






Perserteppich Bakhtiar 303 x 228 cm Wolle handgeknüpft
1614$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor Wolle | Größe: 303 x 228 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit pflanzlichen und tierischen Motiven | Zustand: Sehr gut
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 3C86E121
Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar Perserteppich ist handgeknüpft und besteht im Flor aus hochwertiger Wolle. Die handwerkliche Herstellung verbindet das Material mit einer traditionellen iranischen Teppichtechnik, bei der das Muster Knoten für Knoten aufgebaut wird. Dadurch entsteht eine textile Oberfläche, in der Farbe, Zeichnung und Struktur unmittelbar miteinander verbunden sind. Die Wolle bildet dabei den sichtbaren Flor und verleiht dem Teppich die für Bakhtiar-Arbeiten typische praktische Ausrichtung.
Die Knotendichte dieses Teppichs liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Diese Angabe beschreibt die Feinheit der geknüpften Struktur und steht in Zusammenhang mit der Möglichkeit, pflanzliche und tierische Motive innerhalb des Gartenmusters differenziert auszuarbeiten. Das Kheshti-Design lebt von einer klaren Gliederung in einzelne Felder; eine sorgfältige Knüpfarbeit sorgt dafür, dass diese Felder und ihre Ornamente deutlich lesbar bleiben.
Hochwertige Wolle wird bei Bakhtiar-Teppichen wegen ihrer Verbindung aus angenehmer Haptik und Widerstandsfähigkeit verwendet. Die Materialwahl passt damit zu einem Teppich, der nicht ausschließlich als Wand- oder Blickobjekt gedacht ist, sondern auch im Wohnbereich eingesetzt werden kann. Die handgeknüpfte Ausführung macht die Herstellung zu einem zeitintensiven Arbeitsprozess. Jede Partie des Musters wird in die geknüpfte Fläche übertragen, anstatt industriell gedruckt oder maschinell nachgebildet zu werden.
Die Quelle beschreibt den Zustand als sehr gut. Zusammen mit der widerstandsfähigen Wolle und der handgeknüpften Konstruktion ergibt sich ein Teppich, der seinen traditionellen Gebrauchszweck mit einer dekorativen Musterwirkung verbindet. Die Verarbeitung bleibt dabei klar an der Bakhtiar-Tradition orientiert: robuste Wolle, eine ausgearbeitete Knüpfstruktur und ein gegliedertes Gartenmotiv bestimmen den Charakter dieses Stücks.
Herkunft und Tradition
Bakhtiar-Teppiche stammen aus dem westlichen Iran. Dieses Stück wird Westiran, nahe Isfahan, zugeordnet. Die Bakhtiar-Nomaden leben westlich der Stadt Isfahan im Zagros-Gebirge, und ihre Teppiche sind eng mit dieser Landschaft und ihrer gewachsenen Knüpftradition verbunden. Der Zagros ist ein weitläufiges Gebirge, dessen Siedlungs- und Wandergebiete unterschiedliche textile Traditionen hervorgebracht haben. Bei Bakhtiar-Arbeiten treffen nomadische Erfahrung, regionale Musterkenntnis und die praktische Herstellung für den Alltag aufeinander.
Die Teppichkunst der Bakhtiar steht für eine Form des Knüpfens, bei der Gebrauchsqualität und Ornament nicht voneinander getrennt werden. Ein Teppich konnte den Wohnraum ausstatten und zugleich die gestalterischen Vorstellungen seiner Knüpferinnen sichtbar machen. Geometrisch gegliederte Flächen, wiederkehrende Pflanzenformen und Tiere gehören zu den Ausdrucksmitteln, mit denen die Herkunft eines solchen Teppichs lesbar wird. Die Muster werden nicht als beliebige Dekoration verstanden, sondern als Teil einer regionalen Bildsprache.
Die Nähe zu Isfahan ist für die Einordnung dieses Teppichs bedeutsam, ohne ihn zu einem Isfahan-Teppich zu machen. Bakhtiar bezeichnet hier die eigene westiranische Tradition der Bakhtiar-Nomaden. Isfahan ist ein wichtiger Bezugspunkt der Region und zugleich ein Zentrum persischer Teppichkultur mit einer eigenständigen, stärker städtisch geprägten Ornamentik. Bakhtiar-Teppiche bewahren dagegen die charakteristische Verbindung aus klarer Feldaufteilung, kräftiger Farbwirkung und einer handwerklichen Ausrichtung, die aus dem Zagros-Gebiet hervorgegangen ist.
Innerhalb der iranischen Teppichlandschaft stehen Bakhtiar-Arbeiten neben mehreren anderen regionalen Formen. Gabbeh-Teppiche aus der weiteren Region sind ebenfalls handgefertigt, setzen jedoch häufig auf einfache geometrische Zeichnungen und kräftige Farben. Isfahan-Teppiche wiederum sind für feine Details, hohe Knotendichten und floral inspirierte, aufwendige Muster bekannt. Diese Nachbarschaft macht die Unterschiede sichtbar: Der Bakhtiar verbindet eine strukturierte Gartenkomposition mit einer robusten, unmittelbar lesbaren Gestaltung.
Die Weitergabe der Knüpfkunst erfolgt über Erfahrung, Übung und die Kenntnis regionaler Muster. Eine solche Tradition lebt nicht nur in einzelnen Ornamenten, sondern auch in der Art, wie ein Muster auf einer Fläche angelegt, farblich geordnet und technisch umgesetzt wird. Der vorliegende Teppich gehört zu dieser westiranischen Entwicklung. Seine Herkunft wird durch die Bezeichnung Bakhtiar und die Zuordnung zu Westiran nahe Isfahan beschrieben; seine Gestaltung verweist auf die nomadisch geprägte Kultur des Zagros.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist ein Gartenmuster, auf Persisch Kheshti genannt. Kheshti bedeutet eine Gestaltung in abgegrenzten Feldern. Die Fläche wird dabei in einzelne Bildbereiche gegliedert, die zusammen eine geordnete Gartenansicht ergeben. Jedes Feld kann eigene Pflanzenformen und Tiermotive aufnehmen. So entsteht kein einzelnes, über die gesamte Fläche laufendes Ornament, sondern eine Folge miteinander verbundener Szenen und Musterzonen.
Die pflanzlichen Motive greifen Formen aus der Natur auf. Blumen, Blätter, Zweige und stilisierte Pflanzen können in solchen Feldern als wiederkehrende Zeichen erscheinen. Die Darstellung ist dabei nicht als naturgetreue Abbildung angelegt, sondern als textile Übersetzung: Formen werden vereinfacht, rhythmisiert und an die Möglichkeiten der Knüpftechnik angepasst. Durch die Wiederholung verwandeln sich einzelne Pflanzenmotive in ein zusammenhängendes Ornament, das die Felder miteinander verbindet.
Auch tierische Motive gehören zur Bildwelt des Kheshti-Designs. Sie setzen innerhalb der Gartenfelder zusätzliche Akzente und erweitern die rein pflanzliche Ornamentik um figürliche Elemente. Pflanzen und Tiere werden gemeinsam in eine klar gegliederte Komposition eingeordnet. Die Wirkung beruht daher auf dem Wechsel zwischen Feldgrenzen, floralen Formen und kleinen figürlichen Zeichen. Das Muster bleibt vielfältig, ohne seine grundsätzliche Ordnung zu verlieren.
Die im Teppich verwendeten Farben sind Rot, Braun und Creme. Rot gibt der Komposition eine kräftige Grundwirkung, während Braun eine erdverbundene Farbnote einbringt. Creme hellt die Gestaltung auf und schafft Kontraste zwischen den einzelnen Musterbereichen. Das Zusammenspiel dieser Farben entspricht der warmen, naturbezogenen Ausrichtung des Gartenmusters. Es unterstützt die klare Lesbarkeit der Felder und lässt pflanzliche wie tierische Motive voneinander unterscheiden.
Bei der Betrachtung eines Kheshti-Teppichs entsteht die Gestaltung aus dem Verhältnis von Wiederholung und Abweichung. Die Felder sind als zusammengehörige Einheiten angelegt, müssen aber nicht wie exakte Kopien wirken. Gerade die handgeknüpfte Umsetzung erlaubt eine lebendige textile Interpretation der Motive. Das Grundprinzip bleibt die Gartenordnung: eine gegliederte Fläche, in der Naturformen, Tiere und Farben zu einem regional geprägten Muster verbunden werden.
Bakhtiar-Gartenmuster unterscheiden sich damit von den einfacheren geometrischen Kompositionen, die häufig mit Gabbeh-Teppichen verbunden werden. Ebenso stehen sie in einem anderen Verhältnis zur feinteiligen, floral geprägten Ornamentik städtischer Isfahan-Teppiche. Das Kheshti dieses Bakhtiar-Teppichs verbindet die Feldstruktur mit pflanzlichen und tierischen Motiven. Seine Gestaltung ist dadurch zugleich geordnet und bildhaft und vermittelt die Mustertradition des westlichen Iran.
Besonderheiten
Zu den klar benennbaren Eigenschaften dieses Stücks gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Flor aus hochwertiger Wolle und das Gartenmuster Kheshti. Die Knotendichte liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Das Muster zeigt pflanzliche und tierische Motive und ist in Rot, Braun und Creme ausgeführt. Der Zustand ist sehr gut.
Die Wolle wird als widerstandsfähig beschrieben. Damit verbindet der Teppich eine dekorative, detailreiche Musterung mit einer praktischen Materialeigenschaft. Die Herkunft aus Westiran nahe Isfahan und die Verbindung zur Bakhtiar-Nomadentradition geben dem Stück zudem eine eindeutig regionale Einordnung. Seine Besonderheit liegt somit im Zusammenspiel von Herkunft, Material, Knüpftechnik und Kheshti-Komposition.
FAQ
Wie pflegt man einen Bakhtiar Perserteppich?
Regelmäßiges Absaugen entfernt Staub und Schmutz aus dem Flor. Bei einem Fleck sollte die betroffene Stelle sofort mit einem feuchten Tuch abgetupft werden. Reiben ist zu vermeiden, weil dadurch die Verschmutzung tiefer in die Wolle gelangen oder die Oberfläche unnötig belastet werden kann. Für eine gründliche Behandlung ist eine professionelle Teppichreinigung empfehlenswert. Die Pflege sollte die hochwertige Wolle und die handgeknüpfte Struktur berücksichtigen.
Woher stammen Bakhtiar-Teppiche?
Bakhtiar-Teppiche stammen aus Westiran und sind mit den Bakhtiar-Nomaden verbunden, die westlich von Isfahan im Zagros-Gebirge leben. Die Herkunft erklärt die enge Verbindung aus nomadischer Knüpftradition, praktischer Wollverarbeitung und regionaler Musterkunst. Dieses Stück wird der Gegend nahe Isfahan zugeordnet. Es handelt sich dabei um einen Bakhtiar-Perserteppich und nicht um einen Isfahan-Teppich; beide Bezeichnungen stehen für unterschiedliche regionale Traditionen.
Was macht einen Bakhtiar-Teppich besonders?
Charakteristisch ist die Verbindung aus hochwertiger Wolle, handgeknüpfter Verarbeitung und dem Gartenmuster Kheshti. Die gegliederten Felder enthalten pflanzliche und tierische Motive, während Rot, Braun und Creme die Farbgestaltung bestimmen. Hinzu kommt die beschriebene Widerstandsfähigkeit des Materials. Gemeinsam geben diese Eigenschaften dem Teppich eine klare westiranische Identität und verbinden eine praktische Nutzung mit einer eigenständigen, naturbezogenen Ornamentik.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














