Orientteppich Sarough 237 x 163 cm Wolle handgeknüpft

1704$

Handgeknüpfter Sarough Orientteppich | Material: Flor Wolle, Kette Baumwolle | Größe: 237 x 163 cm | Zustand: Gebraucht, gewaschen

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Inventarnummer: 18C893BE

Beschreibung

Sarough Orientteppich

Material und Verarbeitung

Dieser Sarough Orientteppich ist handgeknüpft. Bei der Handknüpfung wird der Teppich Knoten für Knoten auf einer vorbereiteten Kette aufgebaut. Damit unterscheidet sich diese Herstellung grundsätzlich von maschinell gefertigten Bodenbelägen. Der Flor dieses Stücks besteht aus Wolle. Die Kette ist aus Baumwolle gefertigt. Wolle bildet somit die sichtbare Oberfläche, während Baumwolle als Grundlage der Knüpfarbeit dient.

Wolle wird im Teppichhandwerk seit langer Zeit für den Flor verwendet. Das Material lässt sich zu einem belastbaren Garn verspinnen und besitzt eine griffige textile Oberfläche. Baumwolle kann zu gleichmäßigen Fäden verarbeitet werden und eignet sich deshalb als Kettmaterial. Diese Aufteilung beschreibt die traditionelle Funktion der beiden Materialien, ohne dem einzelnen Teppich weitere, nicht genannte Eigenschaften zuzuschreiben.

Bei einem handgeknüpften Teppich werden die Florfäden einzeln an den Kettfäden befestigt. Nach jeder Knotenreihe werden Schussfäden eingearbeitet, die den Aufbau stabilisieren. Je nach regionaler Arbeitsweise können sich die verwendeten Knoten und die Abfolge der Arbeitsschritte unterscheiden. Für dieses Exemplar ist die Technik als handgeknüpft beziehungsweise handgearbeitet angegeben. Eine Knotendichte ist nicht genannt und wird daher nicht ergänzt.

Der Teppich ist gebraucht und gewaschen. Diese Zustandsangabe bezeichnet ihn als bereits verwendetes und gewaschenes Stück. Das Waschen ist ein eigener Bearbeitungsschritt und nicht mit der ursprünglichen Knüpftechnik gleichzusetzen. Die Kombination aus Wollflor, Baumwollkette, Handknüpfung sowie gebrauchtem und gewaschenem Zustand fasst die Angaben zur konkreten Verarbeitung zusammen.

Herkunft und Tradition

Als Herkunft ist Indien angegeben. Dieser Teppich ist daher ein in Indien gefertigter Orientteppich. Die Bezeichnung Sarough gehört zur überlieferten Sprache der Teppichkunde und verweist auf eine bekannte Teppichtradition. Sie ersetzt jedoch nicht die konkrete Herkunftsangabe für dieses Stück. In den Produktangaben wird außerdem Persien als Kultur genannt. Diese Angabe beschreibt den kulturellen Bezug zur persischen Teppichkunst, während Indien das Herstellungsland ist.

Die persische Teppichkunst entwickelte über viele Jahrhunderte eigene Formen, Knüpfweisen und Systeme der Musterordnung. Diese Traditionen wurden später auch außerhalb des Iran aufgegriffen. Werkstätten in anderen Ländern konnten persisch geprägte Entwürfe und handwerkliche Verfahren übernehmen und in eigener Fertigung weiterführen. Deshalb müssen kulturelle Zuordnung, Stilbezeichnung und Herstellungsort voneinander getrennt betrachtet werden. Bei diesem Teppich stehen Indien als Herkunft und Persien als Kultur nebeneinander.

Sarough wird in der Teppichgeschichte gewöhnlich mit einer geordneten handwerklichen Produktion und einer eigenen regionalen Designtradition verbunden. Bei der Einordnung historischer Teppiche spielen häufig die Bezeichnung, die Werkstattpraxis, die Knüpftechnik und die Anordnung der Ornamente zusammen. Solche Teppiche sind Teil einer Textilkultur, in der Wissen über Kette, Schuss, Knoten, Flor und Muster innerhalb von Werkstätten weitergegeben wurde. Die Handarbeit verlangte ein schrittweises Vorgehen und eine genaue Abstimmung der einzelnen Reihen.

Indische Teppichwerkstätten haben zahlreiche orientalische und persisch geprägte Traditionen aufgenommen. Dabei konnten Namen, technische Verfahren und Musterideen aus der persischen Teppichwelt als Vorbilder dienen, ohne dass das fertige Stück im Iran hergestellt wurde. Die indische Herkunft dieses Teppichs bleibt davon unberührt. Die Bezeichnung Sarough und die kulturelle Angabe Persien erklären den traditionellen Bezugsrahmen; sie machen aus einem in Indien gefertigten Stück keinen iranischen Teppich.

Zur Geschichte orientalischer Teppiche gehört die Verbindung von Gebrauch und handwerklichem Ausdruck. Teppiche wurden als textile Bodenbeläge hergestellt und zugleich durch ihre Knoten, Farben und Muster gegliedert. Die Herstellung von Hand erforderte Zeit und Erfahrung, weil jeder Abschnitt auf dem vorhergehenden aufbaute. In Werkstätten konnten sich dadurch charakteristische Arbeitsweisen entwickeln. Sarough steht in diesem Zusammenhang für eine überlieferte Teppichbezeichnung, während die Herkunftsangabe Indien die konkrete Fertigung dieses Exemplars bestimmt.

Der Herstellungszeitraum dieses Teppichs ist mit 1980 bis 1989 angegeben. Damit gehört er zu den in diesem Jahrzehnt gefertigten Stücken. Die allgemeine Geschichte der persisch geprägten Teppichkunst reicht deutlich weiter zurück; sie darf jedoch nicht mit einem höheren Alter dieses einzelnen Teppichs gleichgesetzt werden. Für das konkrete Stück gelten die Angaben Indien, Sarough, Kultur Persien und Herstellungszeitraum 1980 bis 1989.

Design und Muster

Ein konkretes Muster ist für diesen Teppich nicht beschrieben. Festgehalten sind die Bezeichnung Sarough und der Stil Orientalisch. Diese Angaben ordnen das Stück in die große Formenwelt orientalischer Teppiche ein, nennen aber keine bestimmten Ornamente, Farben oder Kompositionen. Deshalb wird kein florales, geometrisches, medaillonartiges oder durchgehend wiederholtes Motiv als Eigenschaft dieses Exemplars behauptet.

In der weiteren Sarough-Tradition kommen unterschiedliche Entwürfe vor. Historische Beispiele können ein gegliedertes Mittelfeld, eine Bordüre oder wiederkehrende Ornamente aufweisen. Auch stilisierte Pflanzenformen, Ranken, Medaillons und geometrisch aufgebaute Flächen gehören allgemein zum Formenvorrat persisch geprägter Teppichkunst. Diese Beispiele dienen der Einordnung der Tradition. Sie belegen nicht, dass eines dieser Motive auf dem vorliegenden Teppich vorhanden ist.

Bei einem handgeknüpften Teppich wird das Muster durch die Abfolge der Knoten und die Verteilung der farbigen Garnbereiche aufgebaut. Die Gestaltung entsteht nicht in einem einzigen Arbeitsschritt, sondern Reihe für Reihe. Dadurch können handwerkliche Unterschiede in der Ausführung auftreten. Ob ein einzelner Teppich ein Zentrum, ein flächiges Muster oder eine andere Bildordnung besitzt, muss anhand seiner sichtbaren Oberfläche festgestellt werden. Für dieses Angebot liegt nur die allgemeine Stilangabe Orientalisch vor.

Die persische Designgeschichte umfasst viele Arten, ein Teppichfeld zu ordnen. Ein Entwurf kann auf ein zentrales Element konzentriert sein oder Ornamente über die gesamte Fläche verteilen. Bordüren können ein Innenfeld einfassen und den Aufbau gliedern. Andere Muster arbeiten mit Wiederholungen, stilisierten Blüten, Ranken oder klar voneinander abgegrenzten geometrischen Formen. Solche Möglichkeiten erklären die Vielfalt der Teppichtradition, ohne eine nicht genannte Gestaltung dieses Stücks zu ergänzen.

Der Begriff Orientalisch ist eine kulturelle und stilistische Sammelbezeichnung. Er beschreibt keine einzelne Zeichnung und kein bestimmtes Herstellungsland. Orientalische Teppiche können in unterschiedlichen Ländern gefertigt werden, wenn ihre Gestaltung oder Herstellung an die entsprechenden Traditionen anknüpft. Für dieses Stück ist Indien als Herkunft angegeben. Sarough und Persien benennen den traditionellen beziehungsweise kulturellen Bezug, während die konkrete Musterbeschreibung offen bleibt.

Die Verbindung von Material und Muster ist für die Wahrnehmung eines Teppichs ebenfalls wichtig. Wollflor kann Farbflächen und Konturen in einer textilen Oberfläche sichtbar machen; die Kette bleibt dabei Teil der Konstruktion im Inneren. Bei handgeknüpften Teppichen entsteht die Zeichnung aus vielen einzelnen Arbeitsschritten. Die Produktangaben nennen jedoch keine Farben und keine konkreten Ornamente. Daher bleibt die Beschreibung bei der gesicherten Stilbezeichnung Orientalisch.

Besonderheiten

Zu den dokumentierten Besonderheiten gehören die handgeknüpfte Herstellung, der Wollflor und die Baumwollkette. Der Teppich ist gebraucht und gewaschen. Außerdem ist er für Fußbodenheizung geeignet. Diese Eignung sollte bei der praktischen Nutzung mit einer geeigneten Verlegung und den Vorgaben der jeweiligen Heizungsanlage verbunden werden. Seine Form ist rechteckig.

Als weiterer Einordnungspunkt ist der Herstellungszeitraum 1980 bis 1989 angegeben. Das Stück gehört damit zu diesem Herstellungsjahrzehnt. Die Herkunft ist Indien, während Persien als Kultur genannt wird. Die Bezeichnungen Sarough und Orientalisch ergänzen diese Angaben. Sie liefern jedoch keine zusätzliche, nicht dokumentierte Aussage über Muster, Alter oder Herstellungsort.

Für die regelmäßige Pflege eines handgeknüpften Wollteppichs empfiehlt sich ein Staubsauger ohne Bürstenaufsatz. Bei Flecken sollte möglichst sofort mit einem feuchten Tuch reagiert werden. Sanfte Reinigungsmittel sind dabei geeigneter als aggressive Mittel. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann die laufende Pflege ergänzen. Da dieser Teppich bereits als gebraucht und gewaschen beschrieben ist, sollte eine weitere Behandlung seinen Zustand berücksichtigen.

FAQ

Wo wurde dieser Sarough Orientteppich hergestellt?

Als Herkunft ist Indien angegeben. Der Teppich ist deshalb als in Indien gefertigter Orientteppich einzuordnen. Sarough ist die Bezeichnung des Teppichs beziehungsweise seiner Tradition und nicht die konkrete Länderangabe für die Herstellung dieses Stücks. Zusätzlich nennen die Produktangaben Persien als Kultur. Damit besteht ein kultureller Bezug zur persischen Teppichkunst, während Indien das Herstellungsland bleibt. Beide Informationen können gemeinsam genannt werden, müssen aber in ihrer Bedeutung getrennt bleiben. Der Teppich wird aufgrund der angegebenen Herkunft Indien nicht als iranischer Perserteppich bezeichnet.

Welche Materialien und welche Herstellung hat der Teppich?

Der Teppich ist handgeknüpft. Sein Flor besteht aus Wolle, die Kette aus Baumwolle. Bei der Handknüpfung werden die Florfäden mit einzelnen Knoten an der Kette befestigt; Schussfäden sichern die Reihen im weiteren Arbeitsverlauf. Diese Technik unterscheidet sich von der maschinellen Fertigung. Das Stück ist außerdem als vollständig handgearbeitet beschrieben. Eine Knotendichte ist nicht angegeben und wird daher nicht genannt. Der dokumentierte Zustand ist gebraucht und gewaschen. Zusammen beschreiben diese Angaben die Materialien, die Herstellung und den Zustand des konkreten Teppichs.

Wie wird ein gebrauchter, gewaschener Wollteppich gepflegt?

Für die regelmäßige Reinigung sollte ein Staubsauger ohne Bürstenaufsatz verwendet werden. So lässt sich Staub von der Oberfläche entfernen, ohne dass eine rotierende Bürste den Wollflor zusätzlich beansprucht. Bei einem Fleck empfiehlt es sich, sofort mit einem feuchten Tuch zu reagieren. Sanfte Reinigungsmittel sind geeigneter als aggressive Produkte. Eine professionelle Reinigung alle paar Jahre kann die normale Pflege ergänzen. Da dieser Teppich bereits als gebraucht und gewaschen angegeben ist, sollte eine erneute Wäsche nicht ohne Berücksichtigung seines Zustands erfolgen. Die Eignung für Fußbodenheizung ist angegeben; bei der Nutzung sind zusätzlich die Hinweise der jeweiligen Heizungsanlage und eine geeignete Verlegung zu beachten.

Zusätzliche Informationen
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