






Perserteppich Bakhtiar 332 x 220 cm Wolle handgeknüpft
2076$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: robuste und weiche Wolle | Größe: 332 x 220 cm | Muster: Gartenmuster („Kheshti“) mit Pflanzen- und Tiermotiven, Rot, Braun und Creme | Zustand: Sehr gut erhalten
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 64D4E7E8
Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und aus robuster, weicher Wolle gefertigt. Die Wolle verbindet eine widerstandsfähige Beschaffenheit mit einer angenehmen Haptik. Damit steht ein Material im Mittelpunkt, das sich für einen Teppich eignet, der im Alltag genutzt und zugleich als gestaltendes Element im Raum eingesetzt wird. Die weiche Oberfläche lässt die Farben des Gartenmusters klar hervortreten, während die robuste Wolle der traditionellen Nutzung als strapazierfähiger Bodenbelag entspricht.
Die angegebene Knotendichte liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht das Muster Knoten für Knoten auf der Grundlage eines vorbereiteten Entwurfs. Flor und Zeichnung werden dabei schrittweise aufgebaut, sodass Pflanzen- und Tiermotive in einzelne Felder eingearbeitet werden können. Die Knüpfarbeit verlangt eine gleichmäßige Ausführung und viel Zeit. Jeder fertige Teppich ist deshalb ein eigenes Stück traditioneller Handarbeit.
Bakhtiar-Knüpfer verwenden Wolle traditionell wegen ihrer praktischen Eigenschaften. Sie lässt sich zu einem belastbaren Flor verarbeiten und bleibt zugleich griffig und weich. Die Verbindung von Handarbeit und Wolle erklärt den sachlichen Charakter dieses Teppichs: Er ist nicht nur dekorativ, sondern auch auf eine regelmäßige Nutzung ausgerichtet. Über die Pflege entscheidet dabei immer der tatsächliche Alltag im Raum; schonende Behandlung erhält die Oberfläche und die Farbwirkung.
Herkunft und Tradition
Bakhtiar-Teppiche stammen aus dem westlichen Umfeld von Isfahan und aus dem Zagros-Gebirge. Die Bakhtiar sind ein im Iran beheimatetes Volk mit einer eigenen Web- und Knüpftradition. Die Landschaft des Zagros ist durch Gebirge, Täler und Weidegebiete geprägt. In dieser Umgebung entwickelte sich eine Teppichkultur, in der robuste Materialien, klare Felder und gut erkennbare Ornamente eine wichtige Rolle spielen.
Die Herkunft westlich von Isfahan verbindet zwei unterschiedliche Einflüsse: die bewegte Lebensweise der Bakhtiar und die lange städtische Teppeltradition der Region Isfahan. Nomadische und dörfliche Knüpfer übernahmen Motive aus ihrer natürlichen Umgebung und ordneten sie in überschaubaren Kompositionen. Anders als bei streng zentral komponierten Hofteppichen kann ein Bakhtiar-Muster den Eindruck eines wiederholten, lebendig gefüllten Aufbaus vermitteln. Das macht die regionale Herkunft im Charakter der Muster sichtbar, ohne dass jedes Stück identisch gestaltet sein muss.
In der iranischen Teppichgeschichte steht Isfahan für eine bedeutende Kunst- und Handwerksregion. Die Stadt und ihr Umland waren über lange Zeit ein Zentrum für Entwurf, Färbung und Verarbeitung textiler Arbeiten. Westlich von Isfahan bewahrten Bakhtiar-Gemeinschaften jedoch ihre eigenen Bildideen und ihre praktische Art der Knüpfung. So entstand eine regionale Form, in der die widerstandsfähige Wolle und die bildhaft gegliederten Gartenfelder zusammengehören.
Die Herstellung eines handgeknüpften Teppichs beginnt mit der Einrichtung des Webstuhls und der Anlage der Grundlage. Danach werden die farbigen Knoten einzeln gesetzt und die Reihen verdichtet. Nach jedem Arbeitsabschnitt wird das Gewebe ausgerichtet, damit die Zeichnung in ihrer vorgesehenen Ordnung bleibt. Anschließend wird der Flor bearbeitet und der Teppich für den Gebrauch vorbereitet. Die lange Folge manueller Schritte unterscheidet den Bakhtiar von industriell hergestellten Bodenbelägen und macht die Verbindung von Material, Muster und Herkunft nachvollziehbar.
Bakhtiar-Teppiche werden häufig als Orientteppiche mit einer deutlichen regionalen Handschrift eingeordnet. Ihre Mustertradition steht neben anderen iranischen Gebieten wie Tabriz, Isfahan, Nain und Kashan, ohne mit diesen Ursprüngen gleichgesetzt zu werden. Tabriz ist für vielfältige Entwürfe und detailreiche Ausführung bekannt, Isfahan für feine florale Kompositionen, Nain für detaillierte Muster und die Verwendung von Seide, Kashan für aufwendige Ornamente. Der Bakhtiar bleibt dabei durch seine Herkunft aus dem Raum westlich von Isfahan und durch seine Gartenmotive eigenständig.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das auch als „Kheshti“ bezeichnet wird. Der Begriff steht für eine Komposition aus einzelnen Feldern, die an einen gegliederten Garten erinnern. In den Feldern erscheinen Pflanzenmotive und Darstellungen aus der Tierwelt. Die Gestaltung verbindet damit Naturbilder und eine klar erkennbare Ordnung. Jedes Teilfeld kann eigene Einzelheiten zeigen, während die Wiederholung dem Gesamtbild Zusammenhalt gibt.
Gartenmuster gehören zu den charakteristischen Bakhtiar-Entwürfen. Die Felder können wie kleine Gartenabschnitte gelesen werden, in denen Blätter, Blüten, Ranken und Tiere zusammenfinden. Diese Bildsprache verweist auf die Bedeutung von Landschaft und Natur in der iranischen Kultur. Zugleich bietet die Feldaufteilung dem Knüpfer eine übersichtliche Fläche, auf der unterschiedliche Motive sorgfältig voneinander abgegrenzt werden können. Das Ergebnis ist kein ungeordneter Bildteppich, sondern ein rhythmischer Wechsel von Ornamenten.
Die Farben Rot, Braun und Creme bestimmen die sichtbare Farbwirkung. Rot kann in einem Gartenmuster als kräftiger Grund- oder Akzentton auftreten, Braun stellt eine erdige Verbindung zu Ästen, Tieren und Landschaft her, und Creme schafft helle Bereiche zwischen den farbigen Motiven. Gemeinsam ergeben diese Farben ein warmes, naturbezogenes Erscheinungsbild. Die Palette bleibt dabei klar benennbar und unterstützt die Ablesbarkeit der einzelnen Felder.
Pflanzen- und Tiermotive geben dem Kheshti-Muster seine erzählerische Qualität. Blätter und Blüten bringen organische Linien in die geometrische Feldordnung, während Tiere als wiedererkennbare Figuren zwischen den botanischen Formen erscheinen können. Diese Verbindung aus Geometrie und Naturmotiv ist für viele Gartenkompositionen prägend. Sie macht den Entwurf sowohl aus der Entfernung als zusammenhängendes Ganzes als auch aus der Nähe in seinen einzelnen Details lesbar.
Ein Gartenmuster kann in unterschiedlichen Räumen verschieden wirken. In einem Wohnzimmer unterstützt es eine gegliederte Einrichtung, im Schlafzimmer bringt es eine textile Struktur in die Umgebung, und in einem Flur setzt es einen klaren, farbigen Akzent. Die Gestaltung bleibt durch die Felder übersichtlich, obwohl viele Einzelmotive enthalten sind. Entscheidend ist dabei nicht eine einheitliche Wiederholung jedes Knotens, sondern das Zusammenspiel der Gesamtordnung mit den Pflanzen- und Tierdarstellungen.
Besonderheiten
Zu den besonderen Merkmalen dieses Teppichs gehören die robuste und weiche Wolle, die handgeknüpfte Ausführung und das Gartenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven. Die Farbgebung in Rot, Braun und Creme unterstreicht den regionalen Charakter des Entwurfs. Die Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter beschreibt die sorgfältige Detailarbeit, die in der Ausführung steckt.
Der Teppich ist sehr gut erhalten. Seine Beschaffenheit verbindet damit den dokumentierten Erhaltungszustand mit den praktischen Eigenschaften der Wolle. Bakhtiar-Gartenmuster eignen sich grundsätzlich für Wohnräume, Schlafzimmer und Flure. Die Nutzung sollte an die jeweilige Belastung angepasst werden; eine regelmäßige, schonende Pflege hilft, die weiche Oberfläche und die Farbwirkung zu bewahren.
FAQ
Was macht den Bakhtiar Perserteppich besonders?
Besonders sind die Verbindung aus robuster, weicher Wolle, handgeknüpfter Verarbeitung und dem Gartenmuster „Kheshti“. Die Komposition zeigt Pflanzen- und Tiermotive in einer gegliederten Feldordnung. Rot, Braun und Creme prägen die Farbgestaltung. Hinzu kommt die Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter, die mit der detailreichen Ausarbeitung des Teppichs verbunden ist. Seine Herkunft aus dem Gebiet westlich von Isfahan im Zagros-Gebirge ordnet ihn der Bakhtiar-Tradition zu.
Wie pflege ich meinen Bakhtiar Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen hilft, lose Verschmutzungen aus dem Teppich zu entfernen und die Oberfläche sauber zu halten. Bei Flecken sollte möglichst sofort gehandelt werden. Verwenden Sie nur milde Reinigungsmittel, damit die Farben geschont werden. Eine vorsichtige Behandlung passt zur weichen Wolloberfläche und unterstützt ihre Erhaltung. Bei stärkeren Verschmutzungen ist eine sachkundige Teppichreinigung sinnvoll, bevor eigenständig mit kräftigen Mitteln oder intensiver Feuchtigkeit gearbeitet wird.
Wo kann ich einen Bakhtiar Perserteppich verwenden?
Der Teppich eignet sich für Wohnräume, Schlafzimmer und Flure. In diesen Bereichen verbindet er eine klar gegliederte Gestaltung mit den praktischen Eigenschaften robuster Wolle. Im Wohnzimmer kann das Gartenmuster Pflanzen- und Tiermotive als farbigen Mittelpunkt zeigen, im Schlafzimmer wirkt die weiche Wolle angenehm textil, und im Flur bringt die Feldkomposition Struktur in den Durchgangsbereich. Die konkrete Nutzung sollte immer an die jeweilige Beanspruchung und an eine schonende Pflege angepasst werden.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














