Perserteppich Farmahin 223x145cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 1846$Aktueller Preis ist: 799$

Handgeknüpfter Farmahin Perserteppich | Knotendichte: ca. 250.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 223x145cm | Muster: Floral und tiermotivisch, seltenes Muster und seltene Farbe | Zustand: Gebraucht, mit minimaler Patina, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000414

Beschreibung

Farmahin Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100 % aus Wolle, die Kette zu 100 % aus Baumwolle. Wolle wird im Teppichhandwerk seit Jahrhunderten wegen ihrer natürlichen Widerstandsfähigkeit und ihrer angenehmen Oberflächenstruktur verwendet. Sie kann Farben gleichmäßig aufnehmen und verleiht einem geknüpften Flor eine griffige, zugleich textile Haptik. Die Baumwollkette bildet dabei die Grundlage, in der die einzelnen Knoten befestigt werden. Ihre gleichmäßige Struktur unterstützt die Form des Gewebes und verbindet den Flor mit dem Teppichrücken.

Die Knüpfung erfolgt von Hand. Dabei wird jeder Knoten einzeln in das vorbereitete Kettengerüst eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. Im Unterschied zu einer maschinellen Fertigung entsteht so ein Stück, dessen Ausführung unmittelbar von der Arbeit der Knüpfer abhängt. Die angegebene Knotendichte liegt bei etwa 250.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht eine differenzierte Darstellung von Konturen, Blütenformen und kleinen Bildelementen, ohne dass der Teppich seine textile Eigenart verliert.

Das Zusammenspiel von Wollflor und Baumwollkette ist eine klassische Materialkombination für handgeknüpfte Orientteppiche. Der Flor trägt die sichtbare Farbe und Zeichnung, während die Kette die innere Ordnung des Teppichs bestimmt. Die handwerkliche Herstellung verlangt wiederholte Arbeitsschritte, sorgfältiges Ausrichten und Geduld. Dadurch ist jeder handgeknüpfte Teppich ein eigenes Exemplar. Dieses Stück wird als UNIKAT bezeichnet.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Iran, aus der Markazi-Provinz, und wird der Region Farmahin Dastjan Sarough Farahan zugeordnet. Die Namen Farmahin, Dastjan, Sarough und Farahan stehen im Zusammenhang mit einem bedeutenden Teppichgebiet im zentralen Iran. In dieser Region entwickelte sich eine eigenständige Tradition der handgeknüpften Perserteppiche, deren Arbeiten für sorgfältige Ausführung, ausgearbeitete Zeichnungen und eine differenzierte Farbgebung bekannt sind.

Farahan besitzt eine lange Geschichte der Teppichknüpferei, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht. Über viele Generationen wurden dort Kenntnisse über Knüpftechnik, Materialaufbau, Farbwirkung und Musterordnung weitergegeben. Eine solche Tradition besteht nicht nur aus einzelnen Ornamenten. Sie umfasst auch die Auswahl der Wolle, die Vorbereitung der Kette, das Einteilen des Entwurfs und das kontrollierte Verdichten der Knoten. Der fertige Teppich entsteht daher aus dem Zusammenspiel zahlreicher handwerklicher Entscheidungen.

Die Teppichkultur der Region Markazi steht zwischen verschiedenen historischen und gestalterischen Einflüssen des iranischen Hochlands. Florale Zeichnungen, geometrisch gefasste Felder und regelmäßig wiederkehrende Ornamente gehören zu den Ausdrucksformen, die in persischen Werkstätten immer wieder neu geordnet wurden. Dabei kann ein Entwurf streng gegliedert oder freier aufgebaut sein. Entscheidend ist die Verbindung von Rapport, Farbflächen und Kontur. Die Herstellung bleibt trotz überlieferter Muster eine individuelle Arbeit, weil Ausführung, Farbverteilung und kleine Abweichungen von Teppich zu Teppich variieren.

Farmahin- und Farahan-Teppiche werden häufig mit einer fein ausgearbeiteten, handwerklich geprägten Ästhetik verbunden. Die regionale Tradition erklärt, weshalb bei solchen Teppichen sowohl florale Kompositionen als auch ungewöhnlichere Bildmotive vorkommen können. Sie liefert den kulturellen und technischen Hintergrund dieses Stücks, ohne seine konkrete Zeichnung auf ein allgemeines Standardschema zu reduzieren. Der Ursprung in Iran und die Zuordnung zu Markazi, Farmahin Dastjan Sarough Farahan sind die wesentlichen Angaben zu seiner Herkunft.

Design und Muster

Das Muster dieses Teppichs ist floral und tiermotivisch. Damit verbindet es pflanzliche Formen mit Darstellungen aus der Tierwelt. Florale Motive können Blüten, Ranken, Blätter oder stilisierte Pflanzen zeigen; tiermotivische Elemente geben einer Komposition dagegen eine bildhafte und erzählerische Dimension. Beide Motivgruppen lassen sich in der persischen Teppichkunst zu einem zusammenhängenden Muster verbinden, in dem Linien, Flächen und Figuren aufeinander reagieren.

Die Gestaltung wird als seltenes Muster und als seltene Farbe beschrieben. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die konkrete Verbindung von Motiv und Farbwirkung dieses Einzelstücks. Seltene Muster müssen nicht zwangsläufig aus völlig unbekannten Zeichen bestehen. Ihre Besonderheit kann ebenso in einer ungewöhnlichen Zusammenstellung, einer abweichenden Gewichtung einzelner Motive oder einer seltenen Farbverteilung liegen. Bei einem Unikat entsteht dadurch eine eigene visuelle Ordnung, die nicht einfach mit einem wiederholten Serienentwurf gleichzusetzen ist.

Persische Muster werden traditionell nicht nur als dekorative Flächen verstanden. Blumen, Ranken, Tiere und geometrische Rahmungen können auf Naturbeobachtung, überlieferte Bildsprache und regionale Gestaltungstraditionen verweisen. Ihre Bedeutung ist dabei nicht bei jedem Teppich festgelegt und lässt sich nicht pauschal auf ein einzelnes Symbol reduzieren. In der Werkstatt werden die Motive außerdem so angeordnet, dass ein Verhältnis zwischen Mittelpunkt, Nebenformen und Rand entsteht. Farbflächen verstärken oder beruhigen diese Ordnung.

Die handgeknüpfte Ausführung unterstützt die differenzierte Zeichnung des Entwurfs. Kleine Konturen, Richtungswechsel und Übergänge werden Knoten für Knoten aufgebaut. Die hohe angegebene Knotendichte ist deshalb für die Darstellung feiner Muster relevant, ohne die konkrete Farb- und Motivkombination vollständig zu erklären. Hier liegt der Charakter dieses Teppichs in der Verbindung aus floraler und tiermotivischer Bildsprache, seltener Farbe und regionaler persischer Knüpftradition.

Besonderheiten

Zu den Besonderheiten dieses Stücks gehören seine Bezeichnung als UNIKAT, das seltene floral-tiermotivische Muster und die seltene Farbe. Der Teppich ist gebraucht und weist minimale Patina auf. Er wurde professionell gewaschen. Patina bezeichnet bei einem gebrauchten Teppich die sichtbaren Spuren seiner bisherigen Nutzung und Alterung. In diesem Fall wird sie als minimal beschrieben. Die Angaben verbinden damit den gebrauchten Zustand mit einer nur gering ausgeprägten Gebrauchsspur.

Die Kombination aus handgeknüpfter Herstellung, Wollflor, Baumwollkette und der Zuordnung zu Farmahin Dastjan Sarough Farahan macht die technische und regionale Einordnung nachvollziehbar. Für die Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Saugen ohne Bürstenaufsatz. Flüssigkeiten und Flecken sollten mit einem sauberen, feuchten Tuch vorsichtig abgetupft werden. Eine professionelle Reinigung in größeren Abständen kann dazu beitragen, den Flor sachgerecht zu behandeln. Die konkrete Pflege sollte immer an Material, Verschmutzung und Zustand angepasst werden.

FAQ

Wie pflege ich einen handgeknüpften Perserteppich am besten?

Regelmäßiges vorsichtiges Saugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Verwenden Sie dabei keinen Bürstenaufsatz, damit die Wollfasern nicht unnötig mechanisch beansprucht werden. Bei einem frischen Fleck sollte die Flüssigkeit mit einem sauberen, feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben kann den Flor belasten und die Verschmutzung tiefer in die Fasern drücken. Reinigungsmittel sollten nicht ohne Prüfung eingesetzt werden, weil sie Farbe und Material beeinflussen können. Für eine gründliche Behandlung empfiehlt sich eine professionelle Teppichwäsche in angemessenen Abständen. Bei einem gebrauchten Teppich mit minimaler Patina sollte die Reinigung den vorhandenen Zustand berücksichtigen und nicht stärker ausfallen als nötig.

Warum werden handgeknüpfte Perserteppiche anders bewertet als maschinell gefertigte Teppiche?

Bei einem handgeknüpften Teppich wird jeder Knoten einzeln eingearbeitet. Das macht die Herstellung arbeitsintensiv und erlaubt eine differenzierte Ausarbeitung von Konturen und Motiven. Die Knotendichte, die Auswahl der Materialien und die Sorgfalt bei der Ausführung beeinflussen dabei die textile Struktur. Naturmaterialien wie Wolle und Baumwolle werden seit Langem im Teppichhandwerk verwendet. Ein maschinell gefertigter Teppich folgt dagegen einem industriellen Produktionsprozess mit standardisierten Abläufen. Die unterschiedliche Herstellung erklärt, weshalb handgeknüpfte Teppiche als individuelle textile Arbeiten betrachtet werden. Sie macht nicht automatisch jede handgeknüpfte Ausführung gleich, sondern lenkt den Blick auf Material, Technik, Muster und Zustand des jeweiligen Einzelstücks.

Wie kann ich die Echtheit eines Perserteppichs prüfen?

Eine erste Prüfung gilt der Herkunftsangabe, der handwerklichen Ausführung, dem Material und dem Muster. Bei einem handgeknüpften Teppich können die einzelnen Knoten und die Struktur von Flor, Kette und Schuss Hinweise auf die Herstellung geben. Auch die Zeichnung sollte in ihrer Ausführung zur angegebenen regionalen Tradition passen, ohne dass ein einzelnes Muster allein als Beweis genügt. Bei diesem Teppich sind Iran, die Markazi-Provinz und Farmahin Dastjan Sarough Farahan als Herkunftsbezug genannt. Zusätzlich können eine nachvollziehbare Produktdokumentation oder ein Zertifikat des Verkäufers Sicherheit schaffen. Für eine verbindliche kunsthandwerkliche oder wertbezogene Beurteilung ist eine Prüfung durch eine fachkundige Stelle sinnvoll.

Zusätzliche Informationen
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