Perserteppich Abadeh 195 x 80 cm Wolle handgeknüpft

905$

Handgeknüpfter Abadeh Perserteppich | Knotendichte: 120.000 – 200.000 Knoten/m² | Material: Flor hochwertige Schurwolle | Größe: 195 x 80 cm | Muster: Rautenförmiges Medaillon mit stilisierten Hexagonen | Zustand: Sehr gut

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Inventarnummer: D6DF1D69

Beschreibung

Abadeh Perserteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Abadeh Perserteppich besteht aus hochwertiger Schurwolle. Die Wolle wird als natürlich und glänzend beschrieben und bildet den Flor des handgeknüpften Teppichs. Ein weicher Flor gehört zu den ausdrücklich genannten Eigenschaften dieses Stücks und bestimmt seine Haptik. Die Verarbeitung erfolgt von Hand durch das Knüpfen einzelner Knoten. Dadurch entsteht ein textiler Aufbau, in dem das Muster Knoten für Knoten ausgearbeitet wird.

Die angegebene Knotendichte liegt bei 120.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter. Eine solche Dichte ermöglicht die Ausarbeitung eines klar gegliederten Motivs und unterstützt die detaillierte Wirkung des Rautenmosaillons mit seinen stilisierten Hexagonen. Bei einem handgeknüpften Teppich verbindet sich die Auswahl der Wolle mit der sorgfältigen Ausführung des Knotens. Der weiche Flor und die beschriebene Strapazierfähigkeit gehören zu den Eigenschaften, die diesen Teppich für die Nutzung im Wohnbereich auszeichnen.

Die Schurwolle verleiht dem Flor seine natürliche Struktur und seinen Glanz. Zugleich wird der Teppich als langlebig und robust beschrieben. Diese Angaben beziehen sich auf die Materialqualität und die handwerkliche Verarbeitung des Abadeh. Der vorliegende Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Weitere Materialbestandteile sind nicht angegeben und werden daher nicht ergänzt.

Herkunft und Tradition

Der Teppich stammt aus Fars im Iran und wird als Abadeh Perserteppich bezeichnet. Fars gehört zu den wichtigen historischen Landschaften der iranischen Teppichkultur. Die Region ist mit unterschiedlichen Formen nomadischer und sesshafter Lebensweise verbunden. In der dortigen Knüpftradition treffen handwerkliche Erfahrung, überlieferte Ornamentik und regionale Farbvorstellungen aufeinander. Abadeh steht innerhalb dieser Tradition für Teppiche, deren Gestaltung häufig eine deutliche geometrische Ordnung erkennen lässt.

Die Bezeichnung Abadeh verweist auf eine regionale Stilrichtung und nicht lediglich auf ein einzelnes Ornament. Teppiche aus dieser Tradition werden mit Fars in Verbindung gebracht und zeigen oft Motive, die von den umliegenden Nomadenstämmen beeinflusst sind. Geometrische Formen lassen sich in solchen Entwürfen gut in eine klar lesbare Gesamtkomposition einfügen. Das Zentrum kann durch ein Medaillon betont werden, während kleinere Felder und Eckmotive die Fläche gliedern. Die handwerkliche Sprache bleibt dabei mit der persischen Teppichherstellung verbunden.

Die iranische Teppichkunst umfasst zahlreiche regionale Ausprägungen. Abadeh wird in diesem Zusammenhang neben bekannten Herkunfts- und Stilbezeichnungen wie Tabriz, Kashan und Isfahan genannt. Diese Namen stehen jeweils für eigene Traditionen, Entwurfsprinzipien und handwerkliche Schwerpunkte. Tabriz ist häufig mit floralen Zeichnungen und komplexen Kompositionen verbunden. Kashan wird oft durch Farbtiefe und eine ausgearbeitete Detailgestaltung charakterisiert. Isfahan ist für eigenständige geometrische und florale Entwürfe bekannt. Der Abadeh dieses Angebots bleibt seiner Einordnung in Fars zugeordnet.

Auch Nain wird als bedeutender Teppichhersteller beziehungsweise als wichtige Teppichtradition des Iran erwähnt. Nain ist für feine handgeknüpfte Teppiche bekannt, bei denen häufig Seide als ergänzendes Gestaltungselement eingesetzt wird. Diese Einordnung dient dem Vergleich innerhalb der iranischen Teppichlandschaft. Sie verändert nicht die Herkunft dieses Teppichs: Er ist ein Abadeh aus Fars. Regionale Namen dürfen daher nicht miteinander gleichgesetzt werden, auch wenn sie gemeinsam die Vielfalt persischer Knüpfkunst zeigen.

Die lange Geschichte der iranischen Teppichherstellung beruht auf der Weitergabe von Techniken, Mustern und Farbkenntnissen. Handgeknüpfte Teppiche entstehen nicht in einem industriellen Druckverfahren, sondern durch den Aufbau von Flor und Grundstruktur während des Knüpfens. Regionale Stile können über Generationen hinweg erkennbar bleiben und sich zugleich in Einzelheiten verändern. Bei Abadeh zeigt sich diese Verbindung von Überlieferung und individueller Ausführung besonders in der geometrischen Musterordnung.

Design und Muster

Das zentrale Motiv dieses Teppichs ist ein rautenförmiges Medaillon. Es bildet den Mittelpunkt der Komposition und gibt der Fläche eine gerichtete, geometrische Struktur. An den Ecken befinden sich stilisierte Hexagone. Diese sechseckigen Formen stehen nicht als zufällige Einzelzeichen im Muster, sondern ergänzen die zentrale Raute und führen deren klare Formensprache in den Randbereichen weiter. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zentrum und Ecken.

Ein Medaillon teilt einen persischen Teppich in ein zentrales Feld und die umliegenden Bereiche. Bei einer Rautenform wirkt die Komposition häufig markant und klar begrenzt. Die stilisierten Hexagone können dabei als eigenständige Felder gelesen werden, zugleich aber auch als Bindeglieder zwischen dem Mittelmotiv und der übrigen Fläche. Die Gestaltung dieses Abadeh wird als klassisch bezeichnet. Klassisch bedeutet hier eine traditionsbezogene Ordnung mit einem klar hervorgehobenen Zentrum, nicht eine Aussage über ein bestimmtes Alter des Teppichs.

Die Musterwelt des Abadeh ist von den umliegenden Nomadenstämmen inspiriert. Nomadisch geprägte Entwürfe verwenden häufig gut erkennbare geometrische Formen, weil diese in einzelnen Motiveinheiten aufgebaut und in unterschiedlichen Anordnungen kombiniert werden können. Rauten, Hexagone und weitere geradlinige Elemente lassen sich symmetrisch oder rhythmisch über eine Fläche verteilen. Die Stilisierung reduziert natürliche Vorbilder auf prägnante Zeichen und verleiht dem Muster seine grafische Wirkung.

Die Farbgebung dieses Teppichs wird mit Rot und Braun beschrieben. Beide Farbtöne prägen eine warme, erdverbundene Palette. Rot kann innerhalb einer Medaillonkomposition das Zentrum oder einzelne Ornamentflächen hervorheben, während Braun für verbindende Flächen und eine ruhigere Rahmung eingesetzt werden kann. Bei diesem Stück sind die Farben außerdem als schmutzabweisend bezeichnet. Diese Eigenschaft gehört zur Beschreibung der Farbwirkung und wird nicht mit einer besonderen chemischen Ausrüstung gleichgesetzt.

Die Wirkung des Musters entsteht aus dem Zusammenspiel von Farbe, Form und Knotendichte. Die relativ feine Knotung unterstützt die erkennbare Ausarbeitung des Medaillons und der Hexagone. Dabei bleibt die Gestaltung geometrisch und übersichtlich, anstatt sich auf eine übermäßig kleinteilige Zeichnung zu konzentrieren. Der Abadeh verbindet so ein deutliches Zentrum mit regional geprägten, stilisierten Ornamenten. Er lässt sich in unterschiedliche Einrichtungsstile einordnen, weil seine Komposition sowohl dekorativ als auch klar strukturiert ist.

Rautenmedaillons und Hexagonmotive gehören zu den Formen, die in der persischen und nomadisch beeinflussten Teppichgestaltung immer wieder neu interpretiert werden. Ihre Bedeutung liegt nicht in einer einzigen verbindlichen Übersetzung, sondern in ihrer Funktion innerhalb des Gesamtentwurfs. Das Medaillon organisiert den Blick auf die Mitte; die Eckmotive schließen die Komposition ab. Beim vorliegenden Abadeh sind genau diese Elemente als wesentliche Merkmale des Musters genannt.

Besonderheiten

Zu den besonderen Merkmalen dieses Stücks gehören die Kombination aus einem rautenförmigen Medaillon und stilisierten Hexagonen sowie die Farbgebung in Rot und Braun. Die Farben werden als schmutzabweisend beschrieben. Der Teppich ist handgeknüpft und besitzt einen weichen Flor aus hochwertiger Schurwolle. Seine Knotendichte wird mit 120.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter angegeben. Dadurch kann das geometrische Muster differenziert ausgearbeitet werden.

Der Teppich befindet sich in sehr gutem Zustand. Die Angaben zu seiner Herkunft verorten ihn in Fars im Iran und ordnen ihn dem Abadeh-Stil zu. Diese Kombination aus regionaler Zuordnung, geometrischem Aufbau, Schurwollflor und handwerklicher Herstellung macht die Identität dieses Einzelstücks aus. Die Größe ist in den Produktdaten genannt, wird in diesem Beschreibungstext jedoch nicht wiederholt.

FAQ

Wie pflege ich meinen Abadeh Perserteppich richtig?

Für die laufende Pflege empfiehlt sich regelmäßiges Staubsaugen ohne Bürstenaufsatz. Wird eine Verschmutzung bemerkt, sollte sie unmittelbar mit einem feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel behandelt werden. Dabei ist vorsichtiges Arbeiten wichtig, damit Flor und Farbwirkung geschont werden. Eine professionelle Teppichreinigung wird ebenfalls empfohlen. Sie kann dazu beitragen, die Farben und die Struktur des handgeknüpften Teppichs zu bewahren. Aggressive Mittel oder starkes Reiben sind für einen Wollflor nicht die geeignete Vorgehensweise.

Für welche Räume eignet sich der Abadeh Teppich?

Der Abadeh eignet sich für Wohnräume, Esszimmer und Schlafzimmer. Dort verbindet sein weicher Flor die gewünschte Haptik mit einer klassischen, geometrischen Gestaltung. Die robuste Qualität erlaubt außerdem den Einsatz in stärker frequentierten Bereichen. Entscheidend bleibt eine passende Unterlage und eine Pflege, die dem handgeknüpften Wollteppich entspricht. Die rautenförmige Mitte und die warmen Farben Rot und Braun können dabei sowohl als auffälliger Mittelpunkt als auch als dekorativer Akzent eingesetzt werden.

Wie unterscheidet sich der Abadeh von anderen Perserteppichen?

Der Abadeh unterscheidet sich vor allem durch die Verbindung aus rautenförmigem Medaillon, stilisierten Hexagonen und einer von Rot und Braun geprägten Farbpalette. Seine Mustertradition ist von den nomadischen Stämmen in der Umgebung von Fars beeinflusst. Im Vergleich dazu werden Tabriz-Teppiche häufig mit floralen Mustern und komplexen Entwürfen verbunden, während Kashan für Farbtiefe und Detailreichtum steht. Isfahan wird mit eigenen geometrischen Mustern in Verbindung gebracht. Der Abadeh wirkt innerhalb dieser Vielfalt schlichter und klar gegliedert, bleibt aber eindeutig Teil der persischen Teppichtradition.

Zusätzliche Informationen
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