







Perserteppich Bachtiari 316 x 213 cm Wolle handgeknüpft
Ursprünglicher Preis war: 1775$1065$Aktueller Preis ist: 1065$
Handgeknüpfter Bachtiari Perserteppich | Knotendichte: 160000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 316 x 213 cm | Muster: Symmetrisches florales Medaillon | Zustand: Gebraucht, in gutem Zustand, professionell gewaschen
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VERSANDPARTNERInventarnummer: 100120000343
Beschreibung
Bachtiari Perserteppich
Material und Verarbeitung
Ein Bachtiari-Teppich entsteht auf einer Kette aus Baumwolle. Der Schuss besteht aus Wolle, wodurch eine stabile Grundlage für den handgeknüpften Flor geschaffen wird. Bei diesem Teppich besteht der Flor zu 100 % aus Wolle, während die Kette aus 100 % Baumwolle gefertigt ist. Die Verbindung dieser beiden Materialien gehört zur traditionellen Konstruktion von Bachtiari-Teppichen und prägt ihren Aufbau.
Die Wolle für Bachtiari-Teppiche stammt traditionell häufig von den Herden des herstellenden Stammes. Ihre Eigenschaften können von Stamm zu Stamm verschieden sein. Je nach Wolle reicht die Oberfläche von eher stumpf bis deutlich glänzend; auch die Höhe und der Charakter des geschnittenen Flors können variieren. Handgeknüpfte Bachtiari-Teppiche zeigen deshalb nicht alle dasselbe Erscheinungsbild, selbst wenn sie aus derselben regionalen Tradition hervorgegangen sind.
Die Knotendichte dieses Exemplars beträgt 160000/Qm. Bei Bachtiari-Teppichen wird die Knotendichte häufig gemeinsam mit Muster, Färbung und Ausführung betrachtet. Besonders dicht geknüpfte Stücke werden oft als Bibibaff bezeichnet. Daneben gibt es Ausführungen wie Chapel Shotur und Saman, die etwas niedriger eingestuft werden, aber dennoch als gut bis ausgezeichnet gelten. Hori-Teppiche sind lockerer gewebt und werden traditionell als einfacher und erschwinglicher eingeordnet.
Die handwerkliche Herstellung verbindet Kette, Schuss und Flor zu einer eigenständigen Teppichstruktur. Die Wolle ermöglicht eine ausdrucksstarke Oberfläche, während die Baumwollkette der Konstruktion eine klare Basis gibt. Welche Wirkung ein Bachtiari-Teppich entwickelt, hängt dabei nicht allein von der Knotendichte ab, sondern ebenso von der Wolle, dem Muster und den verwendeten Farbstoffen.
Herkunft und Tradition
Die Bachtiari-Teppichkunst ist eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes. Die Region Chahar Mahaal und Bachtiari im westlichen Persien bildet den kulturellen Zusammenhang, in dem diese Teppiche entstanden und weiterentwickelt wurden. Neben dem Teppichknüpfen gehören weitere Webtechniken zur textilen Tradition des Stammes. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert, wodurch ihre Muster und ihre handwerkliche Ausführung auch außerhalb ihrer Herkunftsregion bekannt wurden.
Ursprünglich wurden Bachtiari-Teppiche von nomadisch lebenden Bakhtiari hergestellt. Die meisten authentischen Stücke entstehen heute jedoch in sesshaften Bakhtiari-Gemeinden im mittleren Westpersien. Diese Siedlungsgebiete liegen südwestlich von Isfahan, vor allem in Chahar Mahaal und Bakhtiari sowie in Teilen der Provinzen Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan. Ein wichtiges Zentrum ist Shahr-Kurd. Die regionale Teppichtradition ist daher nicht auf einen einzelnen Ort beschränkt, sondern umfasst mehrere miteinander verbundene Gemeinden und Webzentren.
Nach ihrem Ursprungsort wurden Bakhtiari-Teppiche auch Saman oder Hureh beziehungsweise Hori genannt. Diese Bezeichnungen können sich auf bestimmte lokale Traditionen und Ausführungen beziehen. Heute werden Saman und Hori zunehmend als Qualitätsmerkmale innerhalb der Bakhtiari-Teppiche verstanden und nicht ausschließlich als präzise geografische Angaben. Die Begriffe zeigen, wie eng Herstellungsort, Stil und Einschätzung der Ausführung in der Geschichte orientalischer Teppiche miteinander verbunden sind.
Bakhtiari-Muster wurden auch in anderen Webzentren Persiens sowie in Pakistan, Indien und China nachgeahmt. Deshalb verweist ein ortsbezogener Mustername nicht in jedem Fall auf den tatsächlichen Herstellungsort eines Teppichs. Er kann ebenso die Herkunft eines Musters oder eine bestimmte Qualitätsvorstellung bezeichnen. Beim Bachtiari-Typ gehören regionale Herkunft, überlieferte Muster und die jeweilige handwerkliche Umsetzung zusammen, dürfen aber nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden.
Die Teppiche wurden sowohl für den Gebrauch in den Gemeinschaften als auch für den Handel hergestellt. Ihre Größen reichen traditionell von schmalen Läufern für Flure bis zu großen Teppichen für geräumige Innenbereiche. Größere Stücke sind seltener und schwieriger zu finden. Auch ältere Teppiche werden häufig von Sammlern gesucht. Die Wertbeurteilung kann neben dem Alter und der Knüpfdichte das Muster, die Färbung und die handwerkliche Qualität berücksichtigen.
Die Entwicklung der Bachtiari-Teppiche steht damit für eine Verbindung aus Stammestradition, sesshaften Webgemeinden und internationalem Austausch. Die Weitergabe von Knoten, Farben und Mustern bewahrte regionale Merkmale, während die Nachahmung in anderen Ländern die Verbreitung der Designs förderte. Diese Geschichte erklärt, weshalb Bachtiari-Teppiche sowohl klar erkennbare regionale Bezüge als auch unterschiedliche lokale Ausprägungen zeigen können.
Design und Muster
Das Muster dieses Teppichs ist als symmetrisches florales Medaillon beschrieben. Ein Medaillon ordnet die Gestaltung um eine zentrale Form und gibt dem Innenfeld eine erkennbare Mitte. Bei einer symmetrischen Anlage werden die floralen Elemente ausgewogen aufeinander bezogen. So entsteht eine geordnete Komposition, in der die Blüten- und Rankenformen nicht zufällig verteilt sind, sondern einem klaren Aufbau folgen.
Blumen und Gärten bilden die wichtigsten Inspirationsquellen vieler Bachtiari-Muster. Florale Darstellungen können einzelne Blüten, Ranken, Blätter oder größere Gartenordnungen aufnehmen. Ihre Wirkung entsteht durch die Wiederholung und die Beziehung der Ornamente zueinander. Ein Medaillonmuster verbindet dabei die zentrale Gestaltung mit dem umgebenden Feld und kann durch weitere florale Elemente gegliedert werden.
Das Khesti gilt als eines der bekanntesten Bachtiari-Motive. Es ist als Gartenmuster angelegt und teilt das Feld in einzelne Quadrate. In diesen Feldern erscheinen Tiere und Pflanzen als symbolische Zeichen. Die quadratische Ordnung erinnert an eine aufgeteilte Gartenlandschaft und unterscheidet das Khesti von freier angelegten Blumenmustern. Ein weiteres einflussreiches Motiv zeigt ein Feld mit Gitterwerk und floralen Ornamenten. Diese Mustertraditionen verdeutlichen, wie Bachtiari-Teppiche Naturbilder in strukturierte Flächen übertragen.
Die florale Gestaltung ist nicht nur eine dekorative Ergänzung, sondern ein wichtiges Mittel der Flächenordnung. Wiederkehrende Pflanzenformen können den Rand, das Innenfeld und die Umgebung eines Medaillons miteinander verbinden. Durch Spiegelungen und regelmäßige Anordnungen entsteht eine Balance, die für symmetrische Teppichkompositionen typisch ist. Die genaue Wirkung hängt dabei von der Größe der Ornamente, dem Verhältnis von Feld und Einfassung sowie der gewählten Farbverteilung ab.
Die Farbgebung variiert je nach Stil und Tradition des jeweiligen Stammes. Im Allgemeinen kommen bei Bachtiari-Teppichen Schattierungen von Weiß, Rot, Braun, Grün und Gelb vor. Naturfarbstoffe können zu Farbabweichungen führen, die bei sehr alten Bibibaff-Stücken besonders deutlich werden. Solche Unterschiede sind Teil der Entwicklung pflanzlicher und anderer natürlicher Färbungen und können den Charakter eines Musters im Laufe der Zeit verändern.
Bei einem symmetrischen floralen Medaillon treffen somit mehrere Gestaltungsideen der Bachtiari-Tradition zusammen: die zentrale Ordnung des Medaillons, die ausgewogene Wiederholung floraler Formen und die lang überlieferte Verbindung von Blumen- und Gartenmotiven. Das Muster bleibt dabei in einer klar lesbaren Struktur, während die Farbwahl und die Ausführung der Wolle den visuellen Ausdruck bestimmen.
Besonderheiten
Dieser Teppich hat eine Knotendichte von 160000/Qm und ist mit einem Flor aus 100 % Wolle auf einer Kette aus 100 % Baumwolle ausgeführt. Sein Muster ist ein symmetrisches florales Medaillon. Der Teppich wird als gebraucht und in gutem Zustand beschrieben; außerdem wurde er professionell gewaschen. Diese Angaben fassen die besonderen Merkmale, die Materialausführung und den aktuellen Pflegezustand dieses Einzelstücks zusammen.
Die Kombination aus Bachtiari-Herkunft, handgeknüpfter Konstruktion und floraler Medaillonordnung verbindet das konkrete Stück mit einer regionalen Teppichtradition, ohne seine individuellen Eigenschaften mit jeder Bachtiari-Ausführung gleichzusetzen. Die angegebene Knotendichte und die verwendeten Materialien machen die handwerkliche Ausführung nachvollziehbar, während die professionelle Wäsche den beschriebenen Zustand ergänzt.
FAQ
Woher stammt die Kunstform der Bachtiari-Teppiche, und seit wann werden sie exportiert?
Die Bachtiari-Teppichkunst ist eine bedeutende Kunstform des Bachtiari-Stammes in der Region Chahar Mahaal und Bachtiari im westlichen Persien. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden Bachtiari-Teppiche in die ganze Welt exportiert. Ihre Bekanntheit beruht auf der Verbindung von regionaler Stammestradition, Webtechniken und charakteristischen Teppichmustern.
Wo werden die meisten authentischen Bachtiari-Teppiche hergestellt, und welchen Ursprungsnamen tragen sie oft?
Die meisten authentischen Bachtiari-Teppiche werden in sesshaften Bakhtiari-Gemeinden im mittleren Westpersien gewebt, südwestlich von Isfahan und besonders in Chahar Mahaal und Bakhtiari. Sie entstehen außerdem in Teilen von Isfahan, Lorestan und Ost-Khuzestan, insbesondere in Shahr-Kurd. Als Ursprungsnamen sind Saman und Hureh beziehungsweise Hori überliefert.
Wie unterscheiden sich Konstruktion und Qualität der Bachtiari-Teppiche, und welches Motiv ist besonders bekannt?
Bachtiari-Teppiche basieren auf einer Baumwollkette und einem Schuss aus Wolle. Ihre Qualität und Knotendichte können deutlich variieren; die höchste Knotendichte wird häufig als Bibibaff bezeichnet. Die Muster sind meist von Blumen oder Gärten inspiriert. Besonders bekannt ist Khesti, ein Gartenmuster mit einzelnen Feldern, in denen Tiere und Pflanzen als Symbole erscheinen.
Zusätzliche Informationen
| Design-Stil | |
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| Farbe | |
| Grösse | |
| Form | |
| Herkunft | |
| Knotendichte | |
| Material |








