Perserteppich Ardabil 370 x 275 cm Wolle handgeknüpft

Ursprünglicher Preis war: 11006$Aktueller Preis ist: 2308$

Handgeknüpfter Ardabil Perserteppich | Knotendichte: 600.000-700.000 Knoten/qm | Material: Flor 100% Schurwolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 370 x 275 cm | Muster: Toranj Sheikh Safi Medaillon | Zustand: gebraucht im sehr guten Zustand, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000317

Beschreibung

Ardabil Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Ardabil Perserteppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht zu 100% aus Schurwolle, während die Kette zu 100% aus Baumwolle gefertigt ist. Damit sind die beiden im Teppich verwendeten Grundmaterialien klar benannt: Wolle bildet die sichtbare Florseite, Baumwolle trägt als Kettmaterial die geknüpften Reihen. Die Kombination aus Wollflor und Baumwollkette gehört zu den überlieferten Materialkonstellationen der persischen Teppichherstellung. Sie verbindet eine textile Oberfläche aus Naturwolle mit einem gesonderten Grundgerüst aus Baumwollfäden.

Die Knotendichte dieses Teppichs beträgt 600.000-700.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Angabe beschreibt die Anzahl der gesetzten Knoten innerhalb einer bestimmten Fläche und macht die Feinheit der handwerklichen Ausführung nachvollziehbar. Beim Handknüpfen wird jeder Knoten einzeln in die vorbereiteten Kettfäden eingearbeitet. Nach jeder Reihe wird das Gewebe weiter verdichtet, bevor weitere Knoten und Schussfäden folgen. Die Knotendichte steht deshalb in engem Zusammenhang mit der Detailfähigkeit eines Musters, ohne allein über den Charakter eines Teppichs zu entscheiden.

Schurwolle wird bei persischen Teppichen traditionell wegen ihrer geeigneten Faserstruktur für den Flor eingesetzt. Sie lässt sich verspinnen, färben und von Hand in die Knüpfarbeit einfügen. Baumwolle wird häufig für Kette und Schuss verwendet, weil sie sich zu gleichmäßigen, tragenden Fäden verarbeiten lässt. Bei diesem Stück ist ausdrücklich die Kette aus 100% Baumwolle angegeben. Die Verarbeitung bleibt dabei als handgeknüpfte Arbeit erkennbar: Das Muster entsteht nicht durch einen Druck oder eine industrielle Beschichtung, sondern durch die Anordnung einzelner Knoten.

Die Bezeichnung Toranj Sheikh Safi Ardabil verbindet Herkunftsbezug und Musterbezeichnung. In der Musterangabe wird das Design als Toranj Sheikh Safi Medaillon bezeichnet. Das Medaillon ist damit der benannte zentrale Formgedanke dieser Arbeit. Die handwerkliche Ausführung, die hohe angegebene Knotendichte sowie die genannten Naturmaterialien bilden gemeinsam die technischen Eckdaten dieses einzelnen Teppichs.

Herkunft und Tradition

Ardabil liegt im Nordwesten Persiens und besitzt eine lange Tradition in der Herstellung persischer Teppiche. Die Stadt und ihre Umgebung stehen für eine regionale Web- und Knüpfkultur, in der Materialien, Muster und handwerkliche Erfahrung über Generationen weitergegeben wurden. Ardabil-Teppiche werden mit hochwertigen Materialien, feiner Handwerkskunst und künstlerisch ausgearbeiteten Designs verbunden. Der Name Ardabil bezeichnet hier den persischen Herkunftsbezug des Teppichs; er ist nicht lediglich eine dekorative Musterangabe.

Die Teppichherstellung in Ardabil steht in einem größeren Zusammenhang mit der persischen Knüpfkunst. In Persien entwickelten sich zahlreiche regionale Traditionen, deren Unterschiede sich unter anderem in Aufbau, Knotung, Ornamentik und der Auswahl der Materialien zeigen. Ein handgeknüpfter Teppich entsteht dabei in vielen aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten. Zuerst wird das Grundgerüst aus Kettfäden eingerichtet. Danach werden Florfäden verknotet und durch Schussfäden gesichert. Die Zeichnung wird aus einer Folge von Knoten und farblich unterschiedlichen Partien aufgebaut.

Ardabil ist außerdem mit einer bedeutenden religiösen und kulturellen Geschichte verbunden. Der Zusatz Sheikh Safi nimmt Bezug auf Sheikh Safi al-Din Ardabili, einen aus Ardabil stammenden Sufi-Mystiker. Sein Einfluss auf die religiöse und kulturelle Geschichte der Region prägt die Bedeutung, die der Name Sheikh Safi im Zusammenhang mit Ardabil erhalten hat. Die Bezeichnung im Teppichnamen verweist daher nicht nur auf eine geographische Region, sondern trägt auch einen kulturellen Bezug in sich.

Der Name Toranj kann innerhalb der persischen Teppichsprache auf eine bestimmte Muster- oder Designvariante hinweisen. Bei diesem Teppich wird die Musterung ausdrücklich als Toranj Sheikh Safi Medaillon bezeichnet. Ardabil-Teppiche können unterschiedliche Gestaltungsformen aufweisen, darunter florale Muster, Medaillons und geometrische Motive. Die regionale Tradition ist deshalb nicht auf ein einziges Erscheinungsbild beschränkt. Vielmehr bietet sie einen Rahmen, in dem zentrale Kompositionen, wiederkehrende Ornamente und regionale Gestaltungsideen miteinander verbunden werden.

Die Geschichte der persischen Teppichkunst ist von der Verbindung zwischen handwerklicher Genauigkeit und bildlicher Ordnung geprägt. Ein Medaillon kann als Mittelpunkt einer Teppichkomposition dienen, während weitere Ornamentbereiche die zentrale Form aufnehmen oder räumlich gliedern. In regionalen Werkstätten wurden solche Grundideen unterschiedlich interpretiert. Die Namen von Orten, religiösen Persönlichkeiten und Musterformen können dabei gemeinsam in einer Teppichbezeichnung erscheinen. Bei diesem Stück treffen Ardabil, Sheikh Safi und Toranj in genau dieser Weise aufeinander.

Das Produktionsjahr dieses Teppichs liegt zwischen 1965 und 1970. Damit gehört er in eine jüngere Phase der persischen Teppichproduktion, bleibt aber in der Tradition des handgeknüpften Ardabil-Teppichs verankert. Die zeitliche Einordnung ergänzt den regionalen Ursprung und die technische Beschreibung, ohne die überlieferten Gestaltungstraditionen von Ardabil zu ersetzen. Der Teppich steht somit für eine handgeknüpfte Arbeit aus Persien, deren Benennung regionale, kulturelle und ornamentale Hinweise zusammenführt.

Design und Muster

Das Muster ist als Toranj Sheikh Safi Medaillon bezeichnet. Im Mittelpunkt der Benennung steht damit ein Medaillon, also eine zentrale, zusammenhängende Gestaltungseinheit innerhalb der Teppichkomposition. Toranj ist die bezeichnete Designvariante, während Sheikh Safi den kulturellen und regionalen Bezug ergänzt. Die vollständige Musterbezeichnung beschreibt den Teppich genauer als die alleinige Ortsangabe Ardabil.

Medaillonkompositionen gehören zu den bekannten Grundformen der persischen Teppichgestaltung. Ein zentrales Feld kann die visuelle Ordnung bestimmen und von weiteren Ornamentzonen begleitet werden. Bei der Ausarbeitung eines Medaillons kommt es auf klare Konturen, ausgewogene Proportionen und eine sorgfältige Wiederholung der Einzelmotive an. Diese allgemeinen Gestaltungsprinzipien erklären, weshalb eine hohe Knotendichte bei medaillonorientierten Mustern die Umsetzung feiner Linien und kleinerer Details unterstützen kann. Sie beschreiben die Tradition der Gestaltung und sind keine zusätzliche Aussage über nicht benannte Einzelmotive dieses Teppichs.

Ardabil-Teppiche zeigen traditionell eine breite Palette an Entwürfen. Dazu zählen florale Muster, Medaillons und geometrische Motive. Diese Vielfalt macht deutlich, dass der Herkunftsname keine einzige verbindliche Musterform festlegt. Das vorliegende Stück ist durch die konkrete Angabe Toranj Sheikh Safi Medaillon näher bestimmt. Der Name Toranj kann dabei auf ein spezifisches, sich wiederholendes Designelement oder auf eine besondere Variante innerhalb der Ardabil-Tradition hinweisen.

In einem handgeknüpften Teppich wird das Muster nicht nachträglich auf die Oberfläche aufgetragen. Es entsteht während des Knüpfens aus der Folge der Knoten. Die Zeichnung wird nach einem Entwurf oder einer überlieferten Musterordnung aufgebaut, wobei jede Farb- und Formpartie in die Struktur des Flors eingeordnet wird. So werden ein zentrales Medaillon und seine begleitenden Elemente Schritt für Schritt aus dem Material entwickelt. Die angegebene Knotendichte von 600.000-700.000 Knoten pro Quadratmeter verweist dabei auf eine fein gegliederte handwerkliche Ausführung.

Der Ausdruck Sheikh Safi verleiht der Musterbezeichnung eine historische und kulturelle Dimension. Sheikh Safi al-Din Ardabili stammte aus Ardabil und hatte großen Einfluss auf die religiöse und kulturelle Geschichte der Region. In der Benennung des Musters treffen dadurch ornamentale Form, regionaler Bezug und Erinnerung an eine bedeutende Persönlichkeit zusammen. Das Medaillon bleibt der konkrete Designhinweis, während Toranj und Sheikh Safi die Bezeichnung in den Zusammenhang der Ardabiler Tradition stellen.

Die Wirkung einer Medaillonkomposition entsteht aus dem Zusammenspiel von Zentrum, Umfassung und Wiederholung. Auch ohne zusätzliche Angaben zu Farben oder einzelnen Nebenmotiven lässt sich die Struktur des benannten Designs einordnen: Ein Medaillon bildet den maßgeblichen Bezugspunkt, und die Ausarbeitung erfolgt in der für handgeknüpfte persische Teppiche typischen Verbindung von Zeichnung und Textilstruktur. Der Teppich verbindet damit eine definierte Musterbezeichnung mit der regionalen Formensprache von Ardabil.

Besonderheiten

Der Teppich wurde zwischen 1965 und 1970 produziert und ist damit als semiantik bezeichnet. Er ist gebraucht und befindet sich in sehr gutem Zustand. Außerdem wurde er professionell gewaschen. Diese Angaben beschreiben seine zeitliche Einordnung, seinen gebrauchten Charakter und die durchgeführte Reinigung. Sie ergänzen die technischen Informationen zur Handknüpfung, zur Knotendichte und zu den Materialien.

Als Einzelstück trägt dieser Teppich die Bezeichnung UNIKAT. Sein Name verbindet Toranj, Sheikh Safi und Ardabil mit einem ausdrücklich benannten Medaillonmuster. Die hohe Knotendichte, der Flor aus 100% Schurwolle und die Kette aus 100% Baumwolle bilden die festgehaltenen Merkmale seiner Herstellung. Zusammen mit dem Produktionszeitraum und dem professionell gewaschenen, sehr guten gebrauchten Zustand ergibt sich eine präzise Beschreibung dieses Teppichs.

FAQ

Woher stammt der Teppich?

Der Teppich stammt aus Persien und wird der Tradition von Ardabil zugeordnet. Ardabil liegt im Nordwesten Persiens und ist für eine lange Geschichte der Teppichherstellung bekannt. Der Name Sheikh Safi verweist zusätzlich auf Sheikh Safi al-Din Ardabili, einen aus Ardabil stammenden Sufi-Mystiker mit Bedeutung für die religiöse und kulturelle Geschichte der Region. Die Herkunftsbezeichnung und der kulturelle Namensbestandteil gehören damit beide zur Beschreibung dieses Stücks.

Wie ist der Teppich gearbeitet?

Der Teppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus 100% Schurwolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Die Knotendichte liegt bei 600.000-700.000 Knoten pro Quadratmeter. Beim Handknüpfen wird das Muster durch einzelne Knoten in das vorbereitete Kettgerüst eingearbeitet. Die angegebene Dichte beschreibt die Feinheit dieser Ausführung, während die Materialangaben die Zusammensetzung von Flor und Kette präzisieren.

Welches Muster hat der Teppich?

Das Muster ist als Toranj Sheikh Safi Medaillon bezeichnet. Der zentrale Gestaltungshinweis ist somit ein Medaillon, ergänzt durch die Bezeichnungen Toranj und Sheikh Safi. Toranj kann eine bestimmte Muster- oder Designvariante innerhalb der Ardabil-Tradition benennen. Ardabiler Teppiche umfassen allgemein florale, geometrische und medaillonartige Entwürfe; bei diesem Teppich ist die konkrete Musterangabe das Toranj Sheikh Safi Medaillon.

Zusätzliche Informationen
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