Bezeichnung Gabbeh verweist auf eine Teppichart, die traditionell mit einem kräftigeren Flor und einer einfachen, oft großflächigen Musterung verbunden wird. Die Herstellung in Fars erklärt die Einordnung dieses Stücks als Perserteppich. Zugleich bleibt die Herkunft konkret: Dieser Teppich stammt aus der Arbeit von Ghashghai-Nomaden in Fars und nicht aus einer beliebigen modernen Produktion, die lediglich ein Gabbeh-Muster übernimmt. Herkunft, Material und Technik bilden hier eine zusammengehörige textile Tradition.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs wird als abstraktes Design mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren beschrieben. Die großen Farbflächen geben der Komposition eine deutliche Ordnung. Anstatt zahlreiche kleine Ornamente dicht aneinanderzureihen, arbeitet ein Gabbeh häufig mit wenigen, gut erkennbaren Gestaltungselementen. Die Fläche erhält dadurch eine ruhige Grundstruktur, in der einzelne Formen und Figuren sichtbar bleiben.

Abstrakte Gabbeh-Motive reduzieren Darstellungen auf wesentliche Konturen. Eine Figur muss nicht naturgetreu ausgearbeitet sein, um als Mensch, Tier oder symbolische Form verstanden zu werden. Vereinfachte Proportionen, klare Umrisse und eine bewusst kindlich wirkende Direktheit gehören zu den typischen Ausdrucksmöglichkeiten dieser Teppichart. Die im Muster genannten spielerischen Figuren stehen daher nicht für eine realistische Szene, sondern für eine freie, stilisierte Bildsprache.

Große Farbflächen und Figuren können in der Gabbeh-Tradition wie einzelne Bildzeichen gelesen werden. Ihre Wirkung entsteht aus dem Verhältnis zwischen freiem Raum, Farbfläche und Motiv. Eine reduzierte Komposition lässt die einzelnen Elemente stärker hervortreten. Gleichzeitig kann die unregelmäßige Struktur handgesponnener Wolle dafür sorgen, dass eine Fläche nicht vollkommen glatt oder technisch uniform erscheint. Material und Muster wirken dadurch als zwei Seiten derselben handwerklichen Gestaltung.

Die abstrakte Formensprache hat eine lange Verbindung zur nomadischen Teppichkunst. Sie erlaubt es, vertraute Motive ohne eine starre Vorlage weiterzugeben und individuell abzuwandeln. Geometrische Vereinfachungen, vereinzelte Figuren und klar abgegrenzte Felder können aus der Erinnerung an Tiere, Menschen, Landschaften oder dekorative Zeichen hervorgehen. Bei einem Gabbeh steht dabei weniger die illusionistische Darstellung als die prägnante Wirkung des Zeichens im Vordergrund.

Der Musteraufbau ist nicht mit einem persischen Teppich gleichzusetzen, der durch ein dichtes Blumenornament oder ein streng zentriertes Medaillon bestimmt wird. Gabbeh-Designs arbeiten oft mit bewusster Reduktion. Diese Reduktion macht Farbflächen und Figuren zu den tragenden Elementen der Komposition. Bei diesem Stück sind genau diese Merkmale als abstrakte Designs, große Farbflächen und spielerische Figuren angegeben. Weitere konkrete Farben oder einzelne Motive werden nicht benannt und werden deshalb nicht ergänzt.

Die Gestaltung bleibt trotz ihrer Einfachheit ausdrucksstark. Große Flächen können eine visuelle Ruhe schaffen, während kleine oder vereinfachte Figuren für Bewegung und Abwechslung sorgen. Dieser Gegensatz zwischen flächiger Ordnung und spielerischen Zeichen ist ein wesentliches Merkmal der beschriebenen Musteridee. Die Wirkung beruht nicht auf einer Vielzahl von Details, sondern auf dem Zusammenspiel weniger klarer Gestaltungsmittel.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die Herstellung durch Ghashghai-Nomaden in Fars, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle sowie die handgeknüpfte Ausführung. Hinzu kommen der hohe Flor und die als hochwertig und weich beschriebene Oberfläche. Die Knotendichte von 50.000 – 150.000 Knoten pro Quadratmeter ergänzt die Angaben zur handwerklichen Ausführung.

Auch das Muster grenzt den Teppich klar ein: Es handelt sich um abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren. Diese Verbindung aus nomadischer Herkunft, kräftiger Wollverarbeitung und reduzierter Bildsprache ist für die Einordnung als Gabbeh aus Fars wesentlich. Die genannten Eigenschaften beschreiben dieses Einzelstück, ohne ihm zusätzliche Farben, ein bestimmtes Alter oder eine nicht genannte Signatur zuzuschreiben.

FAQ

Was ist ein Gabbeh?

Ein Gabbeh ist eine traditionell mit Fars verbundene Teppichart der persischen Teppichkunst. Charakteristisch sind eine einfache, reduzierte Gestaltung, klar erkennbare Formen und häufig ein kräftiger Flor. Im Unterschied zu stark ornamentierten Stadtteppichen kann ein Gabbeh mit großen Farbflächen und wenigen stilisierten Motiven arbeiten. Die Muster wirken oft abstrakt oder spielerisch. Bei diesem Stück kommen die Herkunft aus Fars, die Herstellung durch Ghashghai-Nomaden, die handgesponnene Schafs- und Ziegenwolle und die handgeknüpfte Technik zusammen.

Woher stammen Gabbeh-Teppiche?

Gabbeh-Teppiche werden besonders mit den nomadischen Gemeinschaften der Region Fars im Iran verbunden. Die Ghashghai sind dort als bedeutende nomadische Teppichproduzenten bekannt. Ihre textile Tradition verbindet praktische Handarbeit mit einer eigenständigen, vereinfachten Musterwelt. Für diesen Teppich ist Fars als Herkunft genannt, und er wurde von Nomaden der Ghashghai hergestellt. Deshalb wird er als Perserteppich eingeordnet. Die Bezeichnung Fars beschreibt hier die tatsächliche Herkunft und nicht lediglich ein Muster oder eine dekorative Stilrichtung.

Wodurch unterscheidet sich ein Gabbeh-Muster von anderen Perserteppichen?

Ein Gabbeh-Muster ist meist weniger dicht gegliedert als die Ornamentik vieler klassischer Stadtteppiche. Große Farbflächen, freie Zwischenräume und vereinfachte Figuren können die Komposition bestimmen. Motive werden nicht zwingend naturgetreu wiedergegeben, sondern auf klare, leicht erkennbare Formen reduziert. Beim vorliegenden Teppich werden abstrakte Designs mit großen Farbflächen und spielerischen Figuren genannt. Die Gestaltung verbindet damit eine ruhige Flächenordnung mit einzelnen bildhaften Zeichen und folgt der für Gabbeh bekannten reduzierten Formensprache.

Zusätzliche Informationen
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