Orientteppich Buchara 193 x 127 cm handgeknüpft (Verkauft)

Ursprünglicher Preis war: 710$Aktueller Preis ist: 320$

Handgeknüpfter Buchara Orientteppich | Knotendichte: 240000/Qm | Material: Flor 100% Wolle, Kette 100% Baumwolle | Größe: 193 x 127 cm | Muster: symmetrisch, seltene Farbe | Zustand: gebraucht, guter Zustand, professionell gewaschen

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Inventarnummer: 100120000339

Beschreibung

Buchara Orientteppich

Material und Verarbeitung

Der W1(#339) ist ein handgeknüpfter Buchara Orientteppich. Sein Flor besteht zu 100% aus Wolle, während die Kette zu 100% aus Baumwolle gefertigt ist. Diese Materialangaben unterscheiden klar zwischen der sichtbaren Florseite und dem tragenden Kettgrund. Die Wolle bildet die Oberfläche des Teppichs und gibt dem Flor seine textile Struktur. Die Baumwolle liegt im Untergrund und dient als Kette, in die die Knoten eingebunden werden.

Handknüpfen ist eine Arbeitsweise, bei der jeder Knoten einzeln in das vorbereitete Grundgerüst gesetzt wird. Die Knoten werden Reihe für Reihe eingearbeitet und anschließend durch Schussfäden gesichert. So entsteht kein industriell gleichförmiges Gewebe, sondern ein Aufbau, der direkt aus der manuellen Arbeit hervorgeht. Beim vorliegenden Teppich wird diese Verarbeitung durch die angegebene Knotendichte von 240000/Qm ergänzt. Die Dichte beschreibt die Anzahl der Knoten pro Quadratmeter und macht die Feinheit der Ausführung nachvollziehbar.

Wolle wird in der Teppichherstellung seit langer Zeit für den Flor verwendet, weil sie sich verspinnen, färben und in einer belastbaren Oberfläche verarbeiten lässt. Je nach Verarbeitung kann ein Wollflor unterschiedliche Griffe und Lichtwirkungen zeigen. Baumwolle wird als Kettenmaterial eingesetzt, weil sie sich zu vergleichsweise regelmäßigen, stabilen Fäden verspinnen lässt. Bei diesem Teppich sind die beiden Materialien eindeutig ausgewiesen: 100% Wolle im Flor und 100% Baumwolle in der Kette.

Zum Zustand ist festgehalten, dass der Teppich gebraucht und in gutem Zustand ist. Außerdem wurde er professionell gewaschen. Diese Information beschreibt den bisherigen Gebrauch und die erfolgte Reinigung, nicht eine unbenutzte Neuware. Die Verbindung aus handgeknüpfter Fertigung, der ausgewiesenen Materialkombination und der genannten Knotendichte gibt dem Stück eine klar dokumentierte textile Grundlage.

Herkunft und Tradition

Buchara, auch Bochara genannt, liegt im historischen Kulturraum Zentralasiens und in der heutigen Republik Usbekistan. Die Stadt und ihr Umland sind seit Jahrhunderten mit Handelswegen, Handwerk und textiler Produktion verbunden. Besonders die Lage an den Routen der Seidenstraße machte Buchara zu einem Ort, an dem Waren, Musterideen und handwerkliche Kenntnisse zusammentrafen. Teppiche aus der Buchara-Tradition werden deshalb häufig mit einer eigenständigen zentralasiatischen Formensprache verbunden.

Die Bezeichnung Buchara beschreibt in der Teppichwelt eine Tradition und ein Erscheinungsbild, das sich über verschiedene Werkstätten und Zeiträume entwickelt hat. Sie ist nicht als Hinweis auf eine einzelne Werkstatt zu verstehen. Über Generationen wurden Kenntnisse zum Spannen der Kette, zum Einsetzen der Knoten, zum Aufbau der Reihen und zur Gestaltung der Bordüren weitergegeben. In einer knüpfenden Familie oder Werkstatt konnten dabei über lange Zeit vertraute Grundmotive erhalten bleiben und zugleich in Farben oder Einzelheiten verändert werden.

Die Geschichte Bucharas ist eng mit dem Austausch zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Handelszentren verbunden. Das erklärt, warum zentralasiatische Teppichmuster sowohl klar geordnete geometrische Formen als auch kleinere, regelmäßig wiederkehrende Zeichen zeigen können. Die Muster sind nicht einfach dekorative Flächen, sondern entstehen aus einem System von Rapporten, Achsen und Randbegrenzungen. Ein Rapport wiederholt ein Motiv in festgelegten Abständen; Achsen ordnen die Fläche und geben dem Auge eine Richtung.

Beim handgeknüpften Teppich wird dieses Muster nicht auf eine fertige Fläche gedruckt. Die knüpfende Person überträgt die Gestaltung während der Arbeit in die Knotenreihen. Dafür muss sie die Abfolge der Formen, die Farbverteilung und die Begrenzung der Felder laufend berücksichtigen. Kleine Abweichungen können aus der manuellen Übertragung entstehen und gehören grundsätzlich zur Herstellung handgeknüpfter Textilien. Die angegebene hohe Knotendichte ermöglicht dabei eine differenzierte Ausarbeitung auch kleinerer Musterbereiche, ohne daraus eine konkrete Einzelheit dieses Teppichs abzuleiten.

Buchara-Teppiche werden häufig mit der Teppichgeschichte Zentralasiens in Verbindung gebracht, nicht mit der Herkunft iranischer Perserteppiche. Der vorliegende Teppich wird deshalb als Orientteppich bezeichnet. Die historische Bedeutung Bucharas beruht nicht nur auf der Teppichherstellung, sondern ebenso auf seiner Rolle als Handels- und Kulturzentrum. Architektur, Märkte und die lange Geschichte der Seidenstraße bilden den weiteren kulturellen Hintergrund, in dem sich die regionale Textiltradition entwickelt hat.

Tradition bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass jedes Stück gleich aussieht. Vielmehr beruht sie auf wiedererkennbaren Arbeitsweisen, der Weitergabe von Mustervokabular und der Nutzung bestimmter Ordnungsprinzipien. Ein einzelner Teppich kann innerhalb dieses Rahmens eine eigene Farbauswahl und eine eigene Musterwirkung erhalten. Beim W1(#339) ist das Muster als symmetrisch beschrieben; außerdem wird die Farbe als selten bezeichnet. Diese Angaben gehören zu den individuellen Merkmalen dieses gebrauchten Stücks.

Design und Muster

Das Muster des W1(#339) wird als symmetrisch und farblich selten beschrieben. Symmetrie bedeutet in der Teppichgestaltung, dass Formen oder Farbbeziehungen auf eine gedachte Mittelachse oder auf ein wiederkehrendes Ordnungsschema bezogen sind. Dadurch kann eine Fläche ruhig und geschlossen wirken. Bei einem handgeknüpften Teppich entsteht diese Ordnung aus der Folge einzelner Knoten und nicht aus einem nachträglichen Aufdruck.

In der Buchara-Tradition spielen geometrische Muster, wiederholte Medaillons, kleinere Innenformen und klar gegliederte Bordüren eine wichtige Rolle. Solche Elemente können einzeln oder miteinander verbunden auftreten. Ein Medaillon strukturiert häufig das Zentrum, während Bordüren den inneren Bereich fassen und den Übergang zum Rand markieren. Wiederholungen schaffen einen Rhythmus, der über die Fläche hinweg lesbar bleibt. Diese Beschreibung erläutert das regionale Mustervokabular; sie ersetzt nicht die konkrete Musterangabe für dieses Stück, die symmetrisch lautet.

Geometrische Muster entstehen aus Linien, Winkeln, Stufen, Haken und miteinander verbundenen Flächen. Ihre Wirkung hängt nicht nur von der Form, sondern auch von der Wiederholung und vom Verhältnis zwischen Motiv und Grund ab. Kleine Ornamente können eine größere Hauptform begleiten oder eine Bordüre füllen. In der handwerklichen Umsetzung werden solche Zeichen in der Regel Schritt für Schritt in den Knotenreihen aufgebaut. Das erklärt, weshalb die Qualität eines Musters sowohl von der Planung als auch von der sicheren Ausführung abhängt.

Farben übernehmen in einem Teppich mehrere Aufgaben. Sie unterscheiden Motiv und Grund, führen den Blick durch die Komposition und verbinden einzelne Bereiche miteinander. Eine seltene Farbe kann einem Muster eine besondere Eigenart geben, ohne dass daraus eine bestimmte Farbbezeichnung oder ein bestimmter Farbstoff abgeleitet werden darf. Für den W1(#339) ist lediglich festgehalten, dass er eine seltene Farbe aufweist. Diese sachliche Angabe beschreibt seine farbliche Besonderheit, ohne eine nicht genannte Farbnuance zu ergänzen.

In der orientalischen Teppichkunst können Formen und Farben außerdem kulturelle Bedeutungen tragen. Je nach Region, Zeit und Überlieferung werden geometrische Zeichen, Blütenformen oder Schutzmotive unterschiedlich gelesen. Solche Deutungen gehören zur allgemeinen Geschichte der Teppichmuster und sind nicht automatisch eine Aussage über jedes einzelne Exemplar. Beim vorliegenden Buchara Orientteppich stehen daher die belegten Merkmale im Mittelpunkt: die symmetrische Anlage und die seltene Farbe.

Die Bezeichnung Buchara oder Bochara verweist auf einen regionalen Stilzusammenhang, nicht auf ein identisches, unveränderliches Muster. Gerade die handwerkliche Weitergabe lässt Raum für Varianten. Ein Grundmotiv kann enger oder weiter gesetzt, eine Bordüre anders gegliedert oder eine Farbe anders gewichtet werden. Dadurch bleibt die regionale Zugehörigkeit erkennbar, während jedes handgeknüpfte Stück eine eigene Gestaltung besitzt. Die Knotendichte unterstützt die präzise Ausführung von Konturen und Wiederholungen, ohne allein das Muster zu bestimmen.

Besonderheiten

Zu den konkret ausgewiesenen Besonderheiten dieses Teppichs gehören die handgeknüpfte Fertigung, die Knotendichte von 240000/Qm, der Flor aus 100% Wolle und die Kette aus 100% Baumwolle. Hinzu kommen das symmetrische Muster und die seltene Farbe. Der Teppich ist gebraucht, befindet sich in gutem Zustand und wurde professionell gewaschen. Diese Angaben fassen die individuellen Eigenschaften des W1(#339) zusammen.

Die Nutzung ist vielseitig beschrieben: Der Teppich eignet sich für Wohn- oder Schlafzimmer, Flur und Büro. Seine Einordnung als gebrauchtes Stück mit gutem Zustand bleibt dabei ebenso bestehen wie die Information über die professionelle Wäsche. Für die Pflege wird regelmäßiges Staubsaugen mit einer Bürstendüse empfohlen. Flecken sollten unmittelbar mit einem feuchten Tuch und einer speziellen Teppichreinigung behandelt werden. Bei hartnäckigen Flecken kann ein professioneller Teppichreiniger hinzugezogen werden.

Der Teppich kann auch auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Da er aus Naturmaterialien besteht, wird auf eine gewisse Wärmeleitfähigkeit hingewiesen. Die Heizung sollte nicht zu hoch eingestellt werden, damit der Teppich geschont wird. Diese Pflege- und Nutzungshinweise ergänzen die Zustandsangabe, ohne den gebrauchten Charakter des Einzelstücks zu verändern.

FAQ

Wie pflege ich den Buchara Orientteppich richtig?

Regelmäßiges Staubsaugen mit einer Bürstendüse hilft, lose Verschmutzungen aus dem Flor zu entfernen. Bei einem Fleck sollte die Reinigung möglichst sofort erfolgen. Dafür wird ein feuchtes Tuch zusammen mit einem speziellen Teppichreinigungsmittel empfohlen. Starkes Reiben kann die Oberfläche unnötig beanspruchen; deshalb sollte die Behandlung kontrolliert und behutsam durchgeführt werden. Bei hartnäckigen Flecken ist ein professioneller Teppichreiniger die passende Wahl. Der Teppich wurde bereits professionell gewaschen, ist jedoch als gebrauchtes Stück weiterhin entsprechend sorgfältig zu behandeln.

Woran erkenne ich die handgeknüpfte Ausführung und die Qualität?

Ein handgeknüpfter Buchara Teppich wird Knoten für Knoten in den Grundaufbau eingearbeitet. Die ausgewiesene Knotendichte von 240000/Qm ist ein wichtiges Merkmal der Ausführung. Auch die verwendeten Materialien lassen sich prüfen: Der Flor besteht aus 100% Wolle, die Kette aus 100% Baumwolle. Ein Blick auf die Rückseite kann zusätzlich zeigen, ob das Muster klar erkennbar durch den Aufbau geführt wird. Bei diesem Stück kommen die Angaben zur handgeknüpften Verarbeitung, zur Materialkombination und zum guten gebrauchten Zustand zusammen.

Kann der Teppich auf einer Fußbodenheizung liegen?

Ja, der Buchara Orientteppich kann auf einer Fußbodenheizung verwendet werden. Für die Nutzung wird empfohlen, die Heizung nicht zu hoch einzustellen, damit das Textil geschont wird. Die Naturmaterialien Wolle und Baumwolle bilden den Materialaufbau dieses Stücks und weisen eine gewisse Wärmeleitfähigkeit auf. Wie bei jedem gebrauchten Teppich sollte außerdem auf eine angemessene Pflege und auf die Vermeidung unnötig hoher Temperaturen geachtet werden.

Zusätzliche Informationen
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