






Perserteppich Bakhtiar 308 x 208 cm Wolle handgeknüpft
1999$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor hochwertige, weiche Wolle | Größe: 308 x 208 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut, äußerst widerstandsfähig und belastbar
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Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus hochwertiger, weicher Wolle. Die Wolle verbindet eine angenehme Haptik mit der für das Material bekannten Robustheit. In der handwerklichen Fertigung wird jeder Knoten einzeln gesetzt. Dadurch entsteht ein eigenständiges Einzelstück, dessen Muster und Oberfläche die Arbeit der Knüpfer sichtbar machen.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche dichte Knüpfung ermöglicht eine präzise Ausarbeitung der Gartenfelder und ihrer floralen sowie tierischen Motive. Zugleich trägt die Kombination aus Wollflor und sorgfältiger Handarbeit zur Belastbarkeit des Teppichs bei. Die verwendete Wolle wird als hochwertig und weich beschrieben, während der Zustand als sehr gut gilt.
Bei Bakhtiar Teppichen spielt Wolle traditionell eine zentrale Rolle. Sie lässt sich gut verarbeiten, nimmt Farbstoffe auf und bildet einen widerstandsfähigen Flor. Die hier verwendeten Naturfarben stehen für die im Teppich sichtbare Verbindung von kräftigen Rottönen, Brauntönen und Cremetönen. Die handwerkliche Herstellung macht jedes Stück zu einem Unikat.
Herkunft und Tradition
Bakhtiar Teppiche stammen aus der Region westlich von Isfahan, in der Nähe des Zagros-Gebirges. Diese Landschaft ist eng mit der Bakhtiar-Gemeinschaft verbunden. Das nomadische Volk lebt dort seit Jahrhunderten. Die Teppichtradition der Region entwickelte sich aus dem praktischen und kulturellen Alltag dieser Gemeinschaft. Teppiche dienten dabei nicht nur als Gebrauchsgegenstände, sondern bewahrten auch Formen, Farben und Bildvorstellungen.
Die Bezeichnung Bakhtiar verweist deshalb auf mehr als eine reine Stilrichtung. Sie steht für eine regionale Knüpftradition, die mit der westlichen Umgebung von Isfahan und dem Zagros-Gebirge verbunden ist. Das Leben in einer bergigen Landschaft prägte die verfügbaren Materialien und die handwerklichen Fertigkeiten. Wolle war besonders geeignet, weil sie robust ist und sich zu einem strapazierfähigen Flor verarbeiten lässt. Die Weitergabe der Muster und Techniken erfolgte innerhalb der Gemeinschaften und über Generationen hinweg.
Ein Bakhtiar Teppich verbindet regionale Überlieferung mit einer klaren handwerklichen Ausführung. Die Knüpfer arbeiten mit Geduld und Genauigkeit, damit die einzelnen Motive in den Feldern erkennbar bleiben. Die dichte Knotung erlaubt eine differenzierte Darstellung, ohne den traditionellen Charakter des Teppichs aufzugeben. Gleichzeitig erklärt die solide Wollverarbeitung, warum Bakhtiar Teppiche mit Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit verbunden werden.
Die Region westlich von Isfahan steht in der iranischen Teppichgeschichte neben zahlreichen weiteren bedeutenden Zentren. Isfahan ist für anspruchsvolle Entwürfe und eine ausgearbeitete Knüpfkultur bekannt, während die Bakhtiar Tradition ihre eigene Bildsprache bewahrt. Auch die Nähe zum Zagros-Gebirge ist für die Einordnung wichtig: Die Landschaft, die nomadische Lebensweise und die Verfügbarkeit von Wolle gehören zum kulturellen Hintergrund dieser Teppiche.
Ähnliche regionale Bezüge zeigen sich bei Qashqai Teppichen, die ebenfalls von nomadischen Völkern gewebt werden. Qashqai Arbeiten sind häufig durch geometrische Muster und einladende Farben geprägt. Tabriz Teppiche stammen aus der Stadt Tabriz im Iran und werden mit feinen Details sowie kunstvollen Entwürfen verbunden. Nain und Kashan stehen ebenfalls für eigenständige Traditionen der Teppichkunst. Diese Namen bezeichnen jeweils eigene Herkunfts- und Stilwelten; sie sind nicht mit der Herkunft dieses Bakhtiar Teppichs gleichzusetzen.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, das in der Region als Kheshti bezeichnet wird. Kheshti Kompositionen teilen die Fläche in einzelne Felder oder sogenannte Gartenbereiche. Diese Felder können wie eine geordnete Folge kleiner Landschaften gelesen werden. Im vorliegenden Teppich verbinden sich darin Pflanzen- und Tiermotive. Die Gestaltung greift damit die Natur als zentrales Thema auf, ohne auf eine rein abstrakte Geometrie beschränkt zu sein.
Florale Formen geben den Feldern Struktur und lassen Blätter, Blüten oder stilisierte Pflanzen erkennen. Tiermotive ergänzen diese Bildwelt und stehen für die symbolische Beziehung zwischen Mensch, Landschaft und Natur. In traditionellen Teppichmustern werden solche Motive meist vereinfacht und rhythmisch angeordnet. Ihre Wirkung entsteht aus der Wiederholung, der Begrenzung durch die Felder und dem Wechsel zwischen dicht gefüllten sowie ruhigeren Partien.
Die Farbgebung umfasst Rot, Braun und Creme. Rottöne setzen im Gartenmuster deutliche Akzente, während Braun eine erdige Verbindung zu den dargestellten Pflanzen und Tieren herstellt. Cremetöne schaffen helle Bereiche und unterstützen die Lesbarkeit der einzelnen Felder. Zusammen bilden die Farben ein traditionelles Erscheinungsbild. Die Verwendung von Naturfarben gehört zum überlieferten Charakter der Bakhtiar Teppiche und wird im Zusammenhang mit ihrer Beständigkeit gegenüber dem Verblassen beschrieben.
Das Kheshti Muster steht für eine geordnete Darstellung der Natur. Die Einteilung in Felder kann an einen Garten mit abgegrenzten Beeten erinnern. Dabei bleiben die Motive dekorativ und symbolisch: Pflanzen und Tiere werden nicht als naturgetreue Darstellung ausgeführt, sondern in eine textile Formensprache übertragen. Die hohe Knotendichte unterstützt die präzise Wiedergabe dieser Details. So entsteht ein Muster, das sowohl aus der Nähe als auch aus größerer Entfernung als klar gegliederte Gesamtkomposition wahrgenommen werden kann.
Besonderheiten
Zu den konkreten Merkmalen dieses Einzelstücks gehören der handgeknüpfte Aufbau, der Wollflor und die Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Hinzu kommen das Kheshti Gartenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven sowie die Farbpalette aus Rot, Braun und Creme. Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand und wird als äußerst widerstandsfähig und belastbar beschrieben.
Die Kombination aus traditioneller Bakhtiar Herkunft, dichter Knüpfung und weicher hochwertiger Wolle macht die Eigenschaften dieses Teppichs nachvollziehbar. Seine Gestaltung bleibt eng mit der regionalen Gartenmotivik verbunden. Wie jeder handwerklich gefertigte Teppich ist er ein Unikat und trägt die individuellen Merkmale seiner Herstellung.
FAQ
Wie pflege ich meinen Bakhtiar Perserteppich am besten?
Eine regelmäßige Reinigung hilft dabei, die Oberfläche und die Farben des Bakhtiar Teppichs zu erhalten. Außerdem sollte der Teppich vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann ebenfalls sinnvoll sein. Dabei sollte ein Fachbetrieb die Wollqualität, die handgeknüpfte Struktur und die verwendeten Farben berücksichtigen.
Welche Farben sind typisch für Bakhtiar Teppiche?
Typisch sind kräftige Rottöne, erdige Brauntöne und sanfte Cremetöne. Bei diesem Teppich erscheinen diese Farben im Kheshti Gartenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven. Die Farbwirkung beruht auf dem Zusammenspiel der dunkleren, warmen und hellen Bereiche. Im Zusammenhang mit Bakhtiar Teppichen wird außerdem die Verwendung natürlicher Farbstoffe genannt.
Wie kann ich die Qualität eines Bakhtiar Teppichs erkennen?
Wichtige Anhaltspunkte sind die Knotendichte, die verwendeten Materialien und die Präzision der Muster. Eine dichte Knotung kann eine detaillierte Darstellung unterstützen. Ebenso sollte auf eine gleichmäßige Farbwirkung und eine sorgfältige Ausführung geachtet werden. Bei diesem Teppich ergänzen sich die angegebene Knotendichte, der Flor aus hochwertiger weicher Wolle und die handgeknüpfte Herstellung.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














