






Perserteppich Bakhtiar 296 x 200 cm Wolle handgeknüpft
1614$
Handgeknüpfter Bakhtiar Perserteppich | Knotendichte: 150.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor weiche und robuste Wolle | Größe: 296 x 200 cm | Muster: Gartenmuster Kheshti mit Pflanzen- und Tiermotiven | Zustand: Sehr gut
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Beschreibung
Bakhtiar Perserteppich
Material und Verarbeitung
Dieser Bakhtiar-Perserteppich besteht aus weicher und zugleich robuster Wolle. Damit verbindet das Material zwei Eigenschaften, die bei einem Teppich für den täglichen Gebrauch eine wichtige Rolle spielen: Die Oberfläche fühlt sich angenehm an, während die Wollfaser für eine widerstandsfähige Ausführung steht. Der Teppich ist handgeknüpft und gehört damit zu einer Herstellungsform, bei der jedes einzelne Stück Schritt für Schritt von Hand entsteht.
Beim Handknüpfen werden die Knoten einzeln gesetzt und anschließend in Reihen verdichtet. So entwickelt sich das Muster nicht als industrieller Druck auf einer fertigen Fläche, sondern aus der eigentlichen Struktur des Teppichs. Die angegebene Knotendichte von 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter steht für eine differenzierte Ausarbeitung der Zeichnung. Bei einem Bakhtiar-Teppich treffen diese handwerkliche Technik und die strapazierfähige Wolle aufeinander.
Wolle ist als Teppichmaterial traditionell eng mit der iranischen Knüpfkunst verbunden. Sie eignet sich für eine griffige, belastbare Florfläche und bewahrt zugleich einen weichen Charakter. Bei diesem Stück wird die Materialangabe ausdrücklich mit den Eigenschaften weich und robust beschrieben. Weitere Materialangaben liegen für den Teppich nicht vor; im Mittelpunkt steht seine handgeknüpfte Wollausführung.
Herkunft und Tradition
Der Bakhtiar-Perserteppich stammt aus dem Iran, aus der Region westlich von Isfahan und in der Nähe des Zagros-Gebirges. Die Bezeichnung Bakhtiar verweist auf eine Teppichtradition, die tief in der Kultur des iranischen Nomadenvolkes verwurzelt ist. Landschaft, Lebensweise und die Weitergabe handwerklicher Kenntnisse bilden den kulturellen Rahmen, in dem diese Teppiche entstanden sind und bis heute eingeordnet werden.
Die Region westlich von Isfahan verbindet unterschiedliche Einflüsse der iranischen Teppichkultur. Isfahan ist für fein ausgearbeitete Muster und die Verwendung von Seide bekannt. Bakhtiar-Teppiche stehen daneben für eine eigene regionale Sprache, in der robuste Wollqualität und markante Gartenaufteilungen eine wichtige Rolle spielen. Die Nähe zum Zagros-Gebirge gehört zur geografischen Einordnung dieser Herkunft und erklärt den starken Bezug zu einer traditionsreichen ländlichen und nomadischen Umgebung.
Handgeknüpfte Teppiche werden in solchen Traditionen nicht als vollkommen gleichförmige Serienprodukte verstanden. Die Zeichnung wird aus vielen einzelnen Knoten aufgebaut, und die handwerkliche Ausführung prägt den Charakter jedes Stücks. Überlieferte Motive können dabei von einer Generation an die nächste weitergegeben werden, ohne dass jedes Exemplar völlig identisch ausfällt. So bleibt die regionale Tradition erkennbar, während jedes handgeknüpfte Stück seine eigene Ausführung besitzt.
Bakhtiar-Teppiche sind für ihre Widerstandsfähigkeit und für die Verwendung weicher, robuster Wolle bekannt. Diese Verbindung entspricht einer Tradition, in der Teppiche nicht nur als dekorative Gegenstände, sondern auch als praktische Bestandteile des Wohnens verstanden werden. Die Handarbeit macht die Herstellung aufwendig und verankert das Stück zugleich in einer Kultur, in der textile Fertigkeiten einen festen Platz haben.
In den angrenzenden und vergleichbaren iranischen Teppichtraditionen finden sich weitere eigenständige Formen. Isfahan-Teppiche werden mit feinen Mustern und Seide verbunden, während Tabriz-Teppiche häufig komplexe Medaillons und florale Motive zeigen. Auch Nain und Kashan sind für sorgfältige Verarbeitung und die Verwendung von Wolle oder Seide bekannt. Diese Herkunftsbezeichnungen stehen jeweils für eigene regionale Traditionen; sie machen aus einem Bakhtiar jedoch keinen Isfahan-, Tabriz-, Nain- oder Kashan-Teppich.
Gemeinsam ist diesen iranischen Teppicharten die Bedeutung von Naturmaterialien und handwerklicher Arbeit. Unterschiede zeigen sich in Musteraufbau, Materialwahl, Farbwirkung und regionaler Gestaltung. Der Bakhtiar-Perserteppich bleibt dabei in seiner Herkunft westlich von Isfahan und im Umfeld des Zagros-Gebirges verankert. Seine regionale Identität entsteht aus dieser geografischen Zuordnung, aus dem Gartenmuster und aus der überlieferten Handknüpftechnik.
Design und Muster
Das charakteristische Muster dieses Teppichs ist das traditionelle Gartenmuster, das auch als Kheshti bezeichnet wird. Kheshti-Muster gliedern die Fläche in einzelne Felder, die an Gartenparzellen erinnern. Diese Aufteilung gibt der Komposition eine klare Ordnung und ermöglicht es, innerhalb der Felder unterschiedliche Darstellungen miteinander zu verbinden. Bei diesem Teppich werden Pflanzen- und Tiermotive als bestimmende Bildelemente genannt.
Die pflanzlichen Motive stellen den Bezug zur Natur und zur Vorstellung eines gegliederten Gartens her. Blätter, Blüten und weitere botanische Formen können in einer solchen Mustertradition als wiederkehrende Zeichen auftreten. Tiermotive ergänzen diese Bildwelt und verleihen den einzelnen Feldern eine zusätzliche inhaltliche Ebene. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne zentrale Figur, sondern das Zusammenspiel vieler kleiner Motive innerhalb der geordneten Gartenstruktur.
Die Kheshti-Aufteilung wirkt anders als ein durchgehendes Medaillonmuster. Statt den Blick ausschließlich auf ein Zentrum zu lenken, verteilt sie die Gestaltung über mehrere Bereiche. Dadurch entsteht ein rhythmischer Aufbau, in dem sich die Felder wiederholen und dennoch durch ihre Motive unterscheiden können. Die Handknüpftechnik unterstützt diese differenzierte Zeichnung, weil die Formen aus einzelnen Knoten entwickelt werden.
Die Farben dieses Teppichs sind Rot, Braun und Creme. Rot bringt eine kräftige, warme Farbrichtung in die Gestaltung, während Braun eine erdige Verbindung zur natürlichen Bildwelt des Gartenmusters herstellt. Creme setzt einen helleren Kontrast und kann die einzelnen Felder sowie die Pflanzen- und Tierdarstellungen voneinander abheben. Zusammen bestimmen diese drei Farben die sichtbare Farbwirkung des Stücks.
Gartenmuster gehören zu den Bildwelten, in denen Natur nicht nur als freie Landschaft, sondern als geordneter, gestalteter Raum erscheint. Das Kheshti-Muster überträgt diese Idee in eine textile Komposition. Die einzelnen Felder erinnern an die Aufteilung eines Gartens, ohne dass der Teppich dadurch zu einer naturgetreuen Abbildung werden muss. Pflanzen- und Tiermotive werden in eine dekorative Ordnung eingebunden, die für Bakhtiar-Teppiche charakteristisch ist.
Die regionale Gestaltung lässt sich von anderen iranischen Mustertraditionen unterscheiden. Tabriz ist häufig mit komplexen Medaillons und floralen Motiven verbunden, während Isfahan für feine Muster bekannt ist. Beim Bakhtiar steht hier dagegen das Gartenmuster Kheshti mit seinen gegliederten Feldern sowie Pflanzen- und Tiermotiven im Vordergrund. Die Farbkombination aus Rot, Braun und Creme verstärkt den traditionellen, naturbezogenen Eindruck.
Besonderheiten
Eine Besonderheit dieses Stücks ist die Verbindung aus handgeknüpfter Ausführung, weicher und robuster Wolle und dem Kheshti-Gartenmuster. Die regionale Herkunft westlich von Isfahan am Zagros-Gebirge gibt dem Teppich eine klare Einordnung innerhalb der iranischen Teppichtradition. Die Knotendichte liegt bei 150.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter und unterstützt die detailreiche Gestaltung von Pflanzen- und Tiermotiven.
Der Teppich wird als sehr gut erhalten beschrieben. Seine Farben Rot, Braun und Creme bilden eine warme, erdverbundene Palette. Durch seine widerstandsfähige Wollausführung eignet er sich für Wohnräume, Esszimmer und Flure. Das Gartenmuster kann sowohl in traditionelle als auch in moderne Einrichtungsstile eingeordnet werden, ohne dass sich dadurch seine regionale Herkunft verändert.
FAQ
Wie pflege ich meinen Bakhtiar-Perserteppich?
Regelmäßiges Staubsaugen hilft dabei, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen und die Wolloberfläche sauber zu halten. Flecken sollten möglichst sofort mit einem feuchten Tuch behandelt werden. Dabei ist es sinnvoll, vorsichtig zu arbeiten und die Stelle nicht unnötig zu reiben. Eine professionelle Teppichreinigung wird ebenfalls empfohlen, damit Farben und Material geschont werden. Die Pflege sollte sich an der handgeknüpften Wollausführung orientieren.
Ist ein Bakhtiar-Teppich für Fußbodenheizung geeignet?
Bakhtiar-Teppiche aus Wolle sind in der Regel für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Wolle sorgt für eine angenehme Wärme und ist zugleich atmungsaktiv. Vor der Verwendung sollte die konkrete Raumsituation berücksichtigt werden, insbesondere die fachgerechte Verlegung und die ausreichende Luftzirkulation. Die grundsätzliche Eignung ergibt sich bei Wollteppichen aus dem Materialcharakter und gilt als allgemeine Empfehlung, nicht als Aussage über eine besondere technische Ausstattung dieses Teppichs.
Wo lässt sich ein Bakhtiar-Teppich am besten auslegen?
Bakhtiar-Teppiche passen in Wohnräume, Esszimmer und Flure. Sie eignen sich besonders für Bereiche, in denen ein gemütliches Ambiente gewünscht ist. Das Gartenmuster mit Pflanzen- und Tiermotiven lässt sich sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Einrichtungsstilen verbinden. Die Wahl des konkreten Platzes richtet sich nach der Raumaufteilung und der gewünschten Wirkung; die genannten Räume entsprechen den typischen Einsatzbereichen dieses Teppichtyps.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |














